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MICHAEL KUNZE – A MUSICAL TRIBUTE

Am Samstag wurde in Filderstadt ein großer Künstler gefeiert. Mit MICHAEL KUNZE - A MUSICAL TRIBUTE ehrt Sound of Music Concerts den Liedtexter, Übersetzer und Schaffer von unzähligen Musicalsongs, die jeder im Ohr hat. Fünf bekannte Musicaldarsteller, allesamt bestens mit Michael Kunzes Werk vertraut, gestalteten den Abend als ein einzigartiges Hit-Feuerwerk. Roberta Valentini, Kerstin Ibald, Jan Ammann, Oedo Kuipers und Special Guest Michaela Schober machten damit sowohl dem Publikum als auch dem Gefeierten selbst, eine große Freude.

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Michael Kunze
Michael Kunze © Alexander Christoph Wulz

Eine musikalische Hommage an den großen Texter

In der Musical-Welt kommt man an Michael Kunze nicht vorbei. REBECCA, ELISABETH, MOZART, TANZ DER VAMPIRE, MARIE ANTOINETTE – alle tragen seine Handschrift und werden durch seine Texte lebendig. Aber er hat nicht nur neue Musicals mit erschaffen, auch die deutschen Übersetzungen vieler großer Shows stammen von ihm: EVITA, DAS PHANTOM DER OPER, DER KLEINE HORRORLADEN, DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, DER KÖNIG DER LÖWEN oder WICKED, um nur einige zu nennen.

Nicht nur mit Musicals erfolgreich

Bevor er sich aber dem Musical zuwandte, hat Michael Kunze über viele Jahre die Pop- und Schlagerszene geprägt. Wer die Augen schließt und sich einige der bekanntesten Schlager ins Gedächtnis ruft, kann sicher sein, dass welche von ihm darunter sind. Ein Bett im Kornfeld, Griechischer Wein, Stimmen im Wind, Ich war noch niemals in New York – alle von Michael Kunze getextet. 56 Goldene Schallplatten, 23 Platin-Platten und einen Grammy hat er mit Hits aus seiner Feder gewonnen.

Ein mehr als gelungener Abend

Am Samstag in der FILharmonie Filderstadt liegt der Fokus aber auf den Musicals. Einen Abend vorher lud Sound of Music Concerts zum gleichen Programm bereits ins Ebertbad in Oberhausen. Erstaunlicherweise gab es in Filderstadt – trotz der hochkarätigen Namen auf den Plakaten – noch freie Plätze. Soviel sei vorweggenommen: Schade für jeden, der diesen Abend verpasst hat! Denn neben vielen „Must haves“ und Erwartetem gab es auch einige Überraschungen. So entstand ein wunderbarer, abwechslungsreicher und emotionaler Abend, der keine Wünsche offenließ.

Doppelte Beatrices in anderen Rollen

Der erste Block war REBECCA gewidmet. Naheliegend, da vier der fünf mitwirkenden Darsteller bereits in diesem Musical auf der Bühne standen. Während Jan Ammann mit „Zauberhaft natürlich“ und „Gott, warum“ seiner Rolle als Maxim de Winter treu blieb und Michaela Schober mit „I am an american woman“ ebenfalls bei Mrs. van Hopper blieb, durften Roberta Valentini als Ich und Kerstin Ibald als Mrs. Danvers in ungewohntere Rollen schlüpfen – und konnten darin mehr als überzeugen. Auch Oedo Kuipers als schmieriger Jack Favell hatte sichtlich Spaß an „Eine Hand wäscht die andere“.

Publikum wie Akteure in bester Laune

Das Publikum zeigte vom allerersten Song an, dass es – ebenso wie die Künstler – bester Stimmung war und sparte weder mit Applaus noch mit Standing Ovations nach einzelnen Stücken.

Standing Ovations gab es aber auch für den Mann, der diesen Abend erst möglich gemacht hat. Michael Kunze war persönlich anwesend und wurde mit tosendem Beifall begrüßt.

Die frühen Jahre

Der zweite Block begann mit einem der ganz großen Schlager-Hits des Texters. 1970 gewann er mit seiner damals blutjungen Entdeckung Peter Maffay für „Du“ eine goldene Schallplatte. Oedo Kuipers hauchte diesem Klassiker neues Leben ein und animierte das Publikum zum Mitsingen. Mit zwei Hits von Andrew Lloyd Webber ging es weiter. „Rätselhaftes Lied“ („Unexpected Song“) aus SONG & DANCE war 1987 ein Erfolg für Angelika Milster. Michaela Schober zeigte damit wie zart und facettenreich ihre Stimme ist. Mit „Freu dich bloss nicht zu früh“, („Take that look off your face“) aus „TELL ME ON A SUNDAY“, war Gitte Haenning 1980 22 Wochen in den deutschen Charts vertreten. Kerstin Ibald lieferte eine berührende Version davon.

Welterfolg ELISABETH

Größeren Raum nahm das Musical ELISABETH ein, das mit sieben allesamt tollen Titeln gewürdigt wurde. Herauszuheben sind hierbei Kerstin Ibalds „Bellaria“ ebenso wie Roberta Valentinis umjubeltes „Ich gehör nur mir“ wie auch das stimmgewaltige „Die Schatten werden länger“ von Jan Ammann und Oedo Kuipers.

„Wie kann es möglich sein“, dass ein Mann soviele Hits produziert?

Nach der Pause stand MOZART im Mittelpunkt. Oedo Kuipers, der die Titelrolle 2015/2016 in Wien verkörperte, begeisterte mit einem hochemotionalen „Warum kannst du mich nicht lieben wie ich bin“ ebenso wie mit „Wie wird man seinen Schatten los“. Jan Ammann fragte sich als Colloredo „Wie kann es möglich sein“, während Michaela Schober als Constanze Weber mit „Irgendwo wird immer getanzt“ ihren ausschweifenden Lebensstil begründete. Kerstin Ibalds Version von Baronin von Waldstättens „Gold von den Sternen“ darf ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

Musicalgrößen mit neuen Facetten

Auch den Schlager-Hits von Michael Kunze wurde Tribut gezollt. Udo Jürgens‘ „Was wichtig ist“ und „Aufrecht geh’n“ von Mary Roos zählen in der Interpretation von Kerstin Ibald definitiv zu den vielen Highlights des Abends. Gleiches gilt für Jan Ammanns ganz eigene Version von Gitte Haennings „Ich bin stark“. Gute Laune verbreitete Oedo Kuipers mit Peter Alexanders großem Hit „Die kleine Kneipe“, bei dem abermals vom Publikum mitgesungen werden durfte. In diesem Block versteckte sich außerdem eine kleine, aber feine Musical-Perle. Roberta Valentini schlüpfte ausnahmsweise in die Rolle der Margrid Arnaud und lieferte mit „Blind vom Licht der vielen Kerzen“ eine hervorragende Begründung, warum MARIE ANTOINETTE eine so große Fangemeinde hat.

Die Gruft ruft auch hier

Nicht fehlen durften natürlich die bekanntesten Stücke aus TANZ DER VAMPIRE. Jan Ammann, ab dieser Woche in Hamburg wieder in seiner Paraderolle als Graf von Krolock zu hören, sorgte mit der „Unstillbaren Gier“ für Gänsehaut, während Oedo Kuipers den kleinen Texthänger bei seiner fantastischen Version von „Für Sarah“ sehr charmant überspielte.

Zum Abschluss standen zwei Stücke aus DON CAMILLO UND PEPPONE auf dem Programm. „Gold, Gold auf schwarzem Wasser“ von Roberta Valentini und Oedo Kuipers sowie „Du und ich auf einer Insel“ von Kerstin Ibald und Jan Ammann.

Ein Abend, der nachklingt

Der Abend wurde unterhaltsam, informativ und mit viel Charme von den Mitwirkenden moderiert und von Marina Kommisartchik wie immer kongenial am Klavier begleitet. Bei ihr laufen die Fäden zusammen, sie hat mit kleinsten Fingerzeigen und Kopfbewegungen alle Akteure fest im Griff.

Zur Zugabe holten die Künstler Michael Kunze mit auf die Bühne und Kerstin Ibald versicherte, auch wenn der Text anders gemeint gewesen sei, so würde es doch mit etwas Interpretationsspielraum auch an diesem Abend für Darsteller und Publikum in Bezug auf den großen Texter zutreffen „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein, ohne dich geh ich heut Nacht nicht heim, …“ – denn jedem der Anwesenden würden die Lieder sicher noch lange im Ohr klingen. Stimmt!

 

Kategorie: Galas & Konzerte,Kritiken

Autor: M. Kanz (16.10.2017)

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