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Die Vampire begeistern Berlin

Lange haben viele Fans darauf gewartet: Der TANZ DER VAMPIRE ist zurück im Theater des Westens in Berlin. Bei der Premiere am 24. April feierte die Cast um den neuen Grafen Mark Seibert ihr Debüt. Musical1-Redakteurin Anne Polifka hat sich in die Gruft entführen lassen und weiß, ob das Stück immer noch ankommt.

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Mark Seibert als Graf von Krolock, Veronica Appeddu als Sarah
Tanz der Vampire Graf und Sarah © Stage Entertainment

Kultmusical mit Biss

Vor knapp drei Jahren, am 25. August 2013, hatte TANZ DER VAMPIRE Abschied von Deutschland genommen – umso begeisterter wurde das Comeback erwartet. Schon vor der Premiere wurde ein Ticketvorverkaufsrekord verzeichnet, in den sozialen Medien ging es heiß her, sobald neue Fotos oder Videos von den Proben auftauchten. Die Gruselkomödie nach dem gleichnamigen Film von Roman Polanski löst noch immer Begeisterung aus, die Musicalversion von  Jim Steinmann und Michael Kunze ist längst Kult. Der Vampirforscher Dr. Abronsius und sein Assistent Alfred erreichen fast erfroren ein Wirtshaus in den Karpaten. Während Alfreds Blick nicht von der schönen Magd loskommt, erspäht der alte Professor Unmengen von Knoblauch. Obwohl sich die Bewohner unwissend stellen, ist er sicher: In der Nähe muss es ein Vampirschloss geben. Während der Professor sich seinen Nachforschungen widmet, lernt Alfred Sarah, die Wirtstochter, immer besser kennen und verliebt sich in sie. Doch er ist nicht alleine: Der Vampir Graf von Krolock überrascht Sarah und lädt sie zum alljährlichen Ball ein. Sarahs Eltern sind entsetzt und verbieten ihr den Besuch, doch Sarah schleicht sich aus dem Haus, womit das Unheil seinen Lauf nimmt.

Frisches “Darstellerblut”

Das Theater des Westens wartete mit einer hervorragenden Cast auf. Zur Bekanntgabe heiß diskutiert und am Ende lauthals umjubelt: Mark Seibert. Er verkörpert den Graf von Krolock und füllte mit seiner voluminösen und emotionalen Stimme diese Rolle perfekt aus. Ein Höhepunkt: Natürlich die “Unstillbare Gier”. Als naive und zugleich rebellische Sarah überzeugte Veronica Appeddu. Ihre klare Stimme meisterte jedes Lied nahezu mühelos.

Den jungen und über beide Ohren verliebten Alfred spielt in Berlin Tom van der Ven. Er stach mit seiner überzeugenden Schauspielleistung hervor und begeisterte das Publikum vor allem mit den Songs „Für Sarah“ und „Die Gruft“. Victor Petersen steht als Professor Abronsius auf der Bühne. Weder das oftmals sehr schnelle Gesangstempo noch die sehr hohen Töne bereiteten ihm Probleme. Auch sprühte er die ganze Zeit vor Enthusiasmus, wie es für diesen Part nötig ist. Milan van Waardenburg hat die Rolle des Grafensohns Herbert von Krolock inne und stand den anderen mit seiner Leistung in nichts nach. Trotz der eher kurzen Auftritte überzeugte er mit einer starken Bühnenpräsenz. Vor allem das Duett „Wenn Liebe in dir ist“ ließ ihm die Möglichkeit seine Rolle auszuleben.

Die Magd Magda sang Merel Zeeman und ihre manchmal etwas unsaubere Stimme passte bestens zu Magda. Auch schauspielerisch bewies sie ihr Können. Ebenso passend: Yvonne Köstler als Rebecca. Diese spielte die keifende Wirtsfrau überzeugend und sorgte für so manche Erheiterung im Stück. Nicolas Tenerani hatte die Rolle des Wirts Chagal. Er passte seine Art zu singen der Rolle perfekt an und vor allem „Eine schöne Tochter ist ein Segen“ sang er hervorragend. Auch schauspielerisch passte er bestens in die Rolle des überbesorgten Vater und Wirts. Koukol wird von Paolo Bianca gespielt. Da diese Rolle weder Text noch Gesang hat, musste er schauspielerisch überzeugen –  der begeisterte Applaus des Publikums verriet schnell, dass dies gelang. Ebenso viel Applaus gab es für das hervorragende Ensemble, vor allem die Solisten Sander van Wissen und Kirill Zolygin sind hier zu erwähnen.

Gewohnt eindrucksvolles Bühnenbild

Altbewährt aber immer noch eindrucksvoll präsentierte sich auch das Bühnenbild bei der Berliner Premiere. Besonders die Projektionen des Schlosses faszinierten, ebenso die anderen Bühnenbilder, wie beispielsweise das Wirtshaus, sorgten für das richtige Flair. Auch die bekannten Kostüme musste kein Fan missen. Besonders hervorzuheben ist auch die Choreographie – vor allem die Tänze der Vampire waren stimmungsvoll. Funktionierende Licht- und Tontechnik rundeten die Show ab. Lediglich das Orchester war stellenweise etwas schwach und vermittelte nicht immer das gewünschte, mitreißende Live-Erlebnis. Es fehlte an einigen Stellen an Präsenz, während es bei anderen Szenen, wie bei “Unstillbare Gier”, bewies, dass es diese Präsenz durchaus zeigen kann.

Nächste Station: München

Rundum gelungen begeisterte die Premiere die Besucher des Theater des Westens. Das Stück ist immer noch einen Musicalbesuch wert und wartet wieder mit mitreißenden Stimmen und tollem Bühnenbild auf. Noch bis zum September ist TANZ DER VAMPIRE im Theater des Westens in Berlin zu sehen, bevor das Deutsche Theater München die Vampire begrüßt.

Tickets für den TANZ DER VAMPIRE in Berlin
Tickets für den TANZ DER VAMPIRE in Berlin

Kategorie: Kritiken,Tanz der Vampire

Tags:

Autor: A. Polifka (26.04.2016)

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  • Conny 9. Mai 2016 at 18:13 / Antworten

    Berichtet doch mal über die Premiere von Tanz der Vampire am 18. Februar 2017 in St. Gallen. Da gehen KEINE Karten in den freien Verkauf. Nur Sponsoren und Special Guests. Gehts eigentlich noch? Wir normalen Theaterbesucher sind gut genug dafür, unter dem Jahr die Produktionen zu finanzieren. Wenns aber ums Feiern geht (Premieren, Jubiläen), sind die Leute dann doch lieber unter sich (Darsteller, Sponsoren). Warum noch auf der Bühne spielen. Ist ja nur für die Theaterbesucher!

  • S. Gerdesmeier 10. Mai 2016 at 13:08 / Antworten

    Hallo Conny,
    wir werden in den nächsten Tagen mal einen Bericht bringen, warum einige Premieren nur für geladene Gäste sind.

    Beste Grüße,
    Simone Gerdesmeier

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