Tickets für die besten Musicals sichern: Jetzt Tickets kaufen

Der (reale) Aladdin: Richard-Salvador Wolff im Interview

Seit der Europapremiere im Dezember 2015 ist Richard-Salvador Wolff als Erstbesetzung Aladdin im Stage Theater der Neuen Flora in Hamburg zu sehen. Vor zwei Jahren hatten wir den 27-jährigen Berliner das erste Mal im Musical1 Interview. Diesmal verrät uns Richard, woher seine Leidenschaft für die Bühne kommt und warum er in den sozialen Medien nicht so aktiv ist.

Teile diesen Beitrag

Richard-Salvador Wolff
Richard-Salvador Wolff © NICO STANK photography

Manchmal muss man ein Risiko eingehen

Der gebürtige Berliner mit philippinischen Wurzeln steht derzeit noch als Aladdin auf der Bühne im Hamburger Stage Theater der Neuen Flora. Die Rolle des Titelhelden Aladdin passt nicht nur optisch perfekt, sie ist auch seine erste große Hauptrolle. Vor seinem Engagement bei dem Disney-Musical spielte er bereits in “Die Fledermaus“ am Aalto Theater Essen, in der konzertanten Aufführung von JESUS CHRIST SUPERSTAR, in Stephen Sondheims Musical INTO THE WOODS und zuletzt in FLASHDANCE in Chemnitz. Zum zweiten Mal stand uns der sympathische Aladdin-Darsteller Rede und Antwort – und auch Fans konnten ihre Fragen stellen.

Merle K.: Ist Dir bei Aladdin auf der Bühne eine Panne passiert?

Haha, da ist einiges schon passiert. Natürlich sind darunter Kleinigkeiten, wenn man mal den Text verändert oder man stolpert über den Prinz-Ali-Cape. Aber ich glaube, meine größte Panne war, als ich über den Balkon springen wollte, um auf den Teppich zu steigen. Jasmin glaubt ich habe mich in die Tiefe gestürzt und ich überrasche sie dann mit dem fliegenden Teppich. Leider jedoch bin ich mit meinem Schuh am Bühnenbild hängen geblieben und man sah nur noch meinen Fuß über dem Balkon aufblitzen. Ein Wunder, dass Jasmin bei diesem Aufstieg auf den Teppich mir noch vertraut hat.

Melli S.: Hast Du einen Lieblingsort in Hamburg? Aladdin bringt viele lustigen Sprüche auf der Bühne. Hast Du einen den Du besonders lustig findest?

Ich liebe Hamburg. Da ist es schwer sich zu entscheiden, welchen Ort ich am meisten mag. Mein Lieblingsspruch ist, wenn Jasmin und Aladdin sich zum ersten Mal auf dem Basar treffen:
A: Oh, du bist zum ersten Mal auf dem Basar, oder? Da verwett’ ich mein Hemd drauf.
J: Du hast gar keines an.
A: Ach, ist dir also aufgefallen?

Esther S.: Was ist für dich, die witzigste Szene im ganzen Stück?

Das wäre definitiv „Friend like me“.

Selina P.: Vor welcher Szene in Aladdin hast du am meisten Angst bzw. bist am meisten nervös, dass was schief gehen könnte?

Ich liebe es, diese Rolle zu spielen, daher ist Angst das falsche Wort. Ich freu mich auf jede Szene, selbst wenn mal was schief laufen sollte.

Muna R.: Würdest Du gerne mal eine eigene CD aufnehmen? Schreibst Du auch selber Songs? Wenn ja, in welche Musikrichtungen würden die Songs gehen,”nur” Musical?

Bis jetzt habe ich noch nie wirklich darüber nachgedacht. Nichtsdestotrotz würde ich nicht nein dazu sagen, das wäre bestimmt auch eine tolle Erfahrung. Ich würde gerne auch mal was in Richtung Jazz singen wollen.

Aladdin-Darsteller Richard-Salvador Wolff

© Stage Entertainment / Morris Mac Matzen

Wenn Du drei Wünsche frei hättest: Was würdest Du Dir privat / beruflich von Dschinni wünschen?

Ich bin momentan wunschlos glücklich. Und ich lass mich gerne überraschen, was das Leben zu bieten hat.

Woher kommt Deine Leidenschaft für die Bühne und mit wie viel Jahren wusstest Du, dass Du diesen Beruf ergreifen möchtest?

Während meines Abiturs habe ich erst die Entscheidung getroffen, Musicaldarsteller zu werden. Die Leidenschaft, zu singen, war aber schon immer da. Ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich mit Naturwissenschaften beschäftigt.

Ist es nicht ein gewisses Risiko, einen künstlerischen Beruf zu ergreifen. Hattest Du nie Angst, später doch nicht davon leben zu können?

Dieses Risiko war mir auf jeden Fall bekannt doch wenn du nicht an deine Träume glaubst und nicht dafür kämpfst, welchen Sinn hätten diese Träume? Manchmal muss man Risiken eingehen, auf den Boden fallen und wieder aufstehen. So verlief mein ganzes Leben und ich bin froh, dass ich diese Risiken eingegangen bin, sonst hätte ich niemals die Chance ergreifen können, Aladdin zu spielen.

Bist Du ein Optimist, Pessimist oder Realist? Bist Du selbstkritisch?

Ich glaube, ich bin eine gute Mischung aus Optimist und Realist. Oh ja, ich bin sehr selbstkritisch, manchmal auch leider zu viel. Aber das hilft mir, an mir weiter zu arbeiten.

In Deiner Freizeit liest Du gerne auch mal ein Buch: Welches Genre bevorzugst Du? Und welches liest Du gerade?

Ich liebe das Genre Fantasy. Ich liebe es, in Fantasie-Welten einzutauchen wie auch in Aladdin.

Richard-Salvador Wolff

© NICO STANK photography

In welches Land möchtest Du unbedingt mal reisen?

Ich würde sehr gerne die Philippinen weiter erkunden. Leider war ich sehr jung, als ich zum ersten Mal da war und hatte nie richtig die Gelegenheit die Heimat meiner Mutter kennenzulernen.

Stell Dir vor, Du bekommst eine Rolle für eine Serie angeboten. Wäre das für Dich interessant oder eher nicht? Wenn ja, in welcher Serie würdest Du gerne mal mitspielen?

Darauf hätte ich auf jeden Fall Lust. Ich habe nur einmal einen Filmworkshop mitgemacht und ich hatte viel Spaß und es ist unglaublich spannend. Man spielt ganz anders vor einer Kamera als auf der Bühne.

Im vergangenen Jahr und auch Anfang des Jahres konnte man Dich (neben Deiner Rolle als Aladdin) in einem völlig anderem Umfeld erleben – als Coach. Bei der Agentur Shanti Workshops hast Du mehrere Musical Workshops und auch ein privates Konzert gegeben. Was war das für eine Erfahrung und könntest Du Dir vorstellen, in nächster Zukunft öfters Workshops oder Konzerte zu geben?

Unterrichten ist eines meiner Vorlieben. Es macht mir sehr viel Spaß, Menschen auf ihren Weg zu begleiten und helfen zu können. Ich werde auch weiterhin Workshops geben, so wie die Zeit es zulässt. Im August bin ich zum Beispiel in Luzern, um Schauspiel und Gesangklassen zu geben, worauf ich mich schon freue. Vielleicht werden auch noch ein paar Konzerte kommen, mal gucken, was die Zukunft bringt.

Facebook & Co: In den sozialen Medien bist Du ja nicht so aktiv wie Deine Kollegen. Liegt es an der Zeit oder interessiert Du Dich generell nicht dafür?

Haha, das werde ich oft gefragt. Ich bin generell nicht so aktiv in sozialen Medien. Ich hab so viele Dinge in meinem Kopf, die ich mache und noch machen möchte und für vieles fehlt mir leider die Zeit. Ich hoffe, das nimmt man mir nicht allzu übel.

Wer oder was macht Dich glücklich?

Es gibt viele Dinge, die mich glücklich machen. Menschen, die ich liebe, mit denen ich Erinnerungen teilen und weitere kreieren kann. Wenn ich ein Kind in der ersten Reihe sehe und es von Herzen lacht oder weint, weil wir es mit unserer Darstellung berührt haben.

Was ist Dir wichtig im Leben?

Das ist eine gute Frage. Für mich ist und war es schon immer wichtig, dass man sich selber treu bleibt. Dass man seine Ziele verfolgt und selbst, wenn man es beim ersten Mal nicht schafft, dass man es weiterversucht.

Im Herbst ist Castwechsel bei ALADDIN. Bist Du weiterhin dabei oder verlässt Du die Cast? Darfst Du da schon was verraten? Gibt es zukünftige Zukunftspläne, von denen Du erzählen darfst?

Das werdet ihr alles in Kürze erfahren 😉

 

Kategorie: Interviews

Autor: N. Hofmann (29.07.2017)

Teile diesen Beitrag

Monatlicher Musical-Newsletter

Erhalten Sie einmal im Monat kostenlos die wichtigsten Musical-News im Überblick: Welche neuen Musicals laufen wo? Welche tollen Musical-Angebote gibt es? Verpassen Sie keine Hinweise mehr!

Die Abmeldung von dem Newsletter ist jederzeit möglich.

Kommentar hinterlassen

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)
Musical1 Newsletter
Zusammengefasste Musical-News
Hinweise auf gute Musical-Angebote
Regelmäßige Ticketverlosungen
Musical-Neuerscheinungen