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Eine neue Dancing Queen für Oberhausen

Am 10.12.2014 fand im Stage Metronom Theater in Oberhausen eine Pressekonferenz statt. Es wurde die neue Dancing Queen für die Spielzeit in Oberhausen vorgestellt. Sabine Mayer wird am 14. Februar die letzte Vorstellung in Berlin spielen und somit die Plateauschuhe an Carina Sandhaus weitergeben.

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Carina Sandhaus
Carina Sandhaus © Stefanie Müller

Mamma Mia hat ab dem 5. März eine neue Hauptdarstellerin der Donna

“Wir haben unsere ‘Dancing Queen’ gefunden!” Verkündete Michael Rohde, Senior PR-Manager des Stage Metronom Theaters in Oberhausen, und lud zur Pressenkonferenz ein, um die neue Hauptdarstellerin vorzustellen. Am 10.12.2014 war es dann soweit und die Presse versammelte sich im Metronom Theater.
Die Story von Mamma Mia ist vielen bekannt. Sie erzählt die Geschichte von Donna, die eine Taverne auf einer griechischen Insel gebaut hat. Dort richtet sie ihrer Tochter die Hochzeit aus. Diese kennt ihren Vater nicht, findet jedoch heraus, dass sie drei mögliche Väter hat. Kurzerhand lädt Sophie die drei Männer im Namen ihrer Mutter zu ihrer Hochzeit ein, entschlossen herauszufinden, wer von den Dreien ihr Vater ist. Jedoch fällt Sophie diese Aufgabe schwieriger als gedacht.
Donna erhält Untersützung von ihren damaligen Backround-Sängerinnen, Tanja und Rosie. Als die Männer auf der Insel ankommen, treffen sie auf Donna und das Chaos entfaltet sich.

“In den Songtexten wird die Geschichte weiter getragen.”

Bei der Pressekonferenz waren Produzentin Kerstin Schnitzler und Therterleiter Dirk Börgers answesend und erzählten von der Entstehung der Show, so wie vom Castingprozess. Außerdem wurden ältere Interviews von Björn Ulvaeus, ehemaliges ABBA Mitglied, gezeigt. In diesen spricht er über die Liedtexte und die damit verbundene Arbeit mit Michael Kunze.
Die Geschichte wird von den bekannten Liedern von ABBA getragen. Die Texte sind damals, als Mamma Mia 2002 das erste Mal nach Deutschland kam, ins Deutsche übersetzt worden. Die Menschen waren damals geteilter Meinung, und sind es teilweise noch immer. Kann man die Texte wirklich in die deutsche Sprache übersetzen? Hört sich das wirklich noch gut an? Die Antwort lautet, ja. Das sagen zumindest viele Zuschauer, die das Musical schon gesehen haben. Aber auch Björn Ulvaeus sprach sich damals, trotz anfänglicher Skepsis, für die Überstzung in die deutsche Sprache aus. Michael Kunze und Björn Ulvaeus arbeiteten sehr eng zusammen. Lieder ins Deutsche zu übersetzen, obwohl jeder die englischen Texte kannte und auch verstand, schien merkwürdig. Jedoch sagt er, dass jedes Wort der Liedtexte gebraucht wird, um die Geschichte von Donna und Sophie zu erzählen. Selbst Thomas Kotschalk war damals, vor einem Auftritt des Mamma Mia Ensembles bei “Wetten dass…?”, so skeptisch, dass er nicht wollte, dass die Songs auf Deutsch gesungen wurden. Nachdem er das Musical jedoch selbst live erleben durfte, änderte sich seine Meinung und er entschuldigte sich öffentlich.

Pressekonferenz Mamma Mia

Kerstin Schnitzler, Carina Sandhaus, Dirk Börgers © Stefanie Müller

“Von den 50, die dort waren, gab es zunächst mal keinen Favoriten. Jeder hatte das Potential es zu werden.”

Mamma Mia läuft momentan noch im Stage Theater des Westens in Berlin. Jedoch findet dort die letzte Show am 14. Februar statt. Da die Premiere in Oberhausen schon für den 5. März geplant ist, bleibt nicht viel Zeit für den Auf – & Abbau der Bühne.
Für die Produktion in Oberhausen wurde eine neue Donna gesucht. Die Ausschreibung für die Rolle lautete wie folgt:
“Ende 30, Anfang 40. Sophie’s Mutter. Attraktiv, beliebt, humorvoll, ausgelassen. Besitzerin eines Hotels auf einer griechischen Insel, früher Liedsängerin der Gruppe ‘Donna and the Dynamos’. Mezzosopran.”
Das hört sich erstmal ganz nüchtern an, jedoch steckt viel mehr Arbeit hinter der Rolle. Die Darstellerin muss unter Anderem auf Plateauschuhen tanzen können. Eine starke Stimme, mit der sie die unterschiedlichsten Tiefen und Bandbreiten beherrschen muss, sollte vorhanden sein. Außerdem sollte sie mit wenigen Requisiten auf der Bühne überzeugend schauspielern.
Es haben sich hunderte Damen beworben. In die Finals schafften es an die 50 Darsteller, die sich im November an drei Tagen in Hamburg beweisen mussten. Anfangs gab es keine Favoriten, jeder hatte das Potential es zu werden. So Theaterleiter Dirk Börgers, der bei den Auditions dabei war. Am Ende kann jedoch nur eine Person die Erstbesetzung der Donna sein.

Geschafft hat es Carina Sandhaus.

Carina Sandhaus

© Stefanie Müller

Carina Sandhaus ist gebürtige Ruhrpottlerin. Sie entdeckte ihre Liebe fürs Musical in der Schule bei einer Musical AG.
Die Ausbildung wollte sie eigentlich in Wien machen. In dem Jahr gab es jedoch keinen Kurs. Plan B war die Folkwang Hochschule in Essen, wo es in dem Jahr jedoch auch keine Aufnahmeprüfung gab. Plan C war Hamburg. Erst Plan D hat endlich funktioniert. Carina ging nach Berlin um an der Universität der Künste Musicaldarstellerin zu werden. Nach der Ausbildung 1996 ist sie nach Duisburg gegangen und hat in Les Misérables die Eponine gespielt. Es folgten weitere Engagements in NRW.
Als Vorbereitung für die Audition der Donna, hat Carina alle Songs immer wieder gesungen. Um ihre Nerven während des Castings zu beruhigen, hat sie eine Geheimwaffe, die sie jedoch nicht verrät. Allerdings sagt sie auch, dass es eine große Portion Konzentration abverlangt. Nach ihrem Vorsprechen wollte sie wieder rein und alles nochmal ganz anders machen. Dass dieses jedoch nicht nötig war und sie mit ihrem Können überzeugt hat, wusste sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Während einige Kollegen schon mitteilten, dass sie Absagen oder Zusagen erhalten haben, musste Carina Sandhaus noch etwas länger auf den erlösenden Anruf warten. Als dieser jedoch kam, war sie mehr als glücklich ihre Traumrolle spielen zu dürfen.
Nach der Präsentation hatte Musical1 die Gelegenheit Carina einige Fragen zu stellen. Das Video zu dem Interview findet ihr hier.

Was ist für dich der Reiz an der Rolle der Donna?
Alles. Die Lieder, diese Emotionen die sie hat. Alles kann sie ausleben. Das ist eine große Herausforderung.
Wie lief für dich persönlich das Casting ab?
Ich war sehr aufgeregt. Ich bin immer sehr aufgeregt. Also als ich raus kam, habe ich gesagt, ich will das ganze jetzt nochmal ganz anders machen. Aber das geht ja nicht.
Wie war dein Gefühl nach dem Casting?
Ich wusste es nicht. Ich war völlig überfordert.
War die Hoffnung da?
Ich habe es mir etwas verboten. Ich mag mich nicht vorher freuen, wenn ich es noch gar nicht weiß. Ich habe es so ein bisschen unterdrückt.
Erzähle uns etwas, das die Musical1-Leser, über dich wissen sollten.
Ich bin so wie ich bin. Das ist, glaube ich, das A und O. Ich bin ehrlich. Mit mir kann man Pferde stehlen.
Was macht Mamma Mia aus? Wieso sollte man die Show gesehen haben?
Die Songs. Jeder kennt die Songs. Es ist eine gute Laune Show, nach der man gut gelaunt nach Hause geht. Da kann man mit der ganzen Familie hingehen. Es wird sich jeder ein bisschen wieder finden.
Was hast du als Erstes gemacht, als du die Zusage erhalten hast?
Geschrien. Mein Freund war da und wir haben uns zusammen gefreut. Und dann natürlich Nachrichten geschickt. Meine Mutter habe ich überrascht, sie hatte zwei Tage später Geburtstag.
Hattest du schon Gelegenheit in die Plateauschuhe zu schlüpfen?
Nein.
Denkst du, dass es leicht ist, darin zu laufen und zu tanzen?
Ach, ich glaube schon. Ich habe ein paar Sommer Plateauschuhe. Das wird schon gehen.
Welches ist dein Lieblingslied?
Einer von uns.
Welche Rollen hast du bislang schon gespielt?
Eponine in Les Misérables. Lady of the Lake in Spamalot. Scaramouche und Ozzy in We will Rock you. Sandy in Grease. Lisa in Jekyll & Hyde. Mrs. Walker in Tommy. Jane Smart in die Hexen von Eastwick.
Wann beginnen für dich die Proben? Wie lange geht die Probenzeit?
Anfang Januar beginnen die Proben und die Premiere ist am 5. März.
Hast du jetzt schon Lampenfieber, wenn du an die Premiere denkst?
Ja.
Legt sich das vorher noch oder erst hinterher?
Nein, das legt sich überhaupt nicht vor der Show. Das legt sich wahrscheinlich, wenn ich etwas Routine habe.

Wir danke Carina Sandhaus für das kurze Interview und wünschen ihr und der gesamten Cast und Crew von Mamma Mia eine schöne Zeit im Stage Metronom Theater in Oberhausen.

Kategorie: Mamma Mia!

Tags:

Autor: S. Müller (12.12.2014)

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