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FRAU LUNA – glitzernd, schillernd, spritzig und witzig

Am 7. November steht in Berlin ein Jubiläum an. Es jährt sich der 150. Geburtstag von Paul Lincke. Der Berliner Komponist und Kapellmeister war einer der beliebtesten Künstler seiner Zeit. Sein weltweit bekanntestes Lied "Berliner Luft" wurde Stadt-Hymne und ist jedem Berliner und Berlinbesucher zu einem Ohrwurm geworden. Seine wohl bekannteste Operette FRAU LUNA mit Texten von Heinz Bolten-Baeckers feierte am 27. Oktober in der Neuinszenierung von Bernd Mottl Premiere im TIPI AM KANZLERAMT. Musical1 war für Euch auf dieser speziellen Reise zum Mond dabei.

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Frau Luna
FRAU LUNA, Premiere am 27. Oktober 2016 im TIPI am Kanzleramt ©Barbara Braun

FRAU LUNA Premiere zum 150. Jubiläum mit glanzvollem Auftakt

Start für unseren Ausflug zur Frau im Mond FRAU LUNA war das beliebte und bekannte TIPI am Kanzleramt. In gewohnt gemütlicher Atmosphäre nahmen wir Platz und wurden Zeuge eines Berlin Spektakels.

Reines, frisches und kurzweiliges Vergnügen ohne Klamauk

So viel sei vorweg genommen; es war das reine Vergnügen!

Auch wer bisher noch nicht mit Spreewasser „ jeimpft is“, wird sich hinterher genau so fühlen. Das Stück aus der Feder des Berliner Operetten-Königs Paul Lincke kam unglaublich frisch und kurzweilig daher. Wie zu vernehmen war, hat es auch der Großnichte des Komponisten gefallen; Margot Lincke gehörte zu den Ehrengästen des Abends.

Die Castliste liest sich wie das who-is-who der Berliner Kleinkunstszene und hat uns schon im Vorfeld sehr neugierig gemacht. Das Programmheft, in hellgrau und silber gestaltet, weiß zu gefallen in Aufmachung und Inhalt, und ist mit einem Preis 5,00 € gerechtfertigt und mehr als günstig bezahlt.

In eben jeder Farbgestaltung erscheint uns auch die Eröffnungsszene. Weiss, Grautöne aller Schattierungen bleiben dem Stück auch durchgängig erhalten, und gipfeln in einer Woge aus viel Silberglitzer und Weiss, die förmlich bis ins Publikum schwappt.

Bleiben wir aber zunächst in der Reihenfolge der Handlung auf der Bühne.

Geschwister Pfister und weitere Stars der Berliner Kleinkunstszene agieren mit unglaublicher Spielfreude und Professionalität

Ein wundersamer Stratosphären-Expressballon soll zum Himmel und gen Mond entschweben, mit an Bord der Erfinder Fritz Steppke (Benedikt Eichhorn), ein waschechter Berliner, zusammen mit seinen Freunden Lämmermeier (Thomas Pigor) und Pannecke (Max Gertsch). Natürlich gibt es auch Zweifel an diesem Unterfangen, Steppkes Freundin Marie (Sharon Brauner) sowie deren Tante, Steppkes Vermieterin Frau Pusebach (Christoph Marti), versuchen den Abflug zu verhindern. Bekanntermaßen kommt es schlussendlich sowohl zur Fahrt als auch zu Landung auf dem Mond. Nach einem nicht sehr freundlichem Empfang auf dem Mond durch Haushofmeister Theophil (Tobias Bonn) und Fräulein Groom (Ades Zabel) entsteht ein herrlich komisches Durcheinander der Herzen und Gefühle.

Es ist fröhlich, lustig, etwas überdreht, und die Darsteller schaffen es auf eine brilliante Art und Weise, das Stück NIEMALS in Klamauk abdriften zu lassen. Dies hat uns sehr, sehr beeindruckt!

Der Mann im Mond ist eine Frau

Die Überraschung ist perfekt, als unsere Mondreisenden erkennen, dass der Mann im Mond eine Frau ist – eben jene FRAU LUNA (Andreja Schneider).

Frau Luna

©Barbara Braun

Überragend Prinz Sternschnuppe (Gustav Peter Wöhler) sowie Stella, Frau Lunas Zofe (Anna Mateur). Unterstützend greifen auch noch Venus (Cora Frost) und Mars (Gert Thumser) szenenweise ins Geschehen mit ein.

Alle Akteure sind mit einer unglaublichen Spielfreude bei der Sache. Es wird nahezu leidenschaftlich gesungen, gehüpft und gesprungen sowie getanzt – und das immerhin gute zwei Stunden! Hochachtung!! Das gesamte Zelt ist mehrfach Spielfläche. Die Gänge sind frei zu halten, hier flitzen schon mal die Schauspielerinnen und Schauspieler durch. Großartig! Das Publikum liebt diese Aktionen und sie werden immer mit Extra-Applaus belohnt.

Perfektion bei den Mondelfen

Ein ganz wunderbares Mondelfenballet überzeugt mit einer spritzigen Choreographie und feiner Synchronität. Bei den neun Damen ist kein Fehltritt aufgefallen und das ist wahrhaftig bewunderswert, denn erstens ist die Bühne im Tipi nicht sehr groß, zudem kommt hinzu, dass auf dem Mond unglaublich viel los ist 😉 fast schon Gedränge herrschte. Erst Recht, nachdem Prinz Sternschnuppe mit seinem Milchstraßenkreuzer auch noch Marie, Steppkes Freundin, auf den Mond geholt hatte.

Ja und wie sich das gehört, lassen sich alle Irrungen und Wirrungen auflösen, Herz findet zu Herz, und die Berliner wieder zurück an die Spree. Nun… sie wollten doch nur ma kieken wat da oben so los is… und im Übrigen… ist es nicht doch zu Hause am Schönsten?

Ohrwürmer garantiert

Wir und alle Besucher können jedenfalls sagen, es ist hier im Tipi am Schönsten, wenn man sich auf dieses Berliner Stück einlässt, den vielen bekannten Songs lauscht und ausgelassen mit einstimmt in die “Berliner Luft“ – mitsingen erwünscht!

Es gibt “12 Mondharmoniker”, sie begleiten das Stück musikalisch in Bestform. Nicht allen Darstellern geht das berlinerische “waschecht” über die Lippen, aber diese ausgewogen dosierte Überdrehtheit und die geniale Besetzung, auch in den Nebenrollen, machen FRAU LUNA zu einem wahrhaft funkelnden und glitzernden Abend.

Um zu kieken wat da oben uff dem Mond so los ist gibt es noch viele Gelegenheiten im TIPI am Kanzleramt. Sicher auch ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für Berliner und seine Fans. Tickets sind nur direkt über das TIPI am Kanzleramt zu erwerben.

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Kategorie: Kritiken,Theater Eigenproduktionen

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Autor: I. Marquardt (29.10.2016)

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