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Espen Nowacki Interview – Musical1 Podcast 3

Dem deutschen Publikum wurde der Norweger Espen Nowacki vor allem durch das Musical TANZ DER VAMPIRE bekannt. Als Produzent bringt er die Show MUSICAL MOMENTS auf die Bühne und realisiert Kinder-Musicals. Im Podcast berichtet er, wie er zum Musical kam und verrät, worauf er als Produzent so alles achten muss.

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Espen Nowacki
Espen Nowacki © Blickfang Fotografie - Susanne Lang

Espen Nowacki arbeitete zehn Jahre lang als Musical-Darsteller in England, bevor er für den TANZ DER VAMPIRE nach Stuttgart zog. Dort bliebt er zwei Jahre. Heute lebt er mit Frau und Sohn im Allgäu und steht nicht nur auf der Bühne, sondern produziert auch selbst. Seine Show MUSICAL MOMENTS geht ab dem 25. September 2014 auf Tour, sein Kindermusical CAPTAIN SILBERZAHN läuft erfolgreich im Allgäu. Am 31. August feiert zudem sein zweites Kindermusical Premiere, RITTER ROLAND UND PRINZESSIN WILLNICHT.

Das Interview als Abschrift

Für unseren zweiten August-Podcast freuen wir uns, Musical-Darsteller und Musical-Produzent Espen Nowacki begrüßen zu dürfen. Espen, ich würde mich freuen, wenn du dich jetzt erst einmal für unsere Hörer, unsere Leser und auch für mich einmal vorstellst. Erzähl uns ein wenig über deine Herkunft und wie es dazu kam, dass du deiner Heimat den Rücken gekehrt hast, um hier nach Deutschland zu kommen.

Ich komme ursprünglich aus Norwegen und habe dort während meiner Schulzeit immer wieder Theater und Schulrevues usw. gespielt, was mir wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Dann habe ich ein Jahr eine Art Volkshochschule in Norwegen besucht; es ist so, dass du dort wohnst und lebst. Dort habe ich Musik, Theater und Gesang studiert. Danach habe ich ein Jahr Militärausbildung gemacht, denn es gab halt Wehrdienst in Norwegen. Eigentlich wollte ich danach Ingenieur werden, habe aber auch ein paar Bewerbungen an unterschiedliche Theater und Musical-Schulen abgeschickt. Eine davon war die Guildford School of Acting in England. Da habe ich auch eine Einladung bekommen zum Vorsingen. Dort bin ich auch hingefahren und habe dann ein paar Wochen später einen Brief bekommen, ich hätte einen Platz bekommen. So bin ich nach England, dort war ich zehn Jahre. Dort habe ich in London für TANZ DER VAMPIRE vorgesungen. Und nach einem Umweg haben sie mich dann irgendwann an einem Freitagabend angerufen und gefragt, ob ich Interesse hätte, nach Stuttgart zu kommen für den TANZ DER VAMPIRE. Der Job würde am Montag anfangen. Ich habe nach drei Stunden Bedenkzeit ja gesagt – und seitdem bin ich in Deutschland.

Norwegen, das Land der Fjorde und Trolle. Hast du es jemals irgendwann bereut, dem Land den Rücken gekehrt zu haben? Oder sitzt du abends auf deinem Balkon und sagst: „Espen, deine Entscheidung, nach Deutschland zu gehen, war vollkommen die richtige?“

Ich glaube, es gibt sicherlich einige Tage, wo man denkt: Ach, Norwegen wäre schon schön. Aber es gibt auch ein paar Tage wo man denkt: Ach, es ist wunderbar hier wo ich bin und alles ist gut. Norwegen ist schon ein schönes Land; ich vermisse auch sehr oft meine Freunde und Familie und den Umkreis, den ich da habe. Aber gleichzeitig weiß ich, für den Beruf, den ich jetzt habe – also 1. Musical-Darsteller und 2. eine Produktion zu produzieren – ist es besser hier in Deutschland. Hier gibt es einen viel größeren Markt. Und in dem Sinne freue ich mich, hier zu sein. Ich habe hier Frau und Kind und freue mich auch, mit denen hier zu sein. Deutschland ist schon ein ganz guter Ort, um zu leben, muss ich sagen. Es ist viel besser als England. Die zehn Jahre in England habe ich mich nicht immer so wohl gefühlt. Da fühle ich mich viel besser in Deutschland.

Über die Institutionen deiner Ausbildung hast du ja gerade schon kurz mit uns gesprochen. War es eigentlich immer schon dein Wunsch gewesen, Musical-Darsteller zu werden? Oder hattest du eigentlich andere Pläne?

Nein, es war und ist immer noch nicht mein Wunsch, Musical-Darsteller zu werden. Erstens muss ich auch sagen, in Norwegen gab es den Beruf Musical-Darsteller in dieser Form nicht, als ich Teenager war. Es gab Schauspieler, die singen und tanzen konnten, und die haben dann an den großen Bühnen die Musicals mitgespielt. Meine Ursprungsidee war, Ingenieur zu werden. Ich habe mich auch an mehreren technischen Hochschulen beworben. Aber dieses Schauspiel und Comedy und auf der Bühne stehen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Deswegen habe ich auch parallel diese Sache ein wenig verfolgt. Musical-Darsteller ist jetzt auch immer noch nicht mein Traumberuf. Mir liegt viel mehr daran, auf der Bühne zu stehen und zu entertainen, also Comedy, die Menschen zum Lachen zu bringen. Wenn man da auch ein bisschen Singen kann und ein bisschen Schauspielern kann, hilft es dabei sehr gut.

Lieber Espen, im Laufe der Karriere hast du ja auch schon in einigen namhaften Produktionen mitgewirkt. Verrate uns doch bitte, welche dies waren und welche Rolle du jeweils gespielt hast.

Ich denke, der namhafteste für das deutsche Publikum ist wahrscheinlich TANZ DER VAMPIRE, wo ich in Stuttgart zwei Jahre dabei war. Da habe ich mehrere Rollen gespielt, u.a. den Herbert. Dann habe ich hier im Allgäu im LUDWIG Musical zwei Jahre mitgespielt. Ich habe in Ettlingen zwei Jahre die Hauptrolle gespielt: Das war einmal der Anatoly, der russische Schachspieler in CHESS, und einmal die Titelrolle bei SCARLET PIMPERNEL in Ettlingen. Weiter habe ich viele Musicals gespielt wie WEST SIDE STORY, JESUS CHRIST SUPERSTAR, GODSPELL und STARLIGHT EXPRESS. Ich bin oft bei diesen Großproduktionen die Swing-Rolle, also der Springer, weil ich denke, von Natur aus bin ich ein flexibler Mensch und passe sehr gut in diese Rolle, jeden Tag etwas anderes zu machen.

Irgendwann hast du dann gemerkt, dass es dir nicht mehr reicht, einfach nur Darsteller in einem Musical zu sein, du wolltest was eigenes machen. Da kamst du auf die Idee zu MUSICAL MOMENTS. Teile mir und unseren Zuhörern mit, wie es dazu kam und um was es sich genau bei MUSICAL MOMENTS handelt.

Zuerst hatte ich immer diesen Wunsch, etwas Selbständiges zu machen. Auch während meiner Ausbildung in England wurde mir von den Dozenten immer erzählt, dass ich, wenn ich später im Leben, wenn ich irgendwann einmal meine eigene Theater-Produktionsfirma gründen sollte – ich habe immer organisiert, auch während ich andere Jobs gemacht habe. Bei TANZ DER VAMPIRE habe ich immer gemischte Unterhaltungsabende in der Kantine organisiert usw. Ich habe also immer verschiedene Projekte organisiert. Während der Zeit dann bei LUDWIG haben wir ein Projekt gehabt, das hieß „Swinging Ludwig“, wo wir Lieder aus dem Musical auf verschiedene Musikstile umarrangiert haben, mit einem Comedy-Programm dazu, das unglaublich populär wurde. Wir haben wirklich eine riesengroße Fangemeinde gehabt mit diesem Beiboot von dem großen Musical. Dafür musste ich auch eine Firma gründen, denn es ist langsam auch ein bisschen Geld im Spiel gewesen. Dann haben wir weitere verschiedene Cabaret-Produktionen gemacht in dieser Gruppe.

Zu MUSICAL MOMENTS kam es wirklich durch Zufall: Wir hätten eine Cabaret-Vorstellung haben sollen, hier in Hohenschwangau, namens „Heimatabend“, das war so ein Spaß-Heimatabend. Um 16 Uhr hat mich einer der Darsteller angerufen und gesagt: „Espen, ich bin immer noch in Berlin, ich schaffe es nicht zur Vorstellung.“ Dann habe ich mit der Stephanie Kock, die auch dabei war, telefoniert, und wir haben gesagt, wir kommen trotzdem. Wir nehmen einfach alle Playbacks mit, die wir haben, und wir improvisieren einen Abend. Das haben wir dann auch gemacht. Die Leute, die zuschauen wollten, sind geblieben, und wir haben einfach einen gemischten Musical-Abend gemacht und den ganzen Abend improvisiert. Und viele Leute haben gesagt, das wäre das Beste, was sie jemals gesehen haben. Dadurch sind wir auf die Idee gekommen, zu versuchen, einen Musical-Abend mit ein bisschen Comedy und Improvisation usw. zu schaffen, wo wir halt versuchen, Lieder auf einem künstlerischen Niveau zu präsentieren, aber in einem Rahmen, der ganz entspannt und lustig und persönlich ist. Das haben wir dann auch weiterentwickelt.

Es gibt ja in Deutschland viele Musical-Highlight-Shows, die herumtingeln, einige große, einige kleine, einige gute, einige nicht so gute. Die meisten davon haben eine Sache gemeinsam: Es ist ziemlich steif. Das ist ein Lied nach dem anderen gereiht, vielleicht gibt es auch einen Moderator. Wir versuchen es wirklich auf eine ganz persönliche und unterhaltsame Art zu machen, das Publikum miteinzubeziehen und zu zeigen, dass Musical gute Unterhaltung sein kann und lustig und persönlich und nicht so formell. Also ich weiß, in der älteren Generation in Deutschland gibt es sehr viele Menschen, die haben den Eindruck, dass Musical seriös und ernst sein soll. Also die denken nur an PHANTOM DER OPER, das ist eine ernste Angelegenheit. Aber das ist es ja eigentlich überhaupt nicht, es kam ja aus der Musical Comedy, und das versuchen wir ein bisschen wieder einzubeziehen, dass es eine komödiantische, lustige und persönliche Musical-Abend wird.

Auf das Singen und Schauspielen ganz verzichten möchtest du aber auch auf keinen Fall. So stehst du an den Spieltagen von MUSICAL MOMENTS selber mit auf der Bühne. Los geht es am 25. September in Oberstdorf. Also nur noch wenige Wochen bis zum Start. Was geht dir in den Wochen vor Tourbeginn so alles durch den Kopf?

Erstens: Ich möchte immer noch mitspielen. Und ich spiele bei vielen von unseren Produktionen mit, nicht in allen, aber in vielen. Was geht mir vorher durch den Kopf? Ich muss sagen: Leider sehr viel Organisatorisches. Es ist leider sehr, sehr viel Marketing. Leider – das ist ein notwendiger Teil und es muss gemacht werden und das ist wahnsinnig wichtig. Das ist wichtig, damit man Leute reinkriegt, zum Zuschauen, und damit man das Geld wieder reinkriegt, was man ausgibt. Deswegen sind es wahnsinnig viele organisatorische Sachen: Das alle wissen, wo sie sein sollen, dass jeder weiß, was er zu tun hat. Daher bin ich mit dem, was ich auf der Bühne zu tun habe, leider nicht so beschäftigt. Aber ich versuche auch, ein paar Tage vor der Veranstaltung ein wenig Auszeit zu nehmen und mich selbst auch richtig vorzubereiten. Aber zum Beispiel heute sitze ich den ganzen Tag und versuche dann Anzeigen und Marketingunterlagen zusammenzustellen für die Termine, die wir haben, jetzt später im Herbst, im November und Dezember.

Die Tour geht über ein halbes Jahr durch ganz Deutschland. Zu Gast werdet Ihr in über 40 Städten sein, teilweise tägliche Spielstättenwechsel. Ist dies Stress pur für dich oder gehst du relativ gelassen an die Sache heran? Gibt es Orte, auf die du dich besonders freust?

Ich gehe ziemlich gelassen an die ganze Sache heran, sonst würde ich mich kaputt machen. Man muss ein wenig Gelassenheit haben, auch das Vertrauen, dass es gut wird. Ich versuche mich mit einem Team von Leuten zu umgeben, bei denen ich weiß, auf die kann ich vertrauen. Ich weiß, die Techniker fahren hin und bauen auf und es funktioniert. Ich weiß, dass die Sängerin kommt und sie kann ihre Sachen. Deswegen habe ich da eigentlich ein ganz entspanntes Bauchgefühl vorher. Wenn alles gut organisiert ist, ist es selten, dass das große Chaos ausbricht. Es passiert selbstverständlich, dass irgendwas kaputt geht. Wir hatten mehrere Beispiele, wo die Sängerin aus Berlin oder Hamburg kam und saß dann irgendwo im Zug fest und kam nicht weiter – was machen wir dann? Aber das ist selten und ich gehe eigentlich ganz gelassen mit der Sache um. Muss ich auch, sonst macht man sich echt verrückt.

Besondere Spielstätte ist eine schwierige Frage. Wenn wir auf Tour sind, fahren wir zu der Halle hin, bauen den ganzen Tag auf, machen die Vorstellung, bauen ab und fahren ins Hotel. Wir kriegen wahnsinnig wenig von dem mit, was drumherum passiert. Es gibt selbstverständlich einige Orte, die mir am Herzen liegen. Es gibt auch einige Regionen in Deutschland in denen die Leute aus Zuschauer vielleicht lockerer oder nicht so locker sind. Aber im Großen und Ganzen macht das nicht den großen Unterschied. Dann gibt es auch Häuser, die mir sehr am Herzen liegen oder wo ich mich besonders wohl fühle. Das sind besonders etwas ältere, kleinere Theater, wo man ein Parkett und zwei Ränge hat, und es ist klein und es ist übersichtlich, so eine kleine Wohnzimmer-Atmosphäre. Diese Theater liebe ich am meisten und da freue ich mich immer drauf, zum Beispiel das Stadttheater in Kaufbeuren ist so etwas, das Stadttheater in Neuburg an der Donau ist sowas. Solche Häuser sind besonders toll. Aber an der Stadt selbst – da kriegen wir nichts mit, da kann ich nicht sagen, dass ich mich so wahnsinnig darauf freue.

Hast du für die Tour ein festes Ensemble oder wechselt das? Also kann es sein, dass du am 25.09. mit ganz anderen Leuten auf der Bühne stehst als am 26.09.?

Am 25. und am 26.09. eher weniger, das ist ja ein logistisches Problem. Ich habe eine Stammbelegschaft, sozusagen. Das heiß: Jetzt machen wir den ganzen Winter MUSICAL MOMENTS mit vier Leuten, wir haben ein Stammteam, wir kennen uns auch eigentlich alle seit 2007, 2008, und haben immer wieder solche Sachen miteinander gemacht. Und wir wissen, dass es passt, wir wissen, was der andere kann und nicht kann. Aber erstens ist es sehr gut, manchmal ein paar frische Gesichert hereinzukriegen – für uns und das Publikum und für die ganze Geschichte. Auch haben alle Darsteller auch andere Projekte, die haben auch andere Produktionen, wo sie mitspielen, die haben andere eigene Projekte. Das heißt, sie können nicht immer und wollen auch nicht immer unterwegs sein. Daher haben wir immer wieder auch andere Leute dabei. Und ich versuche es auch immer ein bisschen aufzumischen. Aber es ist selten, dass das von einem Tag zum nächsten ist; das ist dann halt ein, zwei Wochenenden mit diesem Team und dann wechseln ein bis zwei Personen ab. Es kann ja auch was schiefgehen und jemand wird krank. Wir versuchen, uns für alle Gegebenheiten zu rüsten.

Du entwickelst aber nicht nur Musicals für Erwachsene. Mit CAPTAIN SILBERZAHN hast du eine Musical-Produktion für Kinder entwickelt. Nicht nur die Kleinen haben Freude daran, es ist ein Stück für die ganze Familie. Die Kinder werden durch charmante Animationen zum Mitsingen und Mittanzen animiert – sozusagen ein Mitmachmusical. Erzähl uns ein wenig über dieses Musical und wie du auf die Idee gekommen bist.

Auf die Idee kam ich so: Ich bin ja jetzt hier unten im Allgäu wohnhaft. Es sind hier im Jahr Millionen von Touristen. Wirklich unheimliche viele Touristen, auch Familien, viele mit Kindern. Und es gibt kulturell sehr, sehr wenig Angebot. Es gibt Naturpfad und Hochseilgarten und Wandern und sportliche Sachen sehr viel, sehr viele Möglichkeiten; aber was ich unter kulturell verstehe, Theater und solche Sachen, sehr wenig. Deswegen habe ich gedacht, ich mache was. Und ich habe auch längere Zeit Stücke gesucht, oder nach Produktionen gesucht, oder nach irgendwas gesucht, was ich da machen könnte. Habe aber eigentlich nicht so richtig etwas gefunden. Daher habe ich gedacht, okay, ich schreibe selber etwas. Habe dann auch überlegt, irgendetwas mit Piraten zu machen. Ich kenne aus Norwegen und auch von der Ostsee mehrere Piratenproduktionen, die sehr erfolgreich laufen, und es ist ja auch ein Thema, mit denen sich viele auseinandersetzen können. Ich habe mich dann hingesetzt und angefangen zu schreiben – und innerhalb ein paar Monate hatte ich dann ein fertiges Musical. Mit sehr viel Interaktion vom Publikum. In England habe ich mehrere Jahre so Pantos gespielt – man spielt Märchen, aber mit sehr viel Publikumsbeteiligung und Animation. Ich habe mir gedacht, ich versuche, das ein bisschen da mit einzubinden. Das funktioniert wunderbar und wir kriegen unglaublich gute Rückmeldungen. Wir verkaufen CDs, die Leute rennen uns die Bude ein, wenn wir Veranstaltungen haben. Auch von der Süddeutschen Zeitung haben wir eine fantastische Kritik bekommen, dass es endlich professionelles, gutes Kindertheater oder -Musical gibt. Es hat sich wirklich unheimlich gut etabliert.

Jetzt hatten wir dann vor ein paar Wochen die Premiere von meinem zweiten Musical, RITTER ROLAND UND PRINZESSIN WILLNICHT. Da werden wir heute Abend auch eine Veranstaltung haben und die offizielle Premiere für das allgemeine Publikum ist an diesem Sonntag, dem 31. August, in Schloss zu Hopferau.

Dann hoffe ich, dass heute Abend das Wetter mitspielt, denn hier sieht es nicht so toll aus. Wie ist es bei dir so?

Hier ist es auch nicht toll. Aber heute Abend spielen wir drinnen, in einem Theater, in einem riesengroßen Hotel hier unten. Daher müssen die Leute nicht bangen. Sonntag muss es schön werden.

Dann drücken wir auf alle Fälle die Daumen! Wir sind nun bei der letzten Frage angelangt. Bleibt denn neben der ganzen Arbeit auch noch Zeit für Familie und Freunde? Wie verbringst du deine Freizeit und was ist das Wichtigste in deinem Leben?

Ja, es bleibt schon Zeit für Familie und Freunde. Wir haben Zeiten im Jahr, wo ich sehr viel unterwegs bin, also jetzt im Januar und März usw. bin ich sehr viel unterwegs, dann leider nicht so viel. Aber es gibt schon Perioden im Jahr, wo ich nicht so viel unterwegs bin, dann ist schon Zeit für Familie und Freunde. Wobei viele meiner Freunde immer noch in Norwegen sind.

Was ist das Wichtigste oder womit beschäftige ich mich? Ich beschäftige mich leider sehr viel mit dem Arbeiten, es ist ein sehr großer Teil von dem, was ich mache. Ich lebe ja auch teilweise für dieses Geschäft, es ist wirklich eine Passion. Ich finde es sehr spannend, wie das alles funktioniert, und ich finde es unheimlich erfüllend, wenn ich mit meiner eigenen Produktion an einen Ort komme, wo kein uns kennt, und wir verkaufen Hunderte von Karten, die kommen und schauen uns zu und gehen glücklich nach Hause. Das ist echt ein Geschenk. Dafür lebe ich schon leider sehr viel. Aber ich habe auch viel Freizeit, viel Sport, Natur, gehe wandern, kochen, lesen, Spaß haben. Was ist das Wichtigste im Leben? Selbstverständlich mein Sohn und meine Frau sind mir sehr wichtig. Ein Kind zu haben ist ein unglaubliches Geschenk. Aber selbstverständlich ist auch meine Arbeit sehr wichtig und so lange es immer noch so gut geht, macht es auch einen Riesenspaß.

Lieber Espen, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit für dieses Interview genommen hast. Für deine anstehende Tour wünschen wir von Musical1 dir ganz viel Erfolg und Spaß. Liebe Hörer und Leser da draußen, ich verabschiede mich auch jetzt von Euch für die nächsten zwei Wochen, denn für mich geht es ab Montag in die Sonne, denn Deutschland ist ja, was das Wetter anbelangt, schon im Winterschlaf. Den nächsten Podcast wird es dann am 8. September geben. Bis dahin, Euer Christian.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, dass ich dabei sein durfte. Ich wünsche allen einen wunderschönen Herbst. Geht fleißig ins Theater oder ins Musical und unterstützt alle Eure Lieblings-Musicals und Musical-Darsteller. Kommt auch gerne bei MUSICAL MOMENTS vorbei, wir würden uns riesig darüber freuen. Und sonst einfach: Verfolgt Eure Träume und habt ein schönes Leben!

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (28.08.2014)

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