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Cusch Jung Interview – Musical1 Podcast 26

Herzlich willkommen zu unserem ersten Podcast im neuen Jahr. Auch 2015 begrüßen wir wieder viele Musical-Darsteller und Kreative aus der Musical-Branche. Den Anfang macht Cusch Jung, einer der bekanntesten Musical-Darsteller, der auch selbst Musicals inszeniert. Aktuell ist er in MAMMA MIA! in Berlin zu sehen, wo er zum wiederholten Male den Harry spielt.

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Cusch Jung
Cusch Jung © Stage Entertainment

Von der Heinz-Erhardt-Imitation zum Musical

Cusch Jung ist in Kaiserslautern geboren und aufgewachsen. Auf der Theaterbühne steht er bereits, seit er 12 Jahre alt ist. Er spielte bereits in zahlreichen bekannten Musicals, war in den 1980er Jahren zum Beispiel als Che in EVITA zu sehen, spielte den Judas in JESUS CHRIST SUPERSTAR, den Conferencier in CABARET, wo er neben Helen Schneider und der legendären Hildegard Knef auf der Bühne stand, und in der europäischen Erstaufführung von ANYTHING GOES. Seit 1996 führt Jung auch Regie, inszenierte etwa MY FAIR LADY in St. Gallen, wo er auch die Hauptrolle des Professor Higgins übernahm. Zudem is Jung Gastdozent an der Joop van den Ende Academy in Hamburg und hat ein eigenes Solo-Programm, IVAN UND DIE FRAUEN, mit dem er im März auch wieder zu sehen ist. In den 1980er und 1990er Jahren gehörte er außerdem zum festen Musical-Ensemble am Berliner Theater des Westens. Dort ist er aktuell wieder zu sehen, als Harry im Musical MAMMA MIA!

Schon als Zehnjähriger spielte Jung in einem Akkordeonorchester und absolvierte unter anderem Auftritte zur Weihnachtszeit. Nach dem offiziellen Programm begeisterte er das Publikum dann oft mit seinen Heinz-Erhardt-Imitationen: „So habe ich meine ersten Comedy-Versuche gestartet und wusste, wie ich mit Publikum umzugehen hatte,“ beschreibt Jung seine ersten Auftritte. Diese haben ihn dann auch gleich weiter ans Theater geführt, wo er zum ersten Mal mit 12 Jahren auf der Bühne stand.

Mag die Musical-Klassiker

Nach seinen Lieblingsmusicals gefragt, gibt Cusch Jung zu, dass ihn die Klassiker nach wie vor am meisten faszinieren: Musicals wie EVITA, MY FAIR LADY und die WEST SIDE STORY gehören zu seinen Lieblingen.

Seit 1996 ist Jung nun auch ins Regiefach gewechselt. „Das Spannende am Regieführen ist natürlich, ich kann das weitergeben, was ich selbst auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gelernt habe – nicht nur den Jüngeren, auch den älteren Kollegen,“ erklärt. Spannend sei außerdem, dass er seine eigene Geschichte aus seinem eigenen Blickwinkel erzählen könne; die Herausforderung liege dabei darin, dem Publikum in 2,5 Stunden eine Geschichte zu erzählen, die auch ohne Blick in das Programmheft verständlich ist.

Gerne erinnert sich Cusch Jung an seine Anfänge am Berliner Theater des Westens zurück. Von 1984 bis 1999 spielte er hier unter Helmut Baumann. Alle vier Monate brachte das Musical-Ensemble damals ein neues Stück auf die Bühne und machte das Theater des Westens damit zum ersten Haus am Platz, was Musicals betrifft. Jung spielte dort zusammen mit seiner Frau, was für ihn natürlich ein besonders schönes Erlebnis war.

Spielt den Harry schon seit 2007

Szenenfoto Mamma Mia! Berlin

© Stage Entertainment

Aktuell kehrt er dorthin als Harry in MAMMA MIA! zurück – auch diese Rolle spielt er bereits zum wiederholten Male. Jung kreierte die Rolle für die deutsche Erstaufführung 2002 in Hamburg, spielte dort bis 2004 und gab den Harry auch 2007 am Potsdamer Platz in Berlin. Mehr als 1.000 Vorstellungen hat er in diesem Part bereits über die Bühne gebracht; so beschreibt Jung die Rolle des Harry denn auch als großen Teil seines Lebens. Als die Berliner Produktion geplant wurde, riefen die Produzenten Jung an und fragten ihn, ob er die Rolle nicht wieder einmal übernehmen wolle. Jetzt freut er sich, wieder mit dabei sein zu dürfen. Die Produktion sei auch noch auf dem gleichen künstlerischen Niveau wie vor zwölf Jahren, beschreibt Jung. Die Darsteller haben mit der englischen Originalmannschaft geprobt, die schon bei der deutschen Erstaufführung dabei waren. „ Es war schön, all diese Menschen wiederzusehen und mit ihnen zu arbeiten,“ so Jung. Veränderungen habe es im Laufe der Zeit nur wenige gegeben: Wurden die Kulissen in Hamburg noch elektronisch gefahren, werden sie mittlerweile wieder per Hand bewegt.

Wie sich am Ende von MAMMA MIA! herausstellt, war Donna die einzige Frau, die Harry jemals geliebt hat. Cusch Jung findet es schön, jemanden zu spielen, der sich am Ende des Stückes outet, und hat großen Spaß mit der Rolle. Nach Oberhausen wird er dem Musical dennoch nicht folgen, da in Leipzig bereits neue Aufgaben auf ihn warten. Dort wird er in der WEST SIDE STORY auf der Bühne stehen.

Was würde Jung in der Musical-Welt verändern?

Gibt es denn bei MAMMA MIA eine Rolle, die er unabhängig von Alter und Geschlecht gerne einmal spielen würde? Nein, sagt Jung. „Eigentlich bin ich mit der Rolle des Harry am zufriedensten, denn der macht eine schöne und große Entwicklung mit“. Er hat auch den Sam einmal gespielt, was ebenfalls Spaß gemacht habe, aber Harry sei schon seine Lieblingsrolle.

Und was würde er in der Musical-Welt verändern? Jung stört es vor allem, wenn aus Kostengründen Orchester zusammengestrichen werden. Das sei aber auch keine neue Entwicklung, damit habe das Theater des Westens auch schon in der Baumann-Zeit zu kämpfen gehabt und auch am Broadway lasse sich der Trend zu immer kleineren Orchestern beobachten. Einen kompletten Verzicht aufs Orchester befürchtet er allerdings nicht.

Wer Cusch Jung nun live erleben möchte, hat in Berlin in MAMMA MIA! die Gelegenheit dazu, bis zum 14.02.2015 bleibt das Musical in der Stadt. Zum Schluss von unserer Seite auch ein Dank an Sie, die Hörer des Musical1 Podcasts, für Ihr großes Interesse an den Interviews. Haben Sie Wünsche, wen wir noch interviewen sollten? Dann lassen Sie es uns einfach wissen. Wir freuen uns auch über Kommentare hier auf der Webseite, auf Facebook und über Bewertungen bei iTunes.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (03.01.2015)

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