Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

Gino Emnes Interview – Musical1 Podcast 38

Am 18. November 2012 war es soweit: In Hamburg hob sich der Vorhang zur Weltpremiere von ROCKY. Im Herbst 2015 zieht das Musical nun nach Stuttgart um. Im Februar waren unsere Musical1 Podcast-Moderatoren in Stage Operettenhaus Hamburg zu Gast und haben einen der Hauptdarsteller für ein Interview gewinnen können: Gino Emnes, Darsteller des Apollo Creed, beantwortete ihre Fragen – und es gibt etwas zu gewinnen!

Teile diesen Beitrag

Gino Emnes
Gino Emnes © Stage Entertainment

Gewinnt eine von Gino Emnes signierte ROCKY CD

Zum heutigen Podcast gibt es auch wieder ein kleines Gewinnspiel: Zu gewinnen gibt es eine CD von ROCKY, die von Gino persönlich signiert wurde. Um die CD zu gewinnen, braucht Ihr nur ein wenig Glück und die Antwort auf folgende Frage: Wie lautet der Name der Produktion, die nach ROCKY in das Stage Operettenhaus in Hamburg einzieht:

a) Liebe stirbt nie

b) Liebe endet nie

Bitte sendet die Antwort als E-Mail an cd@musical1.de. Einsendeschluss ist der 20. März 2015.

Gino Emnes gehört seit Dezember 2013 als Apollo Creed zur Cast von ROCKY. Geboren und aufgewachsen ist er in den Niederlanden und machte dort eine Ausbildung sowohl am Konservatorium Den Haag als auch am Lucia Marthas Institute for Performing Arts in Amsterdam. Schon zum Ende der Grundschule erhielt er von seinen Lehrern die Empfehlung, doch ein Konservatorium oder eine Ballettakademie zu besuchen. Diesen Weg schlug Gino dann auch erst einmal ein. Dennoch entschied er sich zunächst für ein Studium der Public Relations, bevor es ihn wieder auf die Bühne zog. Sein Studium am Lucia Marthas Institute begann er eher zufällig: Eine Freundin wollte sich dort vorstellen und bat Gino, mitzukommen. Vor Ort wurde er gefragt, ob er nicht auch vortanzen wolle. Erst weigerte Gino sich; seine Freundin überredete ihn aber – und Gino wurde auch gleich angenommen.

Für DER KÖNIG DER LÖWEN ging es nach Hamburg

Erste Musical-Erfahrung sammelte er ebenfalls in den Niederlanden: Joop van den Ende suchte noch eine männliche Hauptrolle für FAME – THE MUSICAL. Die Wahl fiel auf Gino Emnes. Der war damals erst im zweiten Ausbildungsjahr – tatsächliche Rollen annehmen dürfen die Studenten eigentlich erst im dritten Jahr. Er erhielt aber eine Erlaubnis und bekam auch die Rolle.

Nach Deutschland ging es für Gino Emnes zum ersten Mal 2001, für die deutsche Erstaufführung von DER KÖNIG DER LÖWEN in Hamburg. Dort spielte Gino den Simba. „2001, das werde ich wirklich nie vergessen. Das Jahr hat für mich viele Türen geöffnet. Das war das erste Mal, dass ich nach Deutschland kam. Und DER KÖNIG DER LÖWEN ist natürlich ein Riesen-Name im Musical-Business,“ erinnert er sich. Für das Musical arbeitete er mit einer sehr internationalen Cast zusammen. Viele Darsteller sprachen kein Deutsch, was die Gruppe auch zusammenschweißte. „Wir kamen hier an, kannten keinen in Deutschland, haben die Sprache nicht beherrscht und dann haben wir wirklich da gesessen abends nach der Probe und haben uns gefragt: Willst du mit mir essen gehen? Das hat wirklich eine Verbindung zwischen uns Darstellern geschaffen, mehr, als zu zusammenzuarbeiten.“ Diese Erfahrung hat bei Gino auch die Leidenschaft geweckt, viel zu reisen.

Anschließend spielte Gino Emnes auch in den Niederlanden beim KÖNIG DER LÖWEN mit. Dort sprang er für vier Monate für den verletzten Simba-Darsteller ein. Das war natürlich eine ganz andere Erfahrung: „Wenn ich diese Musik höre, gehe ich automatisch auf Deutsch über. Und auf einmal musste ich das auf Holländisch singen.“ Das führte auch schon einmal zu kleinen Texthängern: „Einen Abend ist es passiert, dass ich da stand während „Endlose Nacht“, und ich stehe da, weiß nicht, wo ich bin, und das einzige, was ich weiß, ist: ‘Wo ist das Sternenlicht?’ Aber ich weiß, das ist nicht das, was ich sagen sollte.“

Herausforderung: Boxen

Gino Emnes als Apollo Creed

© Stage Entertainment

Seit Dezember 2013 spielt Gino nun die Rolle des Boxweltmeisters Apollo Creed in ROCKY. Er hatte sich bereits für die Uraufführung beworben, erhielt zeitgleich aber ein Angebot für SISTER ACT in Stuttgart und schlug dort zu. Als SISTER ACT Stuttgart verließ, fragte Stage Entertainment bei Gino an, ob er nicht die Rolle des Apollo Creed spielen wolle. Jetzt steht er im Stage Operettenhaus jede Woche in sieben von acht Vorstellungen auf der Bühne. „Apollo Creed ist für mich etwas Besonderes,weil ich boxen muss. Ich habe noch nie in meinem Leben geboxt, hatte auch noch nie im Leben vor, zu boxen,“ erklärt Gino. Die Herausforderung sei, die Leute dennoch davon zu überzeugen, Boxen zu können. Mit seiner Rolle hat er seiner Meinung nach nicht viele Gemeinsamkeiten: „Wir sind beide Menschen, wir atmen und wir gehen aufs Klo,“ scherzt Gino. „Als Schauspieler versuche ich natürlich trotzdem, immer etwas von mir reinzubringen. Vielleicht nicht von mir reinzubringen, aber ich muss ihn verkörpern.“

Bei den Vorstellungen fließt literweise Kunstblut. Wie das Blut auf seinen Körper kommt, darf Gino nicht verraten. Ganz ohne echte, kleine Verletzungen geht es nicht ab, denn die Schläge kommen auf dem Kopf und auf dem Körper an. Vor allem, wenn man mit der Zweitbesetzung spielt, sei man manchmal nicht so eingespielt; da könne es schon passieren, dass ein Schlag nicht richtig sitzt, erklärt Gino. Drew Sarich habe sich zweimal die Nase gebrochen, Gino in den ersten Wochen eine geprellte Rippe zugezogen.

Gino Emnes schätzt das Publikum in Hamburg und nimmt sich auch gerne Zeit, um nach den Shows mit seinen Fans zu reden. „Die Fans sind unsere Arbeit, die geben uns Arbeit. Das sind Leute, die immer da sind, die unterstützen uns.“ Er und seine Kollegen bekommen auch immer schöne und interessante Geschenke: vom selbstgebackenen Kuchen bis hin zur Unterwäsche, die schon auf die Bühne flog.

Plötzlich fiel die Hose herunter

Wirkliche Pannen seien ihm als Apollo Creed noch nicht passiert, meint Gino. „Peinlich sind immer die Tage, wo man nicht gut drauf ist. Wenn unsere Stimme nicht gut ist oder wir fühlen uns nicht gut, dann ist die Show nicht, wie wir es eigentlich haben möchten.“ Lustige Situationen weiß er dagegen von seiner Zeit beim KÖNIG DER LÖWEN zu berichten: Sein Kostüm dort bestand aus Hose und Corsage, die miteinander verbunden sind. Bei der Ballade „Can You Feel The Love Tonight“ fiel ihm eines Abends die Hose herunter – ohne das er es bemerkte. Das erntete natürlich Lacher beim Publikum.

Ob Gino mit ROCKY gerne nach Stuttgart gehen würde, kann er momentan noch nicht beantworten. Zurzeit wolle er sich ganz auf die aktuellen Shows konzentrieren.

Gino Emnes arbeitet auch als Musical-Lehrer, ein Beruf, der ihm sehr viel Spaß macht. Er lerne auch selbst sehr viel von seinen Schülern, da diese Rollen ganz anders anlegen, singen und spielen. Seine Heimat Amsterdam vermisst er manchmal. Hamburg ist für ihn zwar eine spezielle Stadt, seine Lieblingsstadt in Deutschland allerdings heißt Berlin. Doch auch in Hamburg lebt er gerne und ist zum Beispiel gerne im Schanzenviertel unterwegs.

Kategorie: Podcast

Tags:

Autor: C. Demme (13.03.2015)

Teile diesen Beitrag

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen