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CAN-CAN Premiere im Stadttheater Baden

Das bei uns eher unbekannte Musical CAN-CAN aus der Feder von Cole Poter feierte am 20.02.2016 im Stadttheater Baden eine gelungene Premiere. Das Musical entführte das Publikum ins Paris des 19. Jahrhunderts und zeigte das pulsierende Nachtleben des Montmartre und den träumerischen Lebensstil der Pariser Künstler.

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Can Can Ensemble © Christian Husar

Baden tanzt den Can-Can

© Christian Husar

© Christian Husar

Um die Dächer von Paris finden sich zahlreiche Geschichten – bald könnten diese zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Die Bühne Baden in Österreich holt mit der neuen Inszenierung des Musical-Klassikers CAN-CAN die faszinierende Landschaft der dichtgedrängten Häuser in den Kurort in der Nähe von Wien. Bei der Premiere von CAN-CAN im Stadttheater der Biedermeierstadt verwandelte sich die Bühne in die Großstadt Paris im Jahr 1893. Im berühmten Künstlerviertel Montmartre wird in den Varietés und Nachtclubs der berüchtigte Can-Can getanzt. Doch die beliebten Blicke auf zu viel nackte Beine verstoßen gegen die strengen Sitten. So bekommen die Etablissementbetreiber immer wieder Probleme mit den Behörden.

Die Bühne Baden präsentiert zahlreiche starke Stimmen. Das Theater in der Nähe von Wien konnte bisher als Geheimtipp gelten. Mit dieser Produktion setzt sich die Bühne aber selbst neue Maßstäbe.

Liebeserklärung an Paris

© Christian Husar

© Christian Husar

Der ambitionierte Jungrichter Aristide Forestier (Oliver Arno) nimmt die Moral und das Gesetz ganz genau und lässt bei einem Ortstermin die Tänzerinnen und die Chefin Pistache (Elisabeth Ebner) des Etablissements „Cafe de Paradise“ ins Gefängnis wandern. Doch sein Pflichtbewusstsein und seine Grundsätze kommen durch den Charme und die Raffinesse von Pistache nach und nach ins Wanken und er erkennt, was wirklich Recht ist und findet seine große Liebe.

Elisabeth Ebner und Oliver Arno geben dabei ein überzeugendes Paar ab. Sehr gut ist die Entwicklung des jungen Richters zu erkennen. Arno spielte bereits in ELISABETH, SUNSET BOULEVARD und zahlreichen anderen Erfolgsmusicals mit und war zuletzt 2015 beim Deutschen Musical Theaterpreis als „Bester Hauptdarsteller“ für seine Rolle als Werther in der Welturaufführung von LOTTE nominiert. Die Niederösterreicherin Elisabeth Ebner überzeugte mit starker Stimmer vor allem beim Welthit „I love Paris“ (Ganz Paris träumt von der Liebe). Sie stand bei der Welturaufführung von TANZ DER VAMPIRE im Wiener Raimund Theater auf der Bühne. Der Großteil der Tanzszenen ist mitreisend und optisch opulent anzuschauen und trotz der kleinen Bühne energiereich von Choreograph Marcus Tesch umgesetzt worden, ohne billig zu wirken gibt es Spagatsprünge, fliegende Röcke und schwingende Beine.

Kleine Aktionen – Große Wirkung

© Christian Husar

© Christian Husar

Hans Neblung als etwas doppelmoraliger Kunstkritiker Hilaire Jussac und Georg Leskovich als bulgarischer Bildhauer Boris, der mit seinem Dialekt und den dazugehörigen Sprichwörtern immer wieder für einige Lacher sorgt, haben das Publikum schnell auf ihrer Seite. Beide kämpfen mit viel Charme und Humor um die reizende Wäschereiarbeiterin Claudine, die als Tänzerin Karriere machen will. Die begabte Tänzerin aus einfachen Verhältnissen wird von Lisa Habermann verkörpert. Gemeinsam mit Hans Neblung stand sie zuletzt beim Disney Musical MARY POPPINS im Ronacher in Wien auf der Bühne. Mit liebevoll gestalteten Kostümen (Friederike Friedrich) elegant, abwechslungsreich, aber nicht zu aufdringlich, versetzt die Bühne Baden die Zuschauer authentisch zurück in das Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Auch das Bühnenbild (Pantelis Dessyllas) entführt phantasievoll zu verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt. Mit wenigen Hilfsmitteln finden wir uns beispielsweise im Atelier einer erfolgslosen Künstlercompanie , die im 5. Stock über der Stadt thront, im nächsten Moment finden wir uns mitten im Vergnügungsviertel Montmartre zwischen einem berüchtigten Nachtclub und einem kleinen Café.

Gewöhnungsbedürftig war zu Beginn die englische Sprache der Lieder, die uns an den Ursprung des Musicals erinnert: Es feierte am 07. Mai 1953 im Shubert Theatre in New York Uraufführung. Dennoch war die Aussprache der Schauspieler phantastisch und für Textinteressierte gut verständlich.

Selten aber sehenswert

Klassiker wie Can-Can finden sich nicht so oft auf den Spielplänen der deutschsprachigen Theater. Das Stück mit der Musik von Cole-Porter steht oft im Schatten des erfolgreicheren KISS ME, KATE. Doch mit Songs wie „C´est magnifique“, „Can-Can“ und „I love Paris“ und den starken verruchten Tanznummern muss sich der Musical-Klassiker aus den 50er Jahren nicht hinter anderen Musicals verstecken. Regisseurin Alexandra Frankmann-Koepp gelingt mit viel Leidenschaft, die sie in diese Inszenierung steckte, eine musikalisch-tänzerische Liebeserklärung an Paris.

Leading Team:

  • Buch: Abe Burrows
  • Musik und Gesangstexte: Cole Porter
  • Deutsche Dialoge: Paul Baudisch
  • Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
  • Inszenierung: Alexandra Frankmann-Koepp
  • Bühnenbild: Pantelis Dessyllas
  • Kostüme: Friederike Friedrich
  • Choreografie: Marcus Tesch

Besetzung:

  • Pistache: Elisabeth Ebner
  • Richter Aristide Forestier: Oliver Arno
  • Hilaire Jussac: Hans Neblung
  • Claudine: Lisa Habermann
  • Boris: Georg Leskovich
  • Theophile: Artur Ortens
  • Hercule: Johannes Nepomuk
  • Etienne: Nathanaele Koll,
  • Richter Paul Barriere: Franz Josef Koepp
  • Henri/Gerichtspräsident: Beppo Binder
  • Model/Marie/Dance Captain: Daniela Nitsch
  • Gabrielle: Barbara Castka
  • Celestine: Angelika Ratej
  • Gerichtsdiener/Arzt/Ankläger: Michael Duregger/Alexander Kuchinka
  • Polizeibeamter/Sekundant/Gefängniswärter: Robert Kolar
  • Polizeibeamter/Gefängniswärter/Kellner: Felix M. Berger

Weitere Spieltermine:

  • 21. Februar 2016, 15:00 Uhr
  • 26. Februar 2016, 19:30 Uhr
  • 27. Februar 2016, 19:30 Uhr
  • 28. Februar 2016, 15:00 Uhr
  • 03. März 2016, 19:30 Uhr
  • 05. März 2016, 19:30 Uhr
  • 06. März 2016, 15:00 Uhr
  • 10. März 2016, 19:30 Uhr
  • 11. März 2016, 19:30 Uhr
  • 18. März 2016, 19:30 Uhr
  • 19. März 2016, 19:30 Uhr
  • 20. März 2016, 15:00 Uhr
Tickets für CAN-CAN in Baden
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Kategorie: Kritiken,Stadttheater

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (21.02.2016)

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