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DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME – Drei Monate schon läuten Glocken in Berlin

Musical1 ist wieder einmal auf den Glockenturm von Notre Dame geklettert und hat sich die Ereignisse von 1482 nach drei Monaten Spielzeit im Berliner Theater des Westens noch einmal angesehen. Man muss DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME definitiv wenigstens ein zweites Mal sehen, um die Einzigartigkeit dieses wunderbaren Stückes zu erfassen.

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Der Glöckner von Notre Dame Logo neu
Der Glöckner von Notre Dame Logo neu © Stage Entertainment

Der GLÖCKNER VON NOTRE DAME seit drei Monaten on stage

Seit dem 9. April läuten nun schon die Glocken von Notre Dame im Berliner Theater des Westens. DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ist ein Musical-Meisterwerk, das seinesgleichen sucht. Wir haben bereits über die Premiere berichtet. Wir fanden, es wäre nun nach drei Monaten an der Zeit, ein weiteres Mal im Glockenturm vorbeizuschauen, um die Geschehnisse dort wiederholt in Augenschein zu nehmen.

Bei unserem ersten Besuch waren es andere Erwartungen, die uns begleiteten. Vergleiche mit der Originalvorlage des Buches, die verschiedenen Verfilmungen, oder auch frühere Bühnenversionen hatten ja im Geiste ihren Platz. Im Gegensatz zur Premiere wussten wir bei diesem Besuch bereits, was uns jetzt erwarten würde. Schon die ersten Klänge des Orchesters und des Chores verursachten wieder dieses unbeschreibliche Gefühl von Monumentalität und Abgleiten in eine andere Zeit.

Ein Musical mit aktuellem Hintergrund

Das erste Anschwellen der Stimmen des sensationellen Chores, der Blick auf die sich belebende Bühne… all das und eben diese spezielle Kombination nimmt einen sofort gefangen, nährt Neugier und Aufmerksamkeit in einem einzigartig gelungenen Maße. DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ist eine Produktion, die es schafft, den Spannungsbogen sehr akzentuiert zu spannen, und den Zuschauer in das Paris von 1482 zu entführen. Man wird in eine Geschichte integriert, die heute aktueller ist als jemals. Hin und Her gerissen zwischen den verschiedenen Charakteren, durchlebt der Zuschauer Spaß, leidet mit den Figuren. Nach dem dramatischen Ende der Geschichte lässt man sich dann fast erschöpft in seinen Sitz zurückfallen. Während der Applaus verhallt und die letzten Klänge des für dieses opulente Stück kleinen Orchesters leiser werden, überkommt einen unwillkürlich der Wunsch, das Ganze noch einmal erleben zu wollen.

Ich gebe hier auch offen zu, dass ich das Stück mittlerweile bereits mehrmals, aus ganz privater Begeisterung gesehen habe.

Wo steht Der GLÖCKNER VON NOTRE DAME heute?

Bei dem heutigen Besuch konnten wir feststellen, dass die gesamte Cast sich wunderbar aufeinander eingespielt hat. Es kommt alles sehr flüssig, leicht und authentisch daher. Die bei der Premiere noch bemerkbare Neuheit dieser Inszenierung ist vollends verschwunden. Wie heißt es immer so schön: die Schauspieler sind in ihren Rollen angekommen! Dies verleiht dem GLÖCKNER VON NOTRE DAME nun die endgültige Perfektion eines Meisterwerkes im Genre Musical.

Es ist absolut empfehlenswert, während der Show den Blick auch einmal auf die Darsteller zu lenken, die gerade nicht im Fokus des Geschehens stehen. Sie sind mit unauffälligen Tätigkeiten, Handlungen, Gesten, völlig mit ihren Rollen verwachsen und runden somit das Gesamtbild überzeugend ab.

Dieses mit der Rolle verschmelzen ist bei den Hauptakteuren natürlich auch nicht zu übersehen.

Nur First Cast im Musical

Im Laufe der 3 Monate Spielzeit hatten wir die Gelegenheit, alle vier Quasimodo-Darsteller, alle drei Esmeraldas und zwei Erzdiakone spielen zu sehen. Sie zu vergleichen wäre nicht objektiv. Es ist einfach großartig zu beobachten wie z.B. alle vier Quasimodo-Darsteller – David Jakobs, Milan van Waardenburg, Jonas Hein und Kevin Köhler– IHREM Quasimodo einen unverwechselbaren Charakter einhauchen. In diesem Musical von einer First Cast Besetzung und Zweit- und Drittbesetzungen zu sprechen wäre falsch. Wer die Show besucht, wird immer eine wunderbar harmonierende Darstellercrew zu sehen bekommen, die eigene spezielle Züge und Herzblut in die jeweiligen Rollen legt.

Kann man das “Böse” mögen?

Bei unserem wiederholten Besuch ist uns Erzdiakon Frollo, an diesem Abend von Felix Martin gespielt, in bleibender Erinnerung geblieben. Man war unentschlossen, nimmt man ihm seine fromme Barmherzigkeit ab? Ist er ein „armes“ Wesen, das seinen Gefühlen erliegt und durch seine „Liebe“ zu Esmeralda in Zwiespalt gerät? Kann man mit ihm Mitleid haben und seine Gefühle nachempfinden? Sollte man ihn verdammen? Zweifel keimen auf, denn spätestens zum Höhepunkt der Geschichte wird einem klar, wie sehr man sich täuschen kann. Das Böse des Charakters Frollo kommt einem dann ganz bedrohlich nah. Wenn man in den Augen von Felix Martin nur noch das Weiße sieht und die Stimmgewalt, die er präsentiert, seinen Höhepunkt erreicht. Da kann man schon mal Angst vor seiner eigenen Einschätzung und vor Fehleinschätzungen bekommen.

Bei Esmeralda – Sarah Bowden – ist uns aufgefallen, dass ihre tänzerischen Erfahrungen für die Rolle exzellent und unverzichtbar sind. Mit Leichtigkeit und Professionalität präsentierte sie die Tanzszenen, mit welchen die Zigeunerin Esmeralda Quasimodo, Hauptmann Phoebus und Frollo den Kopf verdreht. Auch hier sind es die kleinen eigenen Akzente, die der Rolle Leben geben und die überzeugen.

Über die Darstellerleistungen, Professionalität, Authentizität und Spielfreude der einzelnen Mitglieder der derzeitigen Cast könnten wir noch zig Seiten füllen. Es passt einfach ALLES.

Ein gutes Buch liest man auch zweimal

Wir können wirklich nur jedem empfehlen, dieses Musical mindestens zweimal anzuschauen. So wie man auch ein gutes Buch nach einiger Zeit noch einmal liest. Beim ersten Besuch sollte man sich einfach in die Geschichte fallen lassen und unvoreingenommen genießen. Beim zweiten Besuch in Notre Dame achtet man auf einzelne Nuancen der Darsteller sowie der Geschichte. Spätestens dann ist man gefangen und es könnte gut sein, dass man zum Wiederholungbesucher wird.

Im Berliner Theater des Westens läuten die Glocken noch bis zum 4. November 2017, bevor dieses wunderschöne Musical dann nach München und im Frühjahr 2018 nach Stuttgart weiterzieht.

DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ist ein wirklich gelungenes Musicalereignis, welches seines Gleichen sucht. Wir bedanken uns bei der gesamten Cast für einen wunderschönen Musicalabend in Notre Dame.

 

Tickets für DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME Berlin
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Kategorie: Der Glöckner von Notre Dame,Kritiken,Tour Musicals

Tags:

Autor: I. Marquardt (13.07.2017)

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