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DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME – Dernière

Dernière…schon das Wort alleine lässt bei eingefleischten Theater- und Musical-Besuchern, bei Musicallities-Süchtigen und Fans ein dumpfes Gefühl im Magen entstehen. Aber wie bei allem, auch die Spielzeit von Disneys DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME im Theater des Westens in Berlin geht irgendwann zu Ende. Dieses Ende war am 4. November 2017. Wir haben DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME über seine Spielzeit begleitet und waren auch dabei, als ein letztes Mal in Berlin die Glocken erklangen.

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Der Glöckner von Notre Dame Logo neu
Der Glöckner von Notre Dame Logo neu © Stage Entertainment

Derniere – der Vorhang fällt die Glocken sind verstummt

DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME hat am Samstag den 4. November 2017 zum letzten Mal die Glocken im Berliner Theater des Westens geläutet. Eine wundervolle und erfolgreiche erste Spielzeit ist zu Ende gegangen. Nicht nur für uns ein Grund zurückzublicken.

Vor Beginn der letzten Show gab es auch seitens der Theaterleiterin Andrea Pier einen Rückblick. Ist doch DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ein Kind dieses Theaters. Diese Inszenierung feierte am 9. April 2017 im Berliner Theater des Westens ihre Europapremiere. Etwas, was nicht alle Tage oder Jahre in einem Theater vorkommt.

Berlin hat ein neues Meisterwerk des Musicals auf den Weg gebracht

Man konnte auch Frau Pier an diesem Abend anmerken, dass es nicht irgendeine Dernière war. Ihre Worte waren bewegend, emotional und der ausgesprochene Dank an die Cast, die Kreativen, an alle vor und hinter der Bühne und an das Publikum hat berührt.

Es waren derer nicht wenige, die sich wohl beinahe wöchentlich in der Kathedrale einfanden, auch jene, die normalerweise mit Himmel, Hölle, Heiligen im Allgemeinen und mit dem Kathechismus im Besonderen so gar nichts am Hut haben. Seit April gehörte dieses wunderbare Stück mit seiner so passenden perfekten Cast zu Berlin. Es ist schwer vorstellbar, dass Quasimodo nun nicht mehr an 7 Tagen in 8 Shows die Stadt in den Schlaf schickt und der Glockenturm im Theater des Westens verstummt.

Wunderschöne Dernière – würdig dieses wunderbaren Stückes

Abschied nehmen fällt meist schwer. Nach 7 Monaten nun umso mehr. An diesem letzten Abend in Berlin hat die gesamte Cast noch einmal alles gegeben und stellenweise hat sich der Einzelne noch einmal selber übertroffen.

©i.marquardt/musical1

Felix Martin, seines Zeichens Erzdiakon Frollo von Notre Dame, hat am Dernièrenabend seinen bisherigen Rekordapplaus nach Feuer der Hölle noch um 10 Sekunden überbieten können. Mit 36,9 Sekunden bisher die Spitzenleistung.

Ein letztes Mal fanden die Fans diese Musicals, Berliner und Ihre Gäste, Zuflucht und Asyl für die Zeit einer fantastischen letzten Show.

Keine Dernièrengags – aber trotz allem Überraschungen

Innerhalb der Vorstellung zeigte sich, dass der GLÖCKNER VON NOTRE DAME ein besonderes Stück ist. Ist es eigentlich üblich, dass zur letzten Vorstellung ein paar kleine Eigenheiten von der Cast in den Ablauf eingebaut werden, meist zur Belustigung des wissenden Publikums, war es hier genau umgekehrt.

Zur Szene, als Esmeralda zum ersten Mal die Kathedrale betritt, wurden im Theatersaal durch die Zuschauer viele LED-Kerzen zum Leuchten gebracht und vermittelten der Cast den Eindruck, in einer gewaltigen Kathedrale zu stehen. Es war ein wunderschönes Bild, als zu “Kinder Gottes” die Kerzen flackerten. Auf der Bühne wie im Publikum gab die eine oder andere Träne. Diese Überraschung für die Cast ist durch und durch als gelungen zu sehen.

Wie von Geisterhand verschwand das Kerzenmeer zum Ende des Liedes und die Geschichte um Esmeralda, Frollo, Phoebus, Quasimodo und die Zigeuner nahm wie gewohnt ihren Lauf.

Harmonie und Zuflucht

Die wunderbare Cast von DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME symbolisierte an diesem Abend Harmonie in der Zuflucht. Es ist anzumerken, dass sie sich selbst am letzten Abend ab und an immer noch toppen konnte, im Spiel und Gesang. Das hat den Erfolg der vergangenen 7 Monate nochmals bestätigt und gerechtfertigt.

©i.marquardt/musical1

Aber auch das Publikum gab an diesem letzten Abend nochmals alles. Es war förmlich zu spüren, wie die Zuschauer noch einmal jede Szene mit besonderer Aufmerksamkeit erlebten und mit ganz besonderem Genuss förmlich einsogen. Szenenapplaus mit Jubel und langanhaltendem Applaus.

Eine letzte Geste der Verbundenheit

Das Berliner Dernièrenpublikum hatte sich noch etwas überlegt. Zur Schlussszene, wenn Quasimodo seine Makel (Buckel und Jacke) an Clopin übergibt, erhob sich das Publikum bereits zur Standing Ovation und und symbolisierte Dank, Anerkennung und Verbundenheit mit der gesamten Cast, in dem sich ein nicht unerheblicher Teil ebenfalls einen schwarzen Strich ins Gesicht zeichnete und wiederum die Kerzen im Saal leuchteten.

In einem Meer von roten Rosen, die von den ersten Reihen auf die Bühne geworfen wurden, konnten die Show und ihre Darsteller mit tosendem Applaus und Jubelrufen verabschiedet werden. Es war ein ergreifender Moment!

Musicals sprechen Wahrheit

Heißt es doch in einem anderen erfolgreichem Musical -“Kein Kommen ohne Geh´n”: Wir hoffen, dieser Abschied ist nicht für immer und wünschen der Cast und dem Stück auf ihrer Tour genau so viel Erfolg und Akzeptanz wie in Berlin. Es war eine wundervolle Zeit in Notre Dame.

Noch nicht ganz “Schluss”

Die eingefleischte Fangemeinde zog es nach der Show an die Stage Door.

©i.marquardt/musical1

Wir haben in der Fangemeinde sogar einen Quasimodo (Cosplay) entdecken können. Eine persönliche Verabschiedung, ein letztes Erinnerungsfoto, Präsente für die Cast. Mit Jubelgeschrei, Wunderkerzen und Applaus wurden die einzelnen Darsteller verabschiedet und schweren Herzens auf den Weg nach München geschickt.

Zigeuner bleiben nicht lange an einem Ort

Wir wünschen ganz viel Glück für die weitere Tourspielzeit in München und ab Februar dann in Stuttgart! Gemäß der Liedzeile “Einmal – wird unser Traum – wahr” hoffen wir auf eine Rückkehr in die Berliner Kathedrale in der Kantstrasse.

 

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©musical1

 

Kategorie: Der Glöckner von Notre Dame,Kritiken

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Autor: I. Marquardt (07.11.2017)

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  • Timothy Leistikow 7. November 2017 at 15:09 / Antworten

    Ein sehr schöner Artikel freut mich das ihr auch das Bild von der Fangruppe mit einbezogen habt. Und mich (Quasimodo Cosplayer) noch erwähnt habt freut mich sehr. Gruß Timothy

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