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Hinter der Gruft – Backstage bei TANZ DER VAMPIRE

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie es hinter den Kulissen von Tanz der Vampire aussieht? Kein Problem – eine Backstage-Führung im Palladium Theater in Stuttgart macht es möglich. Musical1 hat sich für Euch umgesehen.

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TdV Blackbox Perücke Fleur Alders
TdV Blackbox Perücke Fleur Alders © Musical1

Mit Knoblauch hinter die Kulissen

28, 230, 27, 1.800, 2, 40, 10, 88 – jede Menge Zahlen gibt es zu hören, wo sonst Musik in der Luft liegt. Jede Zahl für sich beeindruckend und interessant. Wer bereit ist, sich hinter die Kulissen entführen zu lassen und die Gefahr einzugehen, dass die ein oder andere Illusion zerstört wird, wird gar nicht wissen, wo er zuerst hinschauen soll während der gut 60-minütigen Führung auf die andere Seite von Graf Krolocks Reich.

Doch der Reihe nach. Rund 50 Neugierige finden sich um 17 Uhr an der Kasse des Stage Palladium Theaters ein. Dort werden wir abgeholt und in zwei Gruppen eingeteilt. Los geht’s – durch das Foyer, bis zu einer versteckten Tür, die in ein unspektakuläres Treppenhaus und von dort gleich hinter die Bühne führt.

Auf der anderen Seite der Gruft

Die erste Überraschung: Was von vorne so beeindruckend und riesig aussieht, wirkt von der anderen Seite betrachtet deutlich kleiner. Eigentlich logisch. Denn alles, was während der Show zu sehen ist, muss im Hintergrund bereitstehen, um exakt im richtigen Moment an der richtigen Stelle auf der Bühne zu erscheinen. Und so drängt sich die komplette Bibliothek („Bücher, Bücher, hunderttausend Bücher, …“), neben der berühmten Treppe für den Ballsaal und der imposanten beweglichen Grabwand. Unter diesem 1,2 Tonnen schweren Kulissenteil tummeln sich die Vampire, um dann bei der Ewigkeits-Szene aus ihren Gräbern zu steigen.

Auch das beeindruckende Tor zum Schloss des Grafen („Vor dem Schloss“) sowie das 2 Tonnen schwere Haus der Wirtsleute Chagall sind zu sehen. Fast alle Kulissenteile werden während der Show in Führungsschienen eingehängt und so an den richtigen Platz gefahren.

Aber auch die unzähligen kleinen Requisiten, die benötigt werden, müssen zuverlässig parat liegen. Denn sobald sich der Vorhang hebt, muss jeder Handgriff sitzen – Zeit zum Suchen gibt es nicht. Egal ob der berühmte Schwamm, die Knoblauchkränze aus der Wirtshausszene, Rebeccas Gans oder Magdas Schneidbrett: Alles hat seinen Platz. Auch die 40 Mikrofone, die hinter dem Tor des „Radioraums“ auf die Darsteller warten. Zwei für jeden Hauptdarsteller (um bei Ausfällen gewappnet zu sein), eines für jeden der restlichen Cast.

Akribische Ordnung in der Blackbox

Von unserer Führerin Lena vorsichtshalber ausgestattet mit frischem Knoblauch gegen die eventuell rumlungernden Vampire, ziehen wir weiter. Nächster Halt: Blackbox.

TdV Blackbox Haarnadeln

© Musical1

Hier finden während der Vorführungen die schnellen Umzüge und Perückenwechsel statt, hier können sich die Darsteller nach- oder umschminken. Fünf Dresser kümmern sich allabendlich um die 27 Darsteller, die bei TANZ DER VAMPIRE auf der Bühne stehen. Über 230 Kostüme kommen zum Einsatz. Damit während der extrem knappen Zeit für die Kostümwechsel alles reibungslos läuft, ist alles genau beschriftet und bebildert. So weiß jeder Darsteller genau, wo von Kleidung über Schuhe bis zu Perücke und Handschuhen alles für ihn bereit steht. Besonders aufwändig ist die Wirtshaus-Szene. Hierfür werden aus zehn Ensemble-Damen Herren gemacht: inklusive Fatsuits und Bärten.

Der Mantel bleibt das Geheimnis des Grafen

Über viele Treppen geht es nach oben in die Kostümabteilung. Hier bekommen die Darsteller ihre Kostüme angepasst, hier wird gepflegt, ausgebessert, aufbewahrt und anhand der sorgsam beschrifteten Namensschildchen in jedem Kleidungsstück genau die richtigen Kostüme bereitgelegt. Hier kann man alles sehen: Von Alfreds Anzug über Koukols riesige Füße bis zu Sarahs herrlichem Ballkleid. Und auch das wohl bekannteste Kostümteil hängt da: der Umhang des Grafen. Zwar kann man einen Blick darauf erhaschen, aber die Antwort auf die Frage, ob es denn eine rote und eine blaue Version davon gäbe, bleibt Lena schuldig. Die Farben, erklärt sie geheimnisvoll, lägen allein am Zauber des Grafen.

Wiederum zwei Treppen höher stehen wir dann im Reich der Maskenbildner. Auch hier gibt es jede Menge zu sehen. Unter anderem das, was für die Vampire am Wichtigsten ist: die Zähne und das Blut! Jeder Vampir bekommt sein Gebiss eigens in einer Zahnklinik angepasst. Das Blut riecht und schmeckt nach Erdbeere und ist in kleine Blutkissen verpackt, die im Mund versteckt und im entscheidenden Moment aufgebissen werden.

TdV Perückenabteilung

© Musical1

Anhand von Bilderserien sieht man die Verwandlung von Victor Petersen zu Professor Abronsius und von Mark Seibert zu Graf Krolock. Um uns herum beginnt bereits das geschäftige Treiben für die Abendvorstellung. Kostüme werden durch die Flure geschoben, hinter der ein oder anderen Tür singt sich jemand ein.

Beeindruckende Technik

Schnell noch runter ins Auditorium solange es noch leer ist. 1.800 Zuschauer finden dort Platz. Aber auch die Techniker, die pro Show auf mehrere hundert sogenannte Cues des Callers (Abendspielleiters) reagieren müssen und daraufhin 88 Moving lights, 60 Scheinwerfer, 10 Nebelmaschinen und vieles mehr bedienen. Und auch die „Musikinsel“ von der aus der Ton für Orchester, Sänger und Geräuscheffekte gesteuert wird. Die komplette Technik wird täglich überprüft, um sicherzustellen, dass auch wirklich alles funktioniert. Und so sehen wir, wie das Haus auf die Bühne gefahren wird, die Monitore für den Dirigent geprüft werden oder die Scheinwerfer an und aus gehen.

Während Lena wissen will, ob noch Fragen offen geblieben sind, ist er plötzlich zu hören, der aktuelle Graf Krolock. Denn auch der Einspieler wird getestet:  „Verehrtes Publikum, herzlich Willkommen im Stage Palladium Theater zu TANZ DER VAMPIRE“ – höchste Zeit, ins Foyer zurückzukehren. Die Vorfreude, mit dem neu gesammelten Hintergrundwissen das Treiben auf der Bühne gleich nochmal aufmerksamer zu betrachten, steigt enorm. Noch eine kleine Stärkung (dafür ist zwischendrin noch Zeit) und los geht’s auf die uns vertrautere Seite der Gruft. Danke an Lena für die interessante Tour und an Stage Entertainment für die Fotoerlaubnis!

Karten für die Backstage-Führung kann man für 19,50 Euro hier bestellen

Backstageführungen im Stage Palladium Theater
Backstageführungen im Stage Palladium Theater

Kategorie: Tanz der Vampire

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Autor: M. Kanz (17.07.2017)

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