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Der Deutsche Musical Theater Preis 2015: Die große Zeremonie

Das beste deutschsprachige Musical aus der Spielzeit 2014/2015 heißt: GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN. Das Musical des Staatstheater am Gärtnerplatz München wurde zum Abräumer bei der Verleihung des Deutschen Musical Theater Preises gestern Abend im TIPI am Kanzleramt. Zum ersten Mal verlieh die Deutsche Musical Akademie ihren Preis in 13 Kategorien – in einer glamourösen Zeremonie.

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Gefährliche Liebschaften Gärtnerplatztheater
Gfährliche Liebschaften München © Thomas Dashuber

Das beste Musical: GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN

Zum ersten Mal vergab die Deutsche Musical Akademie den Deutschen Musical Theater Preis im vergangenen Jahr, als Ehrenpreis an Helmut Baumann, den langjahrigen Leiter des Theater des Westens (wir berichteten). In diesem Jahr gab es neben dem Ehrenpreis auch einen Sonderpreis und weitere Trophäen in 13 unterschiedlichen Kategorien (zum Überblick über die Nominierungen). Die Deutsche Musical Akademie, ein Zusammenschluss von Musicalschaffenden aus dem deutschsprachigen Raum, hat das Ziel, herausragende künstlerische Leistungen im Genre Musical zu würdigen und ihnen mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Unter den Nominierten waren so auch nicht nur große, bekannte Shows wie DAS WUNDER VON BERN, sondern auch kleine Produktionen wie GRIMM vom Next Liberty Jugendtheater Graz oder ALMA UND DAS GENIE der Berliner Stammzellformation. 34 Uraufführungen aus der Spielzeit 2014/2015 bewarben sich um den Preis, die Jury besuchte 22 Musical-Aufführungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vom 1. bis zum 30. September hatten die ordentlichen Mitglieder der Deutschen Musical-Akademie dann Zeit, ihre Stimme abzugeben. Das Urteil der Jury und die Stimmen der Mitglieder gingen zu je 50 Prozent in die Wertung mit ein.

Zur Jury gehören Andrea Pier, Leiterin des Theater des Westens, Bernd Steixner, Musikalischer Leiter, Komponist Rolf Kühn, Regisseur und Übersetzer Hartmut H. Forche, Sängerin und Schauspielerin Bettina Meske und Komponist Thomas Zaufke.

Ehrenpreis für Peter Weck

Preisträger das Wunder von Bern

© Ursula Fröhlingsdorf

Zwei Preise standen bereits vor der Verleihung fest: Peter Weck erhielt den Ehrenpreis der Deutschen Musical Akademie. Als Autor, Schauspieler, Produzent und ehemaliger Intendant der Vereinigten Bühnen Wien habe Weck sich sehr um das Genre Musical verdient gemacht. „Ich freue mich über die Auszeichnung und hoffe, dass der Deutsche Musical Theater Preis dazu beitragen kann, dass dieses anspruchsvolle lebendige Genre die Anerkennung findet, die es verdient,“ erklärte Weck. Ein Sonderpreis ging an die Kinderdarsteller von DAS WUNDER VON BERN. Die Spielfreude und Professionalität der jungen Talente überzeugte die Deutsche Musical Akademie.

GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN und DAS WUNDER VON BERN räumen ab

Die gestrigen Preisverleihung im Berliner TIPI am Kanzleramt versprühte dann jede Menge Glamour. Katharine Mehrling und Thomas Hermanns, der auch zur Arbeitsgruppe Deutscher Musical Theater Preis gehört, führten gut gelaunt durch die Zeremonie. Mag der Name des Preises auch etwas sperrig sein, der vier Stunden lange Abend im TIPI am Kanzleramt war es nicht.

Abräumer des Abends war GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN, eine Produktion des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Das Team nahm nicht nur die gläserne Trophäe (Preisgestaltung: Hendrik Weber) als bestes Musical mit nach Hause, sondern gewann auch in den Kategorien Beste Musik (Marc Schubring), Beste Darstellerin (Julia Klotz), Bestes Kostüm (Alfred Mayerhofer) und Beste Musikalische Gestaltung (musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz). Michael Otto, Dramaturg am Staatstheater am Gärtnerplatz, bedankte sich: „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für uns, denn neben dem großen Erfolg bei unserem Publikum in München, über den wir uns natürlich sehr freuen, ist diese Anerkennung durch die Fachleute aus der Branche für uns eine tolle künstlerische Bestätigung und motiviert uns auch in Zukunft das Risiko einzugehen, ein eigenes Musical zu entwickeln und aufzuführen.“

Größter Konkurrent der GEFÄHRLICHEN LIEBSCHAFTEN war DAS WUNDER VON BERN aus Hamburg. Neben dem Sonderpreis konnte sich die Produktion von Stage Entertainment über vier weitere Adwards freuen: DAS WUNDER VON BERN gewann in den Kategorien Bestes Bühnenbild (Jens Kilian), Beste Nebendarstellerin (Elisabeth Hübert), Bester Nebendarsteller (David Jakobs) und Beste Choreografie – für die ausgefallene Fussball-Choreographie (Simon Eichenberger, Florian Bücking & Brendan Shelper). Elisabeth Hübert freute sich sehr über die Auszeichnung: „Es ist für mich eine riesige Freude bei dieser Produktion dabei zu sein und jeden Abend diese großartigen Texte und Lieder zu singen. Ich habe noch nie so viele Männer im Zuschauerraum weinen sehen!“ beschrieb sie ihre Erfahrung bei DAS WUNDER VON BERN.

Auszeichnung auch für kleinere Produktionen

Deutscher Musical Theater Preis

© Deutsche Musical Akademie

Als bester Darsteller wurde Christof Messner für das Musical GRIMM ausgezeichnet, eine Produktion des Next Liberty Jugendtheaters Graz an der Oper Graz. GRIMM erhielt auch den Preis für das beste Buch: Der ging an Peter Lund, langjähriger Motor der Neuköllner Oper und seit 2002 Professor für die Musical-Ausbildung an der Berliner Universität der Künste – und somit gut bekannt beim Berliner Publikum.

Den Preis für die besten Liedtexte erhielt Tom van Hasselt von der Berliner Stammzellformation für die sympathische Produktion ALMA UND DAS GENIE. Van Hasselt spielte in diesem Musical übrigens alle männlichen Hauptrollen, an der Seite von Nini Stadlmann als Alma. Als besten Regisseur zeichnete die Deutsche Musical Akademie Dominik Flaschka für die Züricher Produktion OST SIDE STORY (Theater am Hechtplatz, Zürich / Just4Fun Entertainment, Zürich / shake company, Zürich) aus.

Beim Showprogramm des Abends gewährten die Nominierten Einblicke in ihre Musicals: DAS WUNDER VON BERN und GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN zeigten Ausschnitte. Ebenfalls zu sehen gab es Auszüge aus ALMA UND DAS GENIE, GRIMM, der OST SIDE STORY und aus DER KLEINE STÖRTEBECKER vom Schmidt Theater in Hamburg. Die kleineren Produktionen bewiesen dabei, dass sie sich hinter der „großen“ Konkurrenz ganz und gar nicht verstecken müssen. Sympathisch und charmant eroberte vor allem das Ensemble der OST SIDE STORY die Herzen des Publikums – trotz oder gerade wegen des Vortrags auf Schwiizerdütsch.

Das Team vor und hinter den Kulissen

Als Preispaten traten Größen der deutschsprachigen Musicalszene auf: Jan Ammann, Esther Bätschmann, Caroline Beil, Andreas Bieber, Marco Billep, Jörg Gade, Frederike Haas, Lutz Hübner, Edith Jeske, Eric Lee Johnson, Rolf Kühn, Detlef Leistenschneider, Marika Lichter, Felix Martin, Angelika Milster, Sarah Nemitz und Daniela Ziegler überreichten die Awards. Claudio Maniscalco moderierte die Verleihung aus dem Off. Musik steuerte die „Musik und Bühne Band“ mit Tom van Hasselt, Roland Fidezius, Susanne Folk, Tobias Fuchs, Nikolaus Neuser und Ferdinand von Seebach bei.

Hinter der Bühne kümmerten sich Regisseur Craig Simmons, musikalischer Leiter (und Preisträger) Tom van Hasselt, Produktionsleiter Jens Ochmann sowie Sven Barkowsky, Fabian Bothe, Jens Göbel, Kerstin Iskra, Bettina Meske, Kristin Meyer, Nicola Wolf und Lada Wongpeng um den reibungslosen Ablauf. Gaëlle Baconnier und Lena Pagel waren für die Maske verantwortlich.

 

Kategorie: Allgemein

Tags:

Autor: S. Gerdesmeier (27.10.2015)

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