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Hollywood Dreams – Eine Zeitreise durch die Filmgeschichte

Am Montag präsentierten Sound of Music Concerts und Semmel Concerts den Tourauftakt für die Superstars des Musicals unter dem Motto „Hollywood Dreams“ im Stuttgarter Stage Apollo Theater. Andreas Bieber, Pia Douwes, Alexander Klaws, Mark Seibert und Sabrina Weckerlin führten durch die großen Filmhits der 60er bis 2000er-Jahre.

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Hollywood Dreams Plakat
Hollywood Dreams Plakat © Sound of Music

Ein Hit folgt auf den anderen

Wenn man so viele Musicals und Shows sieht wie wir, ist es manchmal schwierig. Man denkt, es könne doch nicht alles gleich gut sein und wenn man sich jedes Mal überschwänglich äußert, nehme einem das doch niemand mehr ab. Aber, was soll man sagen, es ist eben so. Oft gibt es einfach nichts zu mäkeln.

Andreas Bieber

© Karim Khawatmi

Bei dem Konzert am vergangenen Montag war es wieder so. Ein Hit folgte auf den anderen,. Kein einziger Titel war dabei, bei dem der durchschnittliche Kinogänger länger überlegen musste, wo er diesen schon einmal gehört hat. Nun, könnte man an dieser Stelle einwerfen, das ist aber langweilig. Mitnichten, können wir da nur sagen. Nicht, wenn es so charmant, in solcher Qualität und mit der ein oder anderen Überraschung präsentiert wird.

 

Bekannte Stücke in neuem Gewand

Den Auftakt macht ein Ensemble-Stück: „Don’t you forget about me“ aus dem 80er-Jahre-Klassiker „The Breakfast Club“, einer der größten Hits der Simple Minds. Danach folgt dann in fünf Blöcken – ein jeder von einem anderen Sänger anmoderiert – eine Reise durch fünf Jahrzehnte Filmmusik.

Eines der Highlights des Abends gibt es gleich zu Beginn bei den 60s & 70s.. „Mrs. Robinson“ aus „Die Reifeprüfung“ wurde von Alexander Klaws und Mark Seibert in einem fantastischen Duett dargeboten – Simon and Garfunkel 2.0.! Eine modernisierte Version mit einem herrlichen Augenzwinkern.

Pia Douwes

© Simone Leonhartsberger

Disney ist aus den Filmhits nicht wegzudenken

Der zweite Block ist voll und ganz den großen Disney Hits gewidmet. Als Andreas Bieber auf die Bühne kommt, muss man tatsächlich einen kurzen Moment überlegen, welchen Song er jetzt wohl singen wird, da einem spontan nur die diversen Prinzessinnen in den Sinn kommen. Mit „Under the Sea“ aus ARIELLE hatte er dann aber doch einen echten Oscar-Gewinner im Gepäck, der automatisch gute Laune macht, vor allem wenn er mit so viel Spaß vorgetragen wird.

We are all children of the 80s

Den 80s waren gleich zwei Blöcke gewidmet. „What a feeling“ aus „Flashdance“ war ein weiteres Highlight des Abends. Umso bemerkenswerter, da die aktuelle Tarzan-Mama Sabrina Weckerlin bis kurz vor dem Tourstart krank und durch eine Kehlkopfentzündung außer Gefecht gesetzt war. Davon war während dieses Abends jedoch an keiner Stelle etwas zu merken. Ein weiterer gemeinsamer Auftritt aller Sänger/-innen gab es zum Abschluss des ersten Teils. Mit einem Medley aus SATURDAY NIGHT FEVER begeisterten die „Superstars des Musicals“, wie sie offiziell auf den Plakaten angekündigt wurden, das Publikum.

Alexander Klaws

© Conny Wenk

Im zweiten 80s-Block nach der Pause ging es abwechslungsreich weiter. Alexander Klaws‘ “Eye of the tiger“ aus ROCKY sorgte ebenso für Jubel wie das wunderbare „The wind beneath my wings“ aus dem Bette Midler-Klassiker „Freundinnen“ zu dem wahrscheinlich jedes 80s-Mädchen Tränenmeere vergossen hat. Mark Seibert zeigte mit FOOTLOOSE einmal mehr wie viel Spaß er ganz offensichtlich an diesem Abend hatte und legte eine schier unglaubliche Energie an den Tag. Absolut hörens- und erwähnenswert auch das fantastische „Who wants to live forever“ aus „Highlander“ – ein Gänsehaut-Duett von Alexander Klaws und Sabrina Weckerlin. Der 80er-Jahre-Block schloss mit dem Blockbuster „DIRTY DANCING“ und dem berühmten „Time of my life“, mit viel Humor interpretiert von Pia Douwes und Mark Seibert.

Mark Seibert

© Lukas Beck

Whitney Houston bekommt Country-Touch

Ehe man sich versah war man bereits in den 90s & 2000s angelangt. „It must have been love“ aus dem Film „Pretty Woman“ wurde von Sabrina Weckerlin mit solch einer Inbrunst gesungen, dass man ihr jedes einzelne Wort abnahm und man geradezu mit ihr litt. Dass er die ruhigen Töne (fast) noch besser beherrscht als die Uptempo-Nummern bewies Mark Seibert mit Bryan Adams‘ „Everything I do, I do it for you“, dem absoluten Love-Song aus Robin Hood. Großes Kino sozusagen auch „I will always love you“ aus BODYGUARD, das aktuell gegenüber im Stage Palladium Theater in den letzten Vorbereitungen für seine Stuttgart-Premiere ist. Pia Douwes hat nicht die bekannte Whitney Houston-Version gewählt, sondern eine Version, in der der ursprüngliche Country-Hit noch herauszuhören war. Der Song stammt – was die wenigsten wissen – im Original nämlich von Country-Legende Dolly Parton. Sehr berührend war Andreas Biebers Interpretation von „Sie sieht mich nicht“ aus „Asterix und Obelix gegen Cäsar“.

Standing Ovations nach einem tollen Abend

Den Abschluss machte der Welthit „My heart will go on“ aus „Titanic“ – mal in ganz neuem Gewand von allen fünf Darstellern vorgetragen.

Sabrina Weckerlin

© Michael Eloy Werthmueller

Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations für einen tollen Abend und erklatschte sich zwei Zugaben, die wir an dieser Stelle aber für alle, die sich das Konzert im Verlaufe der Tour noch anschauen werden – und das können wir jedem nur aus ganzem Herzen empfehlen – nicht „spoilern“ wollen.

Die Musik machts

Jeder Titel des Abends wäre erwähnenswert gewesen, wir haben uns auf einen Ausgriff beschränkt, um den Rahmen nicht zu sprengen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen dagegen diejenigen, die außer den fünf Hauptakteuren zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben. Ein großes Kompliment an den musikalischen Leiter Mario Stork sowie die Band mit Marina Komissartchick am Flügel, Hannes Kühn an der Gitarre, Sebastian Hartung an den Keyboards, Matthias Plenka an den Drums und Percussions sowie Rolf-Dieter Mayer am Bass sowie alle guten Geister vor, hinter und neben der Bühne.

Kategorie: Kritiken

Autor: M. Kanz (13.09.2017)

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