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Friedrich-Premiere in Fulda übertraf alle Erwartungen

Das Schlosstheater Fulda war am 19.7.2014 komplett ausverkauft und das zu Recht, denn die Premiere von FRIEDRICH - MYTHOS UND TRAGÖDIE übertraf die Erwartungen des Publikums bei weitem. Kaum dass der letzte Ton verklungen war, gab es Standing Ovations im ganzen Saal und begeisterten Applaus voller Jubelrufe.

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eine Szene aus dem Musical Friedrich - Mythos und Tragödie
Friedrich – Mythos und Tragödie © Michael Eloy Werthmüller

Friedrich-Premiere begeistert das Publikum

Am 19.7.2014 hob sich in Fulda zum ersten Mal der Vorhang für das Musical FRIEDRICH – MYTHOS UND TRAGÖDIE. Das Theater war komplett ausverkauft und so versammelten sich 680 Zuschauer in dem Theater, wobei auch einige Prominenz, wie zum Beispiel der Oberbürgermeister von Fulda – Gerhard Möller -, der schon seit 2004 die Produktionen von spotlight Musical in Fulda unterstützt, zugegen war.

Vom Philosoph zum Kriegsherr

Der alte Friedrich mit Hans Hermann von Katte

© Michael Eloy Werthmüller

Bevor der Vorhang das grandiose Stück freigab, hielt der Produzent Peter Scholz eine Dankesrede für all die Unterstützer und freute sich auch, dass zu dieser Premiere ein ganzer Fan-Bus von Berlin nach Fulda gekommen war. So hatten sich 38 Fans auf den langen Weg gemacht, um der Premiere beizuwohnen. Auch der Oberbürgermeister hielt eine kurze Rede, bevor das Stück mit einer Erinnerung von Friedrich dem Großen begann, der an das, sein Leben verändernde, Ereignis seiner Jugend dachte: die Hinrichtung seines besten Freundes Hans Hermann von Katte, die er ansehen musste. Diese verfolgt ihn all die Jahre und der Geist eben jenen Freundes, führt im Zwiegespräch mit dem alten Friedrich durch das Stück.
Der erste Akt zeigt die Jugend des jungen Friedrich, der unter der Tyrannei seines Vaters leidet, welcher ihn zu einem Soldatenkönig erziehen will, wogegen sich Friedrich wehrt, während der zweite Akt die Wandlung von Friedrich vom Philosophen zum Kriegshelden und Militärkönig zeigt. Das ganze findet sein Finale mit dem Lied „Ebenbild“, in welchem dem alten Friedrich klar wird, dass er zu seinem verhassten Vater geworden ist.

Eine unvergessliche Show

Friedrich, Hans Herman von Katte, Wilhelmine und der Vater

© Michael Eloy Werthmüller

Die Premiere war ein voller Erfolg für das Schlosstheater. Nach jedem Lied erfüllte ein tosender Applaus den Saal und bei manchen Liedern hielt es die Zuschauer nur schwer auf den Sitzen. Vor allem die Lieder „Sanssouci“, das sanft und sehnsuchtsvoll von Tobias Bieri gesungen wurde, „Sterbekittel“, ein Lied, in dem Tobias Bieri als junger Friedrich eine ganz andere, enthusiastische Seite offenbart und zu guter Letzt „Ebenbild“, das von Chris Murray als alter Friedrich facettenreich auf die Bühne gebracht wird – von Wut bis zur Verzweiflung und Resignation reichen die Emotionen, mit denen Friedrich seine Veränderung erkennen lässt. Das Bühnenbild war schlicht, wobei das Hauptelement eine sechs Meter große Uniform war, deren Arme allein von je 4 Männern über Seile bewegt wurden. Auch eine Leinwand wurde oft genutzt, während eine mehrteilige Treppe das Hauptutensil des Stückes war. Doch gerade das spartanische Bühnenbild präsentierte das prunklose Leben, mit dem Friedrich aufwuchs und sich umgab, wobei es auch eine größere Konzentration auf das Stück ermöglichte.

Grandiose Besetzung

Friedrich als neuer Herrscher

© Michael Eloy Werthmüller

Die Cast war durchweg grandios. So bezauberte Tobias Bieri als junger Friedrich mal mit sanfter Stimme das Publikum und ein andermal fesselte er es mit einer dynamischen, rebellischen Art. Die Schwester Wilhelmine wurde von Sabrina Weckerlin mit klarer Stimme präsentiert, die von jugendlicher Naivität bis zur Ernsthaftigkeit alles überzeugend darstellte, wobei sie die Wilhelmine insgesamt ernster präsentierte, als ihre Vorgängerin Elisabeth Hübert 2012 in Potsdam. Maximilian Mann überzeugte mit schnellem Wechsel zwischen dem jungen Hans Hermann von Katte, der Friedrich und seine Schwester begleitet und der Erinnerung, die ernst und doch eindringlich Friedrich klar macht, wie sehr er sich verändert hatte. Dabei überzeugte er vor allem im Finale, aber auch schon zuvor im Duett mit Sabrina Weckerlin – dessen Melodie dieses Jahr eine komplett andere, ruhigere war, als 2012 in Potsdam – mit seiner sanften und harmonischen Stimme.

Den strengen Vater Wilhelm, der seinen Sohn als Schande sieht und verachtet, präsentiert Claus Dam so identisch, dass man hin- und hergerissen ist zwischen der Begeisterung wegen der grandiosen Leistung und der Antipathie gegenüber des Vaters, den er verkörpert. Dabei fiel auf, dass diese Rolle in der Gesamtheit stimmlich tiefer gesungen wurde, was aber keineswegs störte. Einen sehr auflockernden Part als Voltaire präsentiert Leon van Leuuwenberg, der mit dem Lied „Bienvenue in Sanssouci“ sich schnell zum Publikumsliebling hoch arbeitete, was sich in einem begeisterten Applaus widerspiegelte. Auch Chris Murray als alter Friedrich versetzte die Zuschauer in helle Begeisterung. Hat er im ersten Akt zu Beginn nur ein Lied und wirkt als alter Friedrich nur als Kommentator, schöpft er sein Potential am Ende des zweiten Aktes voll aus. Er machte die Wandlung sehr deutlich, die zwischen dem jungen und den alten Friedrich stattfand und sei es die Strenge, die er seiner Schwester gegenüber anschlägt, die Gier nach Ruhm oder die Verzweiflung am Ende; er fesselte das Publikum mit seiner voluminösen Stimme. Nicht zu vergessen ist das Ensemble, das laut, klar und deutlich das Volk, die Soldaten und den Adel auf der Bühne verkörperte.

Sofortige Standing Ovations

Voltaire mit den Bewohnern Sanssoucis

© Michael Eloy Werthmüller

Kaum war der letzte Ton des zweiten Aktes verklungen, sprangen die Zuschauer auf und überschütteten die Darsteller mit tosenden Applaus und klatschten begeistert im Takt der Musik, die die Verbeugung begleitete. Es war eine durch und durch gelungene Show, sieht man von kurzen Mikrofon-Aussetzern ab. Der Abend klang schließlich mit einer Premierenfeier aus, die bis in die Nacht ging und in der die gelungene Show gefeiert wurde, wobei die Hauptpersonen natürlich die Darsteller waren.
Das Stück ist sehr empfehlenswert und noch bis zum 3.8.2014 in Fulda zu sehen und vom 21. – 24.8.2014 auch in Hameln.

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Kategorie: Allgemein

Autor: A. Polifka (23.07.2014)

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