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CABARET – Immer wieder ein Genuss

CABARET ist seit kurzer Zeit wieder im Tipi am Kanzleramt in Berlin zu sehen. Ein Stück, das man sich öfter ansehen kann und trotz allem mit Begeisterung die Show verläßt. Auch wir von Musical1 haben uns nochmals vom Flair im Tipi am Kanzleramt bezaubern lassen. Die Damen aus dem Kit Kat Club sind einfach zu genial, um es nur einmal zu genießen.

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Cabaret Sally Bowles
Cabaret Sally Bowles © Jan Wirdeier

CABARET Musiktheater oder Musical?

Musical1 sagt, hier lassen wir beides gelten. Schliesslich tauchen wir mit CABARET ein in die zu Ende gehenden 20er Jahre in Berlin. Ein Berlin, das auch damals bereits seine ganz eigene Spaßgesellschaft hatte. Interessanterweise ebenso zu dieser Zeit formierte sich erstmalig in den USA der alleinstehende Begriff „Musical“ als Genrebezeichnung. Aber das nur am Rande.

Schon beim Betreten der Spielstätte des Tipi am Kanzleramt im Berliner Tiergarten wird man umfangen von einer dezent plüschigen, glitzernden Atmosphäre – pures Wohlfühlgefühl überkommt einen.  Noch ist alles gedämpft, die „Einweisung“ freundlich, man wird zum Platz an unterschiedlich großen und kleinen Tischen begleitet. Wer möchte, kann sich sogleich an Getränken und Speisen erquicken, die vor Showbeginn serviert werden.

Man ist bereits voll in der Stimmung eines 20er-Jahre-Theaters, die pink-, lilafarbene Beleuchtung, der silberne Glitzervorhang, perfekt!

Sorglos den Abend genießen ist die Devise

Willkommen! Bienvenue! Welcome! Los geht's! Wir möchten sagen, der allseits bekannte CABARET Conferencier, hier einmal mehr gespielt vom umjubelten Oliver Urbanski, eröffnet die abendliche Show im Kit Kat Klub gewohnt verlockend und im gekonnten Entertainer-Stil. Schließlich sollen sich die Besucher vergnügen, ihre Sorgen vergessen. Es war  ja auch irgendwann nicht mehr so leicht Ende der 20er, als mehr und mehr zu Tage trat, was es mit dem Nationalsozialismus auf sich hatte. Nur das beliebteste Nachtclubmitglied, Sally Bowles (Sophia Euskirchen), aus dem Berliner Kit Kat Klub, kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Ihr Allheilmittel heißt Gin! Sie will auch nicht einsehen, dass ihr neuer Verehrer Clifford Bradshaw (Lukas B.Engel), ein noch nicht erfolgreicher, amerikanischer Schriftsteller, mit ihr aus Europa flüchten will.

Charaktere aus allen Schichten treffen aufeinander

Ehe es jedoch zu diesem ganzen Schlamassel kommt, lässt sich Clifford gerne überreden, die Stadt Berlin und auch Sally näher kennenzulernen. Von den Menschen um ihn herum hört er deren ganz eigene Geschichten: Fräulein Schneider (Ilona Schulz), seine Zimmervermieterin, anrührend und immer positiv ihr Lied „Na und“,  Herr Schultz – Dirk Schoedon, der liebe Obsthändler und Verehrer von Fräulein Schneider. Wie auch in den letzten Jahren, herrlich überdreht und ein weiteres Highlight des Abends, Fräulein Kost mit der genialen Anja Karmanski. Auch Bekanntschaften der eher bedenklichen Sorte gehören zu Cliffords Erfahrungen: Ernst Ludwig (Torsten Stoll), der aus seiner politischen Gesinnung keinen Hehl macht.

CABARET, ein Klassiker im Genre Musical – aktuell und mitreißend

CABARET ist ein spannendes, mitreißendes Stück Geschichte und Musical. Auf der Bühne des Tipis gibt es keinen Platz für voluminöse Requisiten, jedoch wissen die genialen Bühnenbildner diesen Raum perfekt zu nutzen. Immer wieder verwendbare Bühnenbilder ergeben ein wunderbares Gesamtbild. Sowohl die Eisenbahn, mit der Clifford nach Berlin reist, oder das Haus von Fräulein Schneider. Faszinierenderweise gibt es niemanden im Stück, der nicht verkleidet oder geschminkt ist. Dadurch ist alles wirkungsvoll prächtig, ja direkt glamourös auf der Bühne.

Es ist ein Ohrenschmaus, sowohl den Protagonisten als auch allen anderen Darstellern zu lauschen. Ein extrem hohes Niveau des Genres Musical ist das, perfekt kombiniert durch wunderschöne Stimmen, körperbewusste und mimisch gezielte Schauspielkunst sowie humorvolles Tanzen und Entertaining. Lebendig, humorvoll, aber auch ernst und nachdenklich – eine perfekte Mischung.

Ja, und letztendlich werden Clifford all seine Eindrücke inspirieren, einen neuen Roman zu schreiben.

Uns haben zudem noch die Kit Kat Girls überzeugt, als da wären Juliane Maria Wolf, Marion Wulf, Paulina Plucinski und der Dance Captain Mogens Eggemann.  Eine geniale Vielseitigkeit bewiesen Michael Chadim und Christian Fischer.

Nicht zuletzt geht gar nix ohne das absolut überragende „Orchester“ ! Was uns diese fünf Herren dort geboten haben, war perfekt. Es sei mit angemerkt, dass sogar einige Bandmitglieder kurzzeitig in das Stück einbezogen waren.

Gemütliches Ambiente = Komplette Wohlfühlatmosphäre

Wie eingangs schon erwähnt, trägt auch das gesamte Ambiente des Tipi zum Gelingen mit bei. Hat man doch an seinen kleinen Tischen mit einem Getränk darauf das Gefühl, wirklich im Kit Kat Klub zu verweilen, zumal sich die Akteure auch immer wieder im Publikum bewegen und dieses mit einbeziehen.

Rundheraus kann man sagen: ein vollständig gelungener Abend, mit kulinarischen Genüssen, wunderbaren Stimmen und Darstellern, denen man die Freude an ihrem Beruf anmerkt. Gespielt wird mit Leidenschaft und Überzeugung.

Man sollte die Gelegenheit nutzen, sich diese wunderbare Inszenierung anzusehen.

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Kategorie: Stadttheater,Theater Eigenproduktionen

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Autor: I. Marquardt (21.09.2017)

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