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Erfolgsgeschichte Theater St. Gallen – ARTUS-EXCALIBUR

Das Musical ARTUS-EXCALIBUR von Frank Wildhorn rund um die Artus-Legende wurde vor kurzem im Theater St. Gallen wieder aufgenommen – ein Stück dass auch schon bei den St. Gallener Musicaltagen zu sehen war. Wie auch schon andere Musicals zuvor in St. Gallen, setzt Artus von hier aus zu einem Siegeszug an. Daher haben wir uns den Schweizer Musicalstandort und die aktuelle ARTUS-EXCALIBUR-Inszenierung einmal näher angeschaut.

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Patrick Stanke und Artus-Ensemble © Andreas J. Etter - Theater St. Gallen

Musicalerfolg

Artus und Guinevere

© Andreas J. Etter – Theater St. Gallen

Aktuell ist im Theater St. Gallen die weltberühmt Legende von Artus und den Rittern der Tafelrunde zu sehen. Der Mythos um das Schwert Excalibur, welches von Artus aus dem Stein gezogen wurde und ihn so zum König von England macht, wurde in zahlreichen Büchern und Filmen umgesetzt. Am 13. März 2014 kam es dann zur Weltpremiere des Musicals im Theater St. Gallen. Ganze eineinhalb Jahre später schafft es das Haus am Rande des Zentrums immer noch mit dem Stück den Saal zu füllen und noch weitere Termine sind geplant. Das Haus, der aktuell geschäftsführende Direktor Werner Signer und sein Team haben beim Thema Musical den richtigen Riecher bewiesen und bisher auf die richtigen Geschichten gesetzt.

Liebe zum Handwerk

Die Musicals aus dem Westschweizer Haus zeichnen sich durch eine Liebe zum Handwerk aus. ARTUS-EXCALIBUR beispielsweise besticht vor allem durch die abwechslungsreichen Melodien mit keltischen Einflüssen. Die eingängigen Melodien kennen wir auch schon von DER GRAF VON MONTE CHRISTO. Das Musical feierte in St. Gallen 2009 seine Uraufführung. Mit Frank Wildhorn hat sich das Theater schon zum zweiten Mal auf einen erfolgreichen Musical-Macher verlassen. Auch die Musicaltage 2015 waren dem Komponisten gewidmet. Aus seiner Feder stammen auch DRACULA, JEKYLL & HYDE oder RUDOLF. Letzters wurde bei den VBW entwickelt und war auch in Asien erfolgreich.

Stimmliche Qualitätsoffensive

© Andreas J. Etter - Theater St. Gallen

© Andreas J. Etter – Theater St. Gallen

St. Gallen setzt nicht nur auf bekannte Stoffe, die mit eingängigen Melodien umgesetzt werden. Die Cast von ARTUS-EXCALIBUR

liest sich wie das Klassentreffen der stimmstarken Hauptdarsteller: Thomas Borchert spielt Merlin, der als Erzähler durch die Geschichte führt. Borchert ist stimmlich souverän und versprüht stets eine geheimnisvolle, mystische Atmosphäre. Patrick Stanke verkörpert König Artus und zeigt die Wandlung vom einfachen Mann zum König vor allem gesanglich mit viel Gefühl bzw. Ausdruckskraft. Stets an seiner Seite ist Lancelot sein treuer Gefährte der von Mark Seibert gespielt wird. Er berührt das Publikum vor allem in seiner Ballade „Nur sie allein“ in dem er seine Gefühle für Guinevere offenbart, aber seinen König nicht hintergehen will. Sabrina Weckerlin als rachsüchtige Stiefschwester Morgana ist stimmgewaltig und wechselt in ihren Songs gekonnt zwischen verstoßener Königtochter und machthungriger Hexe. Ihr oberstes Ziel ist Königin zu werden und ihren Halbbruder Artus vom Thron zu stoßen. Lisa Antoni rundet als liebevolle und gutmütige Guinevere mit warmer Stimme die hochkarätige Besetzung ab.

Aktuelle Themen

© Andreas J. Etter - Theater St. Gallen

© Andreas J. Etter – Theater St. Gallen

In St. Gallen werden zwar häufig historische Themen aufgegriffen, aber sie werden modern inszeniert: Beispielsweise sind die Kostüme bei ARTUS (Sue Willmington) der entsprechenden Zeit von damals nachempfunden. Sie wirken realistisch und durch moderne Elemente gleichzeitig nicht zu historisch. Besonders Merlin und Morgana sind als Gesamtfiguren optisch eindrucksvoll umgesetzt. Die Bühne (Peter J. Davison) besteht hauptsächlich aus Holzelementen und Leinwand-Projektionen. Mittelpunkt bildet die „Tafelrunde“, ein großer Holztisch der aus dem Bühnenboden hochgefahren werden kann. Trotz der guten Inszenierung, ist es so sparsam, dass es auch an anderen Orten leicht inszeniert werden kann. Wie der GRAF VON MONTE CHRISTO wird auch ARTUS-EXCALIBUR im kommenden Sommer im deutschen Tecklenburg zu sehen sein.

Bauchschmerzen für St. Gallener Bären

©Theater St.Gallen, Tine Edel

©Theater St.Gallen, Tine Edel

Viele Musical-Theater haben ein tolles Ambiente: Das Münchner Prinzregententheater und das Wiener Ronacher bestechen durch ihre Architektur, in Stuttgart sind die Theaterräume in eine ganze Erlebniswelt eingebunden und in Hamburg sind die Häuser im Vergnügungsviertel zwischen Hafen und Repeerbahn verteilt. Das Theater St. Gallen ist modern gestaltet und wirkt mit den unverputzten Betonwänden auf viele Zuschauer sicher kühl. Der Schweiz drohen zudem einige touristische Nachteile. Zunehmend befürchten Tourismusverbände durch den Franken-Euro-Wechselkurs, dass weniger Touristen in das Land kommen. Kommen weniger Besucher nach St. Gallen, könnte auch dem Theater St. Gallen einige Zuschauer fehlen. Als weiterer Schwachpunkt ist die etwas kraftlose Akustik im Theatersaal zu nennen. Wer die CD-Aufnahme kennt, erwartet etwas mehr Power und mehr Bass bei einigen Songs. Gerade beim Titel „Schwert und Stein“ fehlt die Durchschlagskraft. Ob es an der schlechten Abmischung liegt oder die Akustik im Theater das nicht rüberbringen konnte, war beim Lokalaugenschein nicht einwandfrei auszumachen. Das Orchester spielte jedenfalls tadellos. Dennoch ist anzumerken, dass St. Gallen eine CD veröffentlich hat und so einen wichtigen Beitrag zur Archivierung von Kultur leistet.

Weitere Artus-Show-Termine im Theater St. Gallen:

Samstag 21. November 2015, 19:30 Uhr
Samstag 28. November 2015, 19:30 Uhr
Samstag 05. Dezember 2015, 19:30 Uhr
Samstag 02. Januar 2016, 19:30 Uhr

 

Wer ARTUS-EXCALIBUR noch in der Originalfassung sehen möchte, sollte sich schnell hier Tickets sichern.

ARTUS-EXCALIBUR 2016

Artus Excalibur Logo Staatz

© agentur3.com

Aufgrund des großen Erfolges wird das Wildhorn-Musical ARTHUS im kommenden Jahr gleich auf zwei Freilichtbühnen zu sehen sein. Am 18. Juni 2016 feiert die Artus Legende in Tecklenburg Freilicht-Premiere. Der Vorverkauf startet bereits am 18. November 2015. Die Besetzung ist noch nicht bekannt. Die Österreichpremiere findet in der Felsenbühne Staatz statt. Dort wird Werner Auer Regie führen und die Show wird insgesamt zehn Mal gezeigt. Der Kartenverkauf beginnt Ende November. Wer dann ab 22. Juli 2016 auf der Bühne steht bleibt spannend.

Musicals im Theater St. Gallen

©Theater St.Gallen, Tine Edel

©Theater St.Gallen, Tine Edel

Doch auch neben den Wildhorn-Musicals hat sich das Theater in der Ostschweiz zum nicht mehr ganz so unbekannten Geheimtipp für Musical-Liebhaber gemausert. Das Theater St. Gallen ist eine der Adressen für hochwertige Musicalproduktionen in der Schweiz. Auch international hat sich das Stadttheater schon etabliert. Seit mehr als zehn Jahren begeistert das Haus durch ein Niveau das keinen Vergleich scheuen muss. Diverse Neuproduktionen, europäische und schweizerische Erstaufführungen und sogar schon mehrere Weltpremieren fanden hier statt. Ungefähr 50 Musicalshows werden pro Spielzeit gezeigt und sorgen mit durchschnittlich 45.000 Theaterbesuchern pro Saison für ein volles Haus.

Ein Auszug aus den erfolgreichen Produktionen der vergangenen Jahre:

Neuproduktionen internationaler Erfolge:

  • MISS SAIGON (2002/2003)
  • LES MISÉRABLES (2006/2007)
  • CHICAGO (2011/2012)

Europapremieren:

  • DRACULA (2004/2005)
  • HAIRSPRAY (2007/2008)
  • AVENUE Q (2010/2011)

Schweizer Erstaufführung:

  • REBECCA (2011/2012)

Weltpremieren:

  • DER GRAF VON MONTE CHRISTO (2008/2009)
  • MOSES DIE 10 GEBOTE (2012/2013)
  • ARTUS-EXCALIBUR (2014/2015)

 

Zukunft des Musicals im Theater St. Gallen

© Theater St.Gallen, Anna-Tina Eberhard

© Theater St.Gallen, Anna-Tina Eberhard

Der erfolgreiche Weg mit internationalen Kooperationen und namhaften Solisten soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. 2016 steht schon die nächste Uraufführung ins Haus – das Team bleibt also mutig und experimentierfreudig- DON CAMILLO UND PEPPONE mit der Musik von Dario Farina und den Texten des Librettisten Michael Kunze, der zahlreiche Musicals getextet und übersetzt hat, wird in Co-Produktion mit den Vereinigten Bühnen Wien erfolgen. Dorfpfarrer Don Camillo und Bürgermeister Peppone stehen in einem Dauerstreit: Wem steht es zu die Dorfbevölkerung zu repräsentieren? Der alte Kampf zwischen Politik und Kirche wir hier komödiantisch basierend auf den Kurzgeschichten von Giovannino Guareschi musikalisch erzählt. Ob auch dieser humorvolle Dorfstreit von namhaften Musicalstars geführt wird bleibt spannend. In dieser Spielzeit steht außerdem noch der Musical Klassiker WEST SIDE STORY von Leonard Bernstein auf dem Spielplan des Theaters. St. Gallen ist also eine gute Alternative zu den Musicalhochburgen wie Wien, Hamburg oder Stuttgart.

Termine für DON CAMILLO und PEPPONE in St. Gallen:

Samstag 30. April 2016, 19:30 Uhr
Samstag 07. Mai 2016, 19:30 Uhr
Donnerstag 12. Mai 2016, 19:30 Uhr
Mittwoch 18. Mai 2016, 19:30 Uhr
Freitag 20. Mai 2016, 19:30 Uhr
Samstag 04. Juni 2016, 14:30 Uhr
Samstag 04. Juni 2016, 19:30 Uhr
Sonntag 05. Juni 2016, 14:30 Uhr
Dienstag 07. Juni 2016, 19:30 Uhr
Sonntag 12. Juni 2016, 14:30 Uhr
Sonntag 12. Juni 2016, 19:30 Uhr

Kategorie: Stadttheater

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (10.11.2015)

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