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Die ältesten Musical-Theater in Deutschland

Welche Musical-Theater in Deutschland können schon auf eine besonders lange Tradition zurückblicken? Musical1 stellt die Musicalspielstätten vor, die schon vor dem Beginn der Musicalwelle in den 1980er Jahren als Theaterhäuser dienten und sich dabei unter anderem auch dem Musiktheater verschrieben hatten.

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Stage Theater des Westens Berlin am Tag
Stage Theater des Westens Berlin am Tag Stage Theater des Westens © Expdm – wikimedia.org

Altehrwürdige Musical-Spielstätten in Deutschland

Musicals in Deutschland sind noch ein recht junges Phänomen: Erreichte das Musiktheater am Broadway und am Londoner West End bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Blütezeit, sollte es noch einige Jahrzehnte dauern, bis das Musicalfieber vollends nach Deutschland überschwappte. Musical-Theater, die eigens für die Inszenierung dieser Shows gedacht sind, entstanden daher im großen Stil erst in den 1990er Jahren. Einige Theaterhäuser können allerdings schon auf eine weit längere Tradition zurückblicken. Diese stellen wir hier vor.

Stage TUI Operettenhaus Hamburg

Heute begrüßt das Stage TUI Operettenhaus in Hamburg St. Pauli seine Besucher mit einer modernen Fassade. Erbaut wurde es allerdings schon 1841. Als „Circus Gymnastikcus“ zeigte es diverse Aufführungen und Shows. 25 Jahre später wurde das Theater in „Central-Halle“ umbenannt, seit 1920 ist es als „Operettenhaus Hamburg“ bekannt. 2001 war hier das Musical CATS zu sehen. Von 1986 bis 2002 gehörte das Theaterhaus zur Stella AG, anschließend übernahm Stage Entertainment die Spielstätte.

St. Pauli Theater Hamburg

Musiktheater und Hamburg – das schien schon im 19. Jahrhundert zusammenzugehören. Im Jahr 2841 eröffnete am Spielbudenplatz das St. Pauli Theater seine Pforten, das heute das älteste Privattheater der Hansestadt ist und zudem zu den ältesten Theatern in Deutschland gehört. Zu Beginn gab es hier niederdeutsche Stücke und ernste Theaterstücke zu sehen. In den 1970er Jahren wandte sich das Theater mehr der Comedy und dem Musiktheater zu. Seit 2003 wird das Theater von Thomas Collien, Ulrich Tukur und Ulrich Waller betrieben, mit einem Fokus auf Kabarett, Musiktheater, anspruchsvollen Unterhaltungstheater und Theaterstücke, die Hamburg zum Thema haben.

Das Stage Theater des Westens Berlin

Vielen gilt es als eines der schönsten Musical-Theater in Deutschland: Das Stage Theater des Westens in Berlin-Charlottenburg beeindruckt mit seiner Fassade im Stil des viktorianischen Historismus. Auch im Inneren ist der Geist vergangener Epochen noch zu spüren: Das Foyer wartet mit einer klassischen Kassettendecke auf, der Theatersaal verzaubert durch seine traditionelle Einrichtung. 1895/1896 wurde das Theater erbaut; schon in den 1960er Jahren waren hier die ersten Musicals zu sehen. Seit 2011 gehört das Theater der Stage Entertainment.

Deutsches Theater München

Deutsches Theater München Saal

© Deutsches Theater München

Das Deutsche Theater in München eröffnete seine Pforten am 26. September 1896. Im Stil des Neobarock erbaut, erhielt das Theater den Beinamen „Feenpalast“. Ursprünglich gab es hier Varieté-Veranstaltungen zu sehen sowie volkstümliche Komödien. Im 2. Weltkrieg zerstört, wurde das Deutsche Theater 1951 wiedereröffnet. Von 2008 bis 2014 fanden umfassende Sanierungsmaßnahmen statt. Das Theater ist in städtischer Hand und dient als Spielstätte für Musicals, für Opern und Operetten sowie für das Ballett.

Theater Hagen

Das Theater Hagen ist kein reines Musical-Theater, kann aber auf eine lange Tradition im Musiktheater zurückblicken. Im Jahr 1911 eröffnet, machten bald klamme Kassen dem Städtischen Theater zu schaffen. Die Lösung: eine Kooperation mit dem Theater Münster. Die Schauspielsparte siedelte von Hagen nach Münster über. Das Musiktheater verblieb in der Stadt und begründete Hagens Tradition als Musical-Spielstätte.

Admiralspalast Berlin

Der Admiralspalast in Berlin begann seine Geschichte 1867 als Vergnügungsbad. Zufällig wurden bei Bauarbeiten an der Friedrichstraße heiße Solequellen entdeckt – 1873 entstand an dieser Stelle ein Badehaus, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst zur Sport- und Unterhaltungsstätte und anschließend zum Revuetheater umgebaut werden sollte. Zu Beginn der 1920er Jahre verschwand die Sportstätte, an die Stelle von Schwimmhalle und Eislaufbahn traten Varieté- und Operettenbühne. 1923 firmierte der Bau erstmals unter dem Namen „Theater im Admiralspalast“. 2005 wurde der Bau aufwendig saniert; 2010 musste der ehemalige Betreiber, die Admiralspalast Produktions GmbH wegen Mietschulden allerdings Insolvenz anmelden. Das Theater gehört nun seit 2011 zur Mehr! Entertainment Gruppe.

Staatsoperette Dresden

Die Theater- und Operettenhäuser in Dresden können gemeinsam bereits auf mehr als 325 Jahre Tradition zurückblicken. Die Staatsoperette in ihrem derzeitigen Gebäude in Dresden Leuben entstand allerdings erst nach dem 2. Weltkrieg. Weite Teile der Dresdener Innenstadt waren zerstört, eine Gruppe von Künstlern zog sich daher in die Vororte zurück. In einem Gasthof aus den 1920er Jahren errichteten sie schließlich einen Theatersaal. 1947 als Apollo-Theater eröffnet, erhielt die Staatsoperette Dresden 1967 ihren heutigen Namen. Für 2017 ist der Umzug in einen Neubau auf dem Gelände es ehemaligen Kraftwerks Mitte in der Dresdener Innenstadt geplant.

Kategorie: Toplisten

Autor: S. Gerdesmeier (11.12.2014)

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