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FAN Kult – Fluch oder Segen für die EWIGKEIT

Anlässlich der wieder einmal aufgelebten Fan-Diskussion in Bezug auf die First Cast-Besetzung des Grafen von Krolock im Musical TANZ DER VAMPIRE ab 26. Januar 2017 in Stuttgart, fragen wir uns: Was ist ein Fan und was macht einen guten Fan aus?"

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Fanauflauf Derniere Tanz der Vampire Berlin ©express/stage.entertainment

Was ist ein Fan? Woher kommt der Begriff?

Der Begriff FAN leitet sich vom Begriff Fanatiker ab, welcher allerdings als negativ behafteter Begriff deklariert ist. Im Duden finden wir dazu: begeisterter Anhänger, begeisterte Anhängerin von jemandem, von etwas.

Dabei ist dann aber auch in positiven und negativen Fan-Kult zu unterscheiden.

Positiv ist es sicher, wenn man von seinem Idol träumt. Wenn Fan zu sein den Anreiz gibt, eigene Eigenschaften weiter auszubauen, also z.B. Gesangs- und/oder Schauspielunterricht zu nehmen, um vielleicht so singen oder schauspielern zu können wie der oder die Auserwählte. Eine Fremdsprache zu erlernen um mit dem Idol kommunizieren zu können. Seine eigene Kreativität auszuleben, um Geschenke und Präsente selbst zu gestalten, die abgestimmt sind auf die Rolle oder die Vorlieben des Bevorzugten.

Dies alles fördert die Wahrnehmung, die Umgangsformen, eigene Ziele und das Ausleben von Wünschen. Das ist positiv, sinnvoll und eine wunderbare Form des Fan-Seins.

Bedenklich und negativ ist allerdings die andere Seite des Fan-Seins: Eingriff in die Persönlichkeit des Idols oder gar Stalking. Überschreiten von Grenzen. Persönlichkeitsrechte nicht wahrzunehmen und Privatsphäre des Menschen nicht zu respektieren. Andere Fans nicht zu respektieren. Dies ist als bedenklich einzuschätzen.

Fan-Sein hat seine Grenzen

Nichts bewegt die Gemüter von Fans im Musicalbereich zurzeit so wie die Besetzung der Rolle des Grafen von Krolock im Kult-Musical TANZ DER VAMPIRE. Dort wird Fan-Kultur in großer Form betrieben.

Was beinhaltet Fan-Kultur?

Das gemeinsame Verehren und Schwärmen für einen bestimmten Darsteller. Das gemeinsame Erleben, der Austausch von Gemeinsamkeiten und Vorlieben. Treffen und Freizeitgestaltung mit Gleichgesinnten. Der Ausbau von eigenen Soft-Skills.

Da werden gemeinsame Reisen zu den Musicalshows geplant, Urlaub wird miteinander abgestimmt. Manch einer aktiviert fast vergessene Ressourcen wie Malen, Singen, Nähen und begeistert sogar andere mit seiner Kreativität. Da werden Musicalsongs zu Abschiedsliedern für Dernieren umgeschrieben. Es wird ein fast unerschöpfliches Potential an Kreativität und Motivation freigesetzt. Das ist ein wunderbarer, positiver und höchst bemerkenswerter Aspekt der ausgelebten Fan-Kultur.

Aber natürlich schießen bei soviel Enthusiasmus schon manchmal die Emotionen bei dem einen oder anderen über das eigentlich Ziel hinaus. Wenn etwa der vermeintlich “einzige”, “angebetete” und natürlich einzig “befähigte” Darsteller bei der nächsten Veranstaltung oder Spielzeit nicht auf der Bühne stehen wird.

Bei allem Verständnis dafür, müssen aber der normale gesellschaftliche Umgang und die Persönlichkeitsrechte eines jeden einzelnen gewahrt und geachtet werden, egal ob Darsteller oder Fan einer anderen Person.

Man sollte dabei beachten, dass ein unangemessenes Verteidigen seines eigenen Fan-Seins und Intoleranz gegenüber anderen Fans und deren Idolen für niemandem hilfreich ist.

Sicher wird der Fan des einen eine ganz eigene Wahrnehmung von seinem Idol haben als der Fan eines anderen. Dies ist dann aber auch zu respektieren.

Ungebrochener Fan-Kult bei TANZ DER VAMPIRE

Kein anderes Musical polarisiert so bei der Besetzung einiger Rollen wie Roman Polanskis TANZ DER VAMPIRE. Worin besteht die Gier nach dem “einen” Grafen?

Die doch meist weiblichen Fans identifizieren sich mit der jungen Sarah – Egal in welcher Altersgruppe sie sich selber befinden. Manch ein weiblicher Fan versteht die jugendliche Naivität, manch anderer ist bestrebt dem Herrn Grafen mal zu zeigen, wie das mit dem Beißen wirklich geht. Aufgrund dessen haben sich viele “geheime und geschlossene Gruppen” in den Social Networks gefunden. Dort werden Gemeinsamkeiten und Besonderheiten teilweise bis ins kleinste Detail ausdiskutiert. Das ist okay, da es nicht wirklich öffentlich ist und die verschworene Gemeinschaft der Fans stärkt.

Wenn aber diese Fan-Gemeinschaften zum gemeinsamen Angriff auf nicht favorisierte Besetzungen losgehen, ist dies ein “NO GO”. Man kann sicher zum Ausdruck bringen, dass man traurig und enttäuscht über einige Entscheidungen ist, aber es dürfen keine persönlichen Anfeindungen oder Wertungen gegenüber einzelner Personen vorgenommen werden. Jetzt werden sich einige wieder auf Meinungsfreiheit berufen. Aber auch diese hat ihre Grenzen und zwar dann, wenn jemand persönlich und nach Möglichkeit noch mit Namen angegriffen wird. Dies bezieht sich nicht nur auf Anfeindungen und Kommentare zu einzelnen Darstellern, sondern auch auf die Fans untereinander. Da werden Kompetenzen abgesprochen und teilweise sogar in recht beleidigender Form Personen gemaßregelt.

Fan-Kult ist etwas Wunderbares

Die Fan-Gemeinde von TANZ DER VAMPIRE ist wohl eine der größten und phantastischsten in der Musicallandschaft überhaupt. Das ehrt dieses Musical und alle seine Darsteller. Es sollte aber ein Ziel dieser Gemeinschaft werden, auch die toleranteste und fairste Fan-Gemeinde zu sein. Sicher würde das dem Musical und deren Fans mehr Respekt, Verständnis und Ansehen bringen.

Man sollte die positiven Aspekte des FAN-SEINS in den Fokus rücken.

Gemeinsam Spaß haben, Träume ausleben, der Stimme folgen, die einen ruft, neue Leute kennenlernen (auch neue Darsteller), sich austauschen, gemeinsam feiern, neue und alte Talente bei sich selber entdecken. Einfach “Just for fun”.

Fan zu sein ist ein wunderschönes Hobby, aber bitte nicht mit dem Kopf durch die Wand

Auch der von der einen Fan-Gruppe nicht favorisierte Darsteller hat seine Fans. Und die reagieren genauso, wie alle anderen Fans, wenn “ihr” Idol angefeindet wird. Also eine Spirale ohne Ende bis in die EWIGKEIT.

Aber für eingefleischte gierige Vampirfans sollte die EWIGKEIT  für etwas anderes reserviert bleiben: für eine EWIG dauernde Liebe zu einem der schönsten Musicals der Welt und für ein musikalisches Meisterwerk mit ganz vielen Facetten. Somit wird auch diese Liebe nie enden, hoffentlich noch ganz viele weitere Fans “infizieren” und dieses Musical noch lange auf dem Spielplan deutscher Bühnen präsent sein lassen.

Also in diesem Sinne: “SEID BEREIT” für alles was noch in der “EWIGKEIT” wartet. Auch für Toleranz, Respekt und fairen Umgang miteinander.

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Kategorie: Allgemein,Tanz der Vampire

Tags:

Autor: I. Marquardt (10.01.2017)

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