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DIE DREI VON DER TANKSTELLE im Wiener Theater Akzent

Am 13. März 2016 ging die Abschlussvorstellung der Tour-Produktion von DIE DREI VON DER TANKSTELLE aus dem Hause der Schaubühne Wien im Theater Akzent über die Bühne. Die Musikalische Komödie entstand nach dem gleichnamigen Film von Wilhelm Thiele aus dem Jahr 1930 und überzeugt, wie schon die Vorlage, mit Ohrwürmern und viel Humor.

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Die Drei von der Tankstelle Plakat
Die Drei von der Tankstelle © Sam Madwar

Vom Festspielerfolg zur Tour

Das Comedy-Musical nach dem Drehbuch von Franz Schulz und Paul Frank wurde zum 85- jährigen Filmjubiläum bei den Wachaufestspielen 2015 in Weissenkirchen gezeigt. Aufgrund des dortigen Erfolges startete Regisseur und Festspielintendant Marcus Strahl Ende 2015 die Tour durch einige Österreichische Bundesländer.

Historische Vorlage

Dem deutschen Filmunternehmen UFA gelang 1930 mit dem Musical-Film DIE DREI VON DER TANKSTELLE ein wahrer Kassenschlager. In den Hauptrollen waren damals Heinz Rühmann, Willy Fritsch, Oskar Karlweis und die zu jener Zeit berühmte Lilian Harvey zu sehen. Wie im berühmten Film, kommen auch in der Bühnenfassung von VBW-Intendant Christian Struppeck und Salzburgs Operndirektor Andreas Gergen, die drei Freunde Willi (Raimund Stangl), Kurt (Martin Gesslbauer) und Hans (Michael Duregger) von ihrer Weltreise zurück. Schnell müssen die Lebemänner erkennen, dass ihr komplettes Guthaben aufgebraucht ist, sie Pleite sind und sämtliche Möbel vor der Pfändung stehen. Sie treten die Flucht nach vorne an und landen auf der Straße auf der sie sogleich eine Tankstelle eröffnen. Jeder der drei Männer trifft unabhängig von den anderen in seiner Schicht die schöne Unternehmers-Tochter Lilian Cossmann (Verena Te Best). Auch die junge Dame ist keinem der drei Herren abgeneigt und lädt Sie zu einem Rendezvous ein. Nun beginnt die spannende Frage für welchen der drei soll sie sich entscheiden?

Ein Abend voll Musik

Die Klassiker aus dem Film „Ein Freund ein guter Freund“ und „Das Lied vom Kuckuck“ („Lieber guter Herr Gerichtsvollzieh´r“) wurden mit zahlreichen Hits aus der Schellackplatten-Ära ergänzt: „Das ist die Liebe der Matrosen“ oder auch „Irgendwo auf der Welt“. Gesanglich boten die Darsteller eine durchweg gute Leistung. Besonders die beiden Hauptdarsteller die lyrische Sopranistin Verena Te Best und Tenor Raimund Stangl überzeugten durch ihre gute stimmliche Performance.

In Szene gesetzt

© Rolf Bock

© Rolf Bock

Das Bühnenbild von Sam Madwar, der zuletzt in der Revue IT’S ONLY LIFE selbst auf der Bühne stand, ist gut durchdacht, wirkt durch die hellblaue Himmeloptik mit weißen Schäfchenwolken aber etwas kitschig. Die Tankstelle wirkt authentisch und lässt sich mit Hilfe eines Drehmechanismuses schnell in eine andere Szene verwandeln. Die beiden aufklappbaren Seitenelemente machen es möglich verschiedene Räume und Orte zu kreieren. Die Kostüme von Christine Zauchinger sind nur teilweise nachvollziehbar. Die Kleider von Nachtclubbesitzerin Edith von Turoff (Leila Strahl) wirken zu modern und grell für die damalige Zeit. Nicht ganz geglückt sind manche Dialekt-Phrasen. Lilians Vater Direktor Crossmann (Stephan Paryla-Raky) rutscht immer wieder vom Schwäbischen ins Sächsische, das wahrscheinlich dem zum Großteil aus Wien stammenden Publikum nicht aufgefallen ist oder nicht gestört hat.

Gute Leistung

Die kleineren Unstimmigkeiten macht das stimmlich starke Ensemble mit seinem Humor und seiner Spielfreude wieder wett. Auch aktuelle Bezüge zu Wirtschaftsskandale wie mit der Hypo Alpe Adria oder dem VW-Abgas-Skandal sorgen für zahlreiche Lacher. Für Fans von Filmmusikklassikern bietet DIE DREI VON DER TANKSTELLE einen kurzweiligen, humorvollen und unterhaltsamen Abend. Beim überwiegend älteren Publikum im Theater Akzent kam das Stück gut an.

Kreativteam:

  • Musik: Werner Richard Heymann
  • Liedtexte: Robert Gilbert (Walter Reisch, Ernst Neubach, Robert Liebmann und Max Kolpe)
  • Regie: Marcus Strahl
  • BĂĽhne: Sam Madwar/Martin Gesslbauer
  • KostĂĽm: Christine Zauchinger
  • Musikalische Leitung: Elena Gertcheva

Ensemble:

  • Willy Hellwig: Raimund Stangl
  • Hans MĂĽhlheim: Michael Duregger
  • Kurt Anatol von Waldbach-Windberghausen: Martin Gesslbauer
  • Direktor Cossmann, Direktor des Autohauses: Stephan Paryla-Raky
  • Lilian Cossmann, seine Tochter: Verena Te Best/Kathrin Fuchs
  • Edith von Turoff, Barbesitzerin: Leila Strahl
  • Dr. Kalmus, Rechtsanwalt: Felix Kurmayer
  • Fräulein Mondschein, seine Sekretärin: Anke Zisak

Kategorie: Kritiken

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (14.03.2016)

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