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BODYGUARD – DAS MUSICAL ab heute in Stuttgart

Während heute Abend die offizielle Premiere von BODYGUARD – DAS MUSICAL über die Bühne geht, können wir schon über die ersten Eindrücke berichten. Musical1 war gestern zur Medien-Preview eingeladen und durfte so bereits vorab einen Blick auf das neue Traumpaar im Stage Palladium Theater werfen.

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Bodyguard-Ensemble beim Finale
Bodyguard-Ensemble beim Finale © Stage Entertainment

Aisata Blackman ist die “Queen of the night”

Die Spannung war groß: BODYGUARD – DAS MUSICAL zieht aus dem Musical Dome in Köln nach Stuttgart. Neue Bühne, anderes Haus, eine (fast) komplett neue Cast. Wird das funktionieren? Wird der Funke überspringen?

Die Story um Rachel Marron und Frank Farmer ist hinlänglich bekannt. Seit 25 Jahren ist der Film mit Whitney Houston und Kevin Costner einer der ganz großen Liebesfilme – und das obwohl er offiziell als Thriller beworben wird. Ein Superstar erhält Drohbriefe, ihr Management engagiert gegen ihren Willen einen Bodyguard. Sie können sich nicht ausstehen. Der Rest ist vorhersehbar, aber aufgrund der Einbettung in eine spannende (Thriller-)Rahmenhandlung nicht zu kitschig und vor allem sehr kurzweilig.

Auch die „Toaster“ sind umgezogen

Bühnenbild, Inszenierung, Kostüme, es wurde so gut wie alles aus der Kölner Produktion übernommen und auf die neuen Gegebenheiten angepasst. Es gibt keine einschneidenden Veränderungen. Natürlich musste das eine oder andere Bühnenteil der neuen Bühnengröße angepasst werden, dem durchschnittlichen Musicalbesucher dürften aber voraussichtlich keine größeren Veränderungen ins Auge springen. Apropos Springen. Die Bühne des Stage Palladium Theaters wird bei BODYGUARD vollständig genutzt, der Orchestergraben ist – wie auch in Köln – verdeckt. Unterhalb der Bühne befinden sich die beiden „Toaster“ genannten Abschussrampen, mit dem zwei Tänzer jeweils am Anfang und am Ende der Show spektakulär auf die Bühne geschossen werden. Die Band sitzt in einem separaten Raum, die Musik wird in den Saal übertragen.

Rachel Marron und Frank Farmer

© Stage Entertainment

Große Fußstapfen

Aber wir wollen nicht zu viel vergleichen, sondern einfach die Show auf uns wirken lassen. Schauen, ob uns die angekündigten „Große(n) Stimmen. Große(n) Emotionen“ erreichen. Kaum ein Musical fordert seiner Hauptdarstellerin stimmlich so viel ab und wirft so einen großen Schatten wie BODYGUARD. So gut wie jeder hat die unvergleichliche Stimme von Whitney Houston im Ohr und ihre großen Hits zuhause irgendwo parat. Und die allermeisten haben Kevin Costner in seiner wohl bekanntesten Rolle vor Augen, wenn sie den Namen Frank Farmer hören. Der Vergleich erfolgt also fast zwangsläufig.

Fulminantes Rollendebut

Doch schon beim ersten Song macht Aisata Blackman klar: Sie ist die „Queen of the night“. Und das bleibt den ganzen Abend so. Wirken die Dialoge anfänglich aufgrund der sehr konzentrierten Aussprache – insbesondere bei den Dialogen zwischen Rachel und Frank – noch etwas „unlocker“, taucht sie im Verlauf der Show so tief in die Rolle ein, dass sie alles um sich herum vergisst und zu ihrer natürlichen Aussprache übergeht. Der leichte niederländische Akzent, der dabei durchkommt, ist charmant und wird durch ihre Authentizität mehr als wettgemacht. Auch Jadran Malkovich als Frank Farmer und Gabriel Marian Skowerski als Bill Devaney sprechen nicht akzentfrei, aber alle drei sind problemlos und einwandfrei zu verstehen.

(Nicht ganz so) liebende Schwester

Zodwa Selele gibt als Nicky Marron überzeugend die Schwester, die Rachel einerseits aufrichtig liebt, andererseits aber darunter leidet, ständig in deren Schatten zu stehen. Diesen inneren Konflikt und ihre Eifersucht, als sie merkt, dass Frank sich in Rachel und nicht in sie verliebt hat, nimmt man ihr ohne Zweifel ab. Ihre Songs „Saving all my love“ und insbesondere „All at once“ gehen, ebenso wie das anrührende Duett „Run to you“ unter die Haut. Stimmlich harmonieren Nicky und Rachel hervorragend.

Aisata Blackman als Rachel Marron

© Stage Entertainment

A star is born

Bei Jadran Malkovich als Frank Farmer muss man sich im ersten Moment etwas von den abgespeicherten Kevin Costner-Bildern im Kopf lösen und sich bewusst auf ihn einlassen, da er optisch einen anderen Typ verkörpert. Mit seiner Karaoke-Szene erntet er viele Lacher und bei der Szene im Schlafzimmer sind tatsächlich anerkennende Pfiffe aus dem Publikum zu hören.

Und neben einigen weiblichen Fan-Herzen erobert er im Laufe des Abends vor allem Sie: Rachel Marron. Aisata Blackman tanzt, giftet, flirtet, singt mit beeindruckender Präsenz. Sie gibt die große Pop-Diva ebenso überzeugend wie das unsichere Mädchen, als sie Frank um ein Date bittet. Und sie zeigt mit jedem Song was sie kann. „How will I know“, „Greatest love of all“, „All the man that I need“, das fantastische „One moment in time“ und natürlich das legendäre „I will always love you“. Aisata Blackman gibt alles. Gänsehaut inklusive. Herausragend ihr hochemotionales „I have nothing“ am Ende des ersten Aktes.

Weitere Besetzung

Die weiteren Hauptrollen und das Ensemble sind wie folgt besetzt:

 

  • Tony: Ivan Jurcevic
  • Sy Spector: Markus Maria Düllmann
  • Stalker: Marc Früh
  • Ray Court: Alexander di Capri
  • Fletcher: Fabian (bei der Medien-Preview)
  • Alternate Rachel Marron & Cover Nicky: Jessica Mears
  • Walk-in Cover Rachel & Nicky: Sidonie Smith

 

Ensemble Damen:

Chiara Fuhrmann, Paola Fareri, Justine Casper, Kerry Crozier, Jessica Scorpio, Senay Taormina, Abby Rose Bryant, Charlotte Scally, Marina Maniglio, Julie-Denise Hyangho

Ensemble Herren:

Ulrich Talle, Thomas Hessdörfer, Benjamin Rollmann, Daniil Shmidt, Thorian Jackson de Decker, Reece Darlington-Delaire, Rhys Richard, Bradley Applewhaite, Misha Toft, Ben Radford, Jaime Cox

Prädikat: Empfehlenswert

Die Zuschauer bei der Preview waren begeistert und gaben bereits bei „I will always love you“ Standing Ovations. Wir können einen Besuch im Stage Palladium Theater definitiv empfehlen und sind sicher, BODYGUARD – DAS MUSICAL wird auch in Stuttgart das Publikum begeistern.

Tickets für BODYGUARD - DAS MUSICAL gibt es hier
Tickets für BODYGUARD - DAS MUSICAL gibt es hier

Kategorie: Bodyguard,Kritiken

Tags:

Autor: M. Kanz (28.09.2017)

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  • Sandra 9. Oktober 2017 at 20:57 / Antworten

    Ich muss sagen ich war vergangenen Donnerstag in Bodyguard und war ganz und gar nicht begeistert! Die Darsteller sind allesamt wirklich super und an ihnen gibt es wirklich rein gar nichts zu meckern aber das Bühnenbild empfand ich als erbärmlich. Zu 80% schaut man auf eine fast leere Bühne mit maximal ein paar wenigen Stühlen und einem Tisch drauf oder so in etwa. Die Musik sehr schön aber da was man ja auch schon vorab was einen erwartet. Insgesamt find ich ist es den teuren Ticketpreis bei der Stage nicht wert leider. Das Publikum war leider auch sehr lahm und hat maximal geklatscht und selbst das manchmal fast vergessen. Mir schien es als würden sie gleich einschlafen. Außerdem war der Saal nur ca. dreiviertel voll! Ich hätte mich geärgert, wenn ich um dieses Musical zu sehen außer des teuren Tickets noch Hotel und Zug oder Flug hätte bezahlen müssen.

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