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Erfolgreiche Premiere von SARG NIEMALS NIE

Am 15.9.2015 fand in der Bar jeder Vernunft die erfolgreiche Premiere von SARG NIEMALS NIE statt. Das Stück handelt von einem bankrotten Bestattungsinstitut, dass eine sehr ungewöhnliche Geschäftsidee hat: Die Asche von Toten als Joints zu verkaufen. Schwarzer Humor, gute Musik und eine begnadete Cast machen den Abend unvergesslich.

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Sarg niemals nie
Sarg niemals nie © Sonja Hornung

SARG NIEMALS NIE – Ein Musical zum Totlachen

Am 15.9.2015 feierte das Musical SARG NIEMALS NIE in der Bar jeder Vernunft in Berlin eine glanzvolle Premiere. Ein begeistertes Publikum, tosender Applaus, eine Zugabe und jede Menge gute Laune zeugten von dem Erfolg des Abends.

Aus Asche Asche machen

Dakmar und David bei einer Bestattung

©Sonja Hornung

David Schneider (Patrik Cieslik) erbt das Bestattungsunternehmen seines Vaters, doch es läuft alles andere als gut. Gemeinsam mit der polnischen Haushaltshilfe Dakmar (Yvonne Greitzke), die in David verliebt ist, versucht er das Geschäft vor dem Bankrott zu retten, doch das scheint aussichtslos, denn die Leute gehen lieber zu der Konkurrenz. Plötzlich taucht Davids Bruder Tim (Michael Starkl) auf, der vor Jahren nach Delhi ging, um dort Kamasutra zu studieren, um seinen Erbanteil einzufordern – nur gibt es kein Geld mehr zu erben, nur Schulden. Tim zerstört versehentlich die Urne von Herrn Schmidt. Er versteckt sie Asche in einer anderen Urne, nicht wissend, dass diese das Marihuanaversteck von David und Dakmar ist, die kurz darauf den besten Trip aller Zeiten haben und dies bringt Tim auf eine Idee: Warum nicht noch mit der Asche der Toten Geld verdienen? David ist erst dagegen, doch willigt schließlich ein. Das Geld fließt und alles scheint perfekt, bis plötzlich die Polizei vor der Tür steht…

Stimmlich ein Genuss

Dakmar und David bei dem Lied "Ich will mit dir putzen"

©Sonja Hornung

Auf der Bühne befanden sich nur drei Darsteller – mehr Rollen hat dieses Stück nicht -, doch diese harmonierten stimmlich und sorgten den ganzen Abend für etwas morbide Unterhaltung.
Patrik Cieslik (u.a. STIMMEN IM KOPF, MÄNNER, PETER PAN) spielte den recht verklemmten und etwas neurotisch wirkenden David perfekt. Sein Spiel wirkte durchweg authentisch und seine Stimme war angenehm und sehr wandlungsfähig. Besonders die Szenen, wenn David Dakmar seine Liebe gestehen wollte, waren sehr unterhaltsam gespielt.
Als Dakmar stand Yvonne Greitzke (u.a. STIMMEN IM KOPF, Synchronstimme Anna bei EISKÖNIGIN) auf der Bühne. Sie überzeugte in Ihrer Rolle der Haushälterin, die seit Jahren David verehrt und über ihn am liebsten sofort herfallen will. Sie sang verständlich und mit kräftiger, sicherer Stimme. Mit ihren schon teilweise sehr trockenen Einwürfen sorgte sie immer wieder für Erheiterung.
Als Davids Bruder Tim trat Michael Starkl (z.B. WEST SIDE STORY, LA

Dakmar und Tim

©Sonja Hornung

CAGE AUX FOLLES) auf. Er spielte den – von sich sehr überzeugten und recht egozentrischen – Kamasutrameister und lockeren Bruder perfekt. Er harmonierte stimmlich gut mit den anderen Beiden und war die ideale Besetzung für diese Rolle. Schon vom ersten Moment sorgte er für Lacher.

Schlicht, aber genial

Das Bühnenbild bestand aus ein paar Wohnungswänden, Urnen und natürlich Särgen. Es war relativ Schlicht gehalten, doch da die Wende mehrere Schichten offenbarten, die einen schnellen und einfachen „Umbau“ des Bühnenbildes ermöglichten, mehr als ausreichend.
Auffallend war auch die sehr passende Choreographie, die der Stimmung immer noch den letzten Schliff gab. Licht und Ton funktionierten tadellos.
Die Musik kam von einer kleinen Liveband, bestehend aus Keyboard (Nikolai Orloff), Schlagzeug (Christian Hiltawsky) und Bass (Carsten Schmelzer).

Ein Abend voller (Lach)tränen

Alle Drei bei dem Lied "Kiffen"

©Sonja Hornung

Der Abend war rundum gelungen. Der Titel des Musicals von Dominik
Wagner, Jörn-Felix Alt, Christoph Reuter und Cristin Claas hält, was er verspricht. Mit 14 Songs erheiterten sie das Publikum und gaben dem Tod mal einen ganz anderen, urkomischen Anstrich. Ein Abend voller schwarzem Humor.
Noch bis zum 25.9.2015 wird dieses Stück in der Bar jeder Vernunft sein und diese Chance sollte sich keiner entgehen lassen.

Kategorie: Kritiken

Autor: A. Polifka (21.09.2015)

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