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FLASHDANCE – Tanzfieber in Bad Vilbel

Die Geschichte um Schweißerin Alex(andra) Owens, die von einer klassischen Tanzkarriere träumt, machte "Flashdance" zum Kultfilm der 80er Jahre. Nachdem FLASHDANCE zuletzt in Chemnitz und Amstetten zu sehen war, zeigen nun auch die Bad Vilbeler Burgfestspiele seit dem 02 .Juli das Musical in der historischen Wasserburg. Musical1 war vor Ort gewesen und hat einen kleinen Bericht mitgebracht.

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FLASHDANCE-Szene mit Julia Waldmayer
FLASHDANCE-Szene mit Julia Waldmayer © Eugen Sommer

FLASHDANCE bei den Bad Vilbeler Burgfestspiele

“What a feeling“ und “Maniac” aus FLASHDANCE sind die bekanntesten Songs aus dem gleichnamigen Musik – und Tanzfilm, der in den 80ern Kultstatus erreicherte.

Schon damals erinnerte “Flashdance” nach dem Buch von Tom Hedley & Joe Esterhaz  mehr an einen anderthalbstündigen Werbefilm als einen Film mit ernstzunehmender Handlung. In Erinnerung geblieben ist die Schlussszene, in der Alex von den Juroren der Shipley Tanzakademie vortanzen darf. FLASHDANCE – Das Musical ist eine Bühnenadaption des Films, welche im Juli 2008 im Theatre Royal erstmals uraufgeführt wurde. Nachdem das Musical zuletzt in Chemnitz und Amstetten zu sehen war, zeigen nun auch die Bad Vilbeler Burgfestspiele seit dem 02. Juli FLASHDANCE in der historischen Wasserburg.

Das erste Mal unter freiem Himmel

Am 02. Juli 2015 feierte die Inszenierung von Christian H. Voss für die Bad Vilbeler Burgfestspiele auf der Burghofbühne und unter freiem Himmel in der historischen Wasserburg Premiere. Ein außergewöhnliches Ambiente bietet die alte Wasserburg in Bad Vilbel, in der seit 1987 jährlich von Anfang Mai bis Anfang September verschiedene Veranstaltungen aufführt werden.

Bei FLASDANCE wird man in eine längst vergangende Zeit zurückversetzt, in der quietschbunte Klamotten mit Schulterpolstern und knallige Stulpen noch im Trend waren. Disco-Rhythmen und 19 großartige Darsteller machen den Abend zu einem mitreißenden Musicalerlebnis.

Burghofbühne

Die Vorstellung am 22.07.2015 war bis auf (wenige) Plätze ausverkauft. Die Burghofbühne wurde auf zwei Ebenen unterteilt. Auf der unteren Ebene befinden sich drei schiebbare Wellblechwände, die als Hintergrund dienten. Auf der linken Seite ist die Gardrobe aus “Harrys Club” zu sehen, welche aus einen mittelgroßen (nicht echten) Spiegel und drei dazugehörigen schwarzen Stühlen besteht. Auf der rechten Seite ist eine kleine Theke mit drei roten Barstuhlen. Die obere Ebene ist kleiner und mit einer Ballettstange ausgestattet.

Insgesamt bietet die Bühne mit ihren beiden Ebenen, den Seiteneingängen links und rechts sowie einer Treppe, die nach oben führt, ausreichend Spielraum für die Darsteller. Teilweise wusste man nicht, wo man zuerst hinschauen sollte: Schaute man eben noch auf die untere Ebene der Bühne, so tauchte kurz nach der Szene ein anderer Darsteller an einer anderen Stelle wieder auf. Das Bühnenbild ist zwar schlicht gehalten, aber dennoch passend.

Leben heißt Tanzen

FLASHDANCE Ensemble 2015

© Eugen Sommer

Die Handlung basiert auf dem Film von Paramount Pictures aus dem Jahr 1983. Erzählt wird die Geschichte der 18-jährigen Alexandra “Alex” Owens, die von einer klassischen Tanzkarriere träumt. Tagesüber arbeitet sie als Schweißerin im Hurley-Stahlwerk und nachts als Tänzerin in “Harrys” Club.

Zusammen mit ihren Freundinnen Gloria, Kiki und Tess träumt sie von einer Karriere als Tänzerin. Alex, die mit sich selbst sehr kritisch ist, besitzt jedoch das größere Talent. Da sie nicht so recht an ihr Talent glaubt, ermutigen sie ihre Freunde, an ihrem Traum festzuhalten. Gloria ist es, die Alex dazu drängt, sich an der “Shipley-Akademie” zu bewerben.

Im Stahlwerk, wo Alex als Schweißerin arbeitet, stehen Entlassungen an. Sie trifft auf den jungen und gutausehenden Nick Hurley, den Enkel des Chefs. Schon seit der ersten Begegung hat sich Nick in Alex verliebt und versuchte fortan, ihr näher zu kommen. Anfangs blockt Alex seine Annährungsversuche noch ab. Im Laufe der Geschichte muss Nick Hurley Entscheidungen treffen – und ihm gelingt es auch, Alex’ Herz für sich zu gewinnen. Mit der Hilfe von Nick bekommt Alex einen Auditionstermin an der Shipley Tanzakademie. Beim Vortanzen zu “What a Feeling” zu ihrer eigenen Choreographie passiert ihr eine kleine Panne. Doch sie bekommt eine neue Chance – und diesmal kann Alex die Juroren von sich überzeugen und wird aufgenommen.

Eine gutausgewählte Cast

Die Cast ist ideal besetzt: 19 großartige Darsteller, die gesanglich und schauspielerisch sowie mit eingängigen Tanz-Choreografien (Till Nau) für Begeisterung sorgen.

FLASHDANCE-Szene in Harrys Club

© Eugen Sommer

Die Hauptdarsteller Tim Al-Windawe (Nick Hurley) und Julia Waldmayer (Alex Owen) waren in ihren Rollen top.
Des Öfteren sorgte Tim Al-Windawe als Nick für einige Lacher im Publikum. Auch Nadine Aßman (Kiki) mit gekreppten Haaren überzeugte mit Komik und einzigartiger Stimme.

Für weitere Lacher sorgten auch Marcel Kaiser als erfolgloser Komiker “Jimmy”, Barbara Goodman als etwas durchgeknallte Tanzlehrerin “Hannah” oder auch Janice Rudelsberger, die Alex’s Freundin “Gloria” darstellte.

Beneidenswert: die außerordentliche Kondition von Julia Waldmayer, die sich mit dunkler Lockenperücke und wechselnden Outfits mühelos durch die zweieinhalbstündige Show sang und tantze.

Alle Darsteller waren in ihren Rollen großartig und mit großer Spielfreude dabei.

Unvergessene Momente

Zwei gut ansehliche Darsteller mit trainierten Oberkörpern und in goldfarbenden Höschen ließen den Puls der weiblichen Zuschauer für einige Minuten höher schlagen.

Bei “Maniac” und “I love Rock’n Roll” wurde kräftig mitgeklatscht. Aber auch die andere Hits aus dem Film “Flasdance”, wie “Gloria”, waren in der Show zu hören, einige in deutscher Verfassung.

Besonders bei der finalen Tanzszene zu “What a Feeling” beeindruckte Julia Waldmayer mit tänzerischer Darbietung. Während Alex vor den Juroren vortanzte,  standen die drei Freundinnen auf der rechten Mauerseite und sangen “What a feeling”, der erst von Nadine Aßmann (Kiki) allein gesungen wurde.

Das Publikum am Abend war von der Show sichtlich begeistert und dankte es den Darstellern mit minutenlangem Applaus und Standing Ovations.

FLASHDANCE noch bis Anfang September erleben

Noch bis zum 06. September 2015 wird FLASHDANCE bei den Bad Vilbeler Burgfestspiele in der alten Wasserburg aufgeführt. Das Musical unter der Regie von Christian H. Voss ist absolut sehenswert!

Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Autor: N. Hofmann (28.07.2015)

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