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Betty Vermeulen Interview – Musical1 Podcast 24

Im heutigen Musical1 Podcast spricht die Musical-Darstellerin Betty Vermeulen mit Benedikt Hake über ihre Beweggründe, die sie zu einer Musical-Karriere veranlassten, erzählt von ihrer langjährigen Erfahrung beim Musical Mamma Mia! und verrät, wie sie selbst bei der Gestaltung des Musicals teilnehmen kann. Außerdem lüftet sie das Geheimnis ihrer sehr guten Deutschkenntnisse und lässt den Zuhörer hinter die Kulissen ihres persönlichen Weihnachtsfestes schauen.

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Betty Vermeulen
Betty Vermeulen © Stage Entertainment

Von der Sängerin zur Musicaldarstellerin – Ein Leben im Wandel

Die 1957 in Belgien geborene Musicaldarstellerin wusste schon als Sechsjährige, dass sie später Sängerin werden wollen würde. So kam es dann auch, dass sie sich rasch in Belgien als Popsängerin einen Namen machen konnte. Nach einem Studium an der Musikakademie in Mol (Belgien) von 1972 bis 1976 eröffnete sich für Vermeulen ebenso die Möglichkeit des Theaterspiels. So geschah es, dass sie erstmals von 1991 bis 1992 in LES MISÉRABLES zu sehen war. Dort löste sie Pia Douwes als Fantine ab. Auch war sie bereits im preisgekrönten Theaterstück ANONYMOUS SOCIETY in Edinburgh und in LOVE ME JUST A LITTLE BIT MORE zu sehen. Von 2006 bis 2009 und seit 2013 spielt sie nun in MAMMA MIA! die Rolle der Tanja und stellt klar, dass es in keinster Weise eintönig ist, drei Jahre lang die selbe Rolle zu verkörpern.

Neue Inputs erhalten die Spielfreude

Vermeulen erklärt, dass sie die Abwechslung, zum Beispiel durch Darstellerwechsel, sehr genieße, dennoch die Arbeit mit Barbara Raunegger und Sabine Mayer schätze. Zudem sorge der Regisseur zusammen mit dem Choreografen und dem Creative Team aus London bei jedem Spielstättenwechsel für neue Impulse. Solche Impulse seien beispielsweise neue Textpassagen. Dennoch gibt sie zu Bedenken, dass solche Veränderungen auch immer Anstrengung für die Darsteller bedeuten und vor allem zu Beginn die Frustration sich bemerkbar machen würde, da die Sicherheit fehle. Andererseits sei dies eine Chance, die Spannung sowohl für die Darsteller, als auch für den Zuschauer zu steigern. Einfluss habe sie auf solche Veränderungen aber nicht, denn man müsse dem Wunsch des Regisseurs nachkommen und nur mit seiner Kooperation könne das Stück aktiv verändert werden. Gerade dieser Prozess sei allerdings sehr schwierig, da der Regisseur viel Engagement verlange und man sich auch seinen Ängsten entgegenstellen müsste.

Betty und Barbara in ihren Rollen

© Stage Entertainment

MAMMA MIA! Ein “Feel-good-Musical” – Auch für die Darsteller

Laut Betty sei MAMMA MIA! ein “Feel-good-Musical”, in welchem sowohl viel Humor, als auch eine gewisse Portion Trauer vorhanden sei. Auch für die Darsteller sei dies spürbar. So berichtet sie darüber, dass sie gerade durch das Stück und ihre Kolleginnen im Spiel aufgemuntert werden kann, wenn sie mal einen schlechten Tag habe.
Ihr selbst mache an ihrer Rolle am meisten Spaß, dass sie zusammen mit ihren beiden Kolleginnen Barbara Raunegger und Sabine Meyer rumalbern könne. Auch hierbei ginge es vor allem um das Aufheitern von “Donna”, rundum also ein Musical, bei dem man sich wohlfühlen kann.

Der Sturz der Betty Vermeulen – eine Komödie

Auf die Frage, ob es denn bei einem ihrer Auftritte bereits einen lustigen Vorfall gegeben habe, der ihr in Erinnerung geblieben sei, antwortet die Künstlerin, dass es eine Reihe solcher Begebenheiten gegeben habe, ihr aber vor allem eine Szene nicht mehr aus dem Kopf gehen wolle.
So berichtet sie, dass sie vor einiger Zeit in Hamburg bei MAMMA MIA! in hohen Absatzschuhen auf der Bühne von einer Treppe gestürzt sei. Privat trage sie eher flache, sportliche Schuhe. Das Publikum hätte den Vorfall als Teil der Show verstanden, nur ihre Schauspielkollegen wären direkt zur Hilfe geeilt. Zum Glück zog Betty sich dabei keinerlei Verletzungen zu, sodass sie die Show zuende spielen konnte und nach dem Sturz ihren ersten planmäßigen Satz aussprach: “Wie weit muss ich denn noch latschen in diesen scheiß Pumps?”

“In Belgien geboren, in Amsterdam zuhause, in Hamburg verliebt, in Berlin angekommen”

Bleibt zu hoffen, dass in Oberhausen alles glatt läuft, wenn Vermeulen für MAMMA MIA! auch dort als Tanja auf der Bühne steht. Allerdings wird es für die Wahl-Berlinerin kein leichter Abschied. So hat sie laut eigener Aussage nun endlich ihr wahres Zuhause gefunden, nachdem sie breits Amsterdam als Zuhause bezeichnete und auch Hamburg in ihr Herz schloss. Man darf gespannt sein, ob sich der Ruhrpott ebenso als mögliches Domizil ins Rennen bringen kann.

Fit auf der Bühne – Auch dank ihres Hundes

Beruflich überlegt Betty, ob sie eines Tages womöglich für einige Zeit dem Musical-Business den Rücken kehrt und sich der reinen Schauspielerei widmet. Auch ein Leben als Autorin oder eine Rückkehr zu ihrer Solo-Karriere kann sie sich gut vorstellen. Allerdings müsste sie sich dann wohl eine sportliche Alternative suchen, denn laut eigener Aussage brauche sie kein Workout-Training. Die Bühne halte sie fit genug. Und auch ihr Hund, mit dem sie stundenlange Spaziergänge im Wald unternehmen könne, trage zu ihrer Fitness bei.

Weihnachten bei der Familie Vermeulen

Das Weihnachtsfest sei für sie eher ein ungewöhnliches Fest. In ihrer Heimat Belgien sei für sie das Weihnachtsfest, im Gegensatz zu unserem in Deutschland, ein Tag, an dem gearbeitet werden muss.
Dennoch verschenke sie Kleinigkeiten an Bekannte und Verwandte, in ihren Augen sei Weihnachten nämlich kein Fest der großen Geldausgeberei, sondern der kleinen Aufmerksamkeiten.
Mit ihren Kollegen im Theater des Westens habe sie dieses Jahr eine Aktion gestartet, bei der für Obdachlose in Berlin unter anderem Isolier-Matten, Bettdecken und andere wichtige Gegenstände gesammelt wurden. So erhoffte man sich, auch den ärmsten Menschen dennoch eine Freude machen zu können.
Privat verbringe sie den diesjährigen Heiligen Abend mit Freunden in Berlin. Am ersten Weihnachtsfeiertag allerdings stünde sie wieder auf der Bühne, verriet sie.

Deutsch – Eine Weltsprache

Auf die Frage, wieso sie denn so fließend Deutsch spreche, obwohl sie ja doch erst seit 2006 in Deutschland lebe, verriet die Musical-Darstellerin, dass sie von Kindheit an mit der deutschen Sprache konfrontiert wurde. So hätte sie Verwandschaft in der Schweiz und sei dort bereits mit der deutschen Sprache in Berührung gekommen. Zudem werde im belgischen TV jede Sendung auf Originalsprache gesendet und ihr hätten damals schon die deutschen Krimiserien am meisten gefallen. Auch heute noch lese Betty, die neben Belgisch, Deutsch und Niederländisch auch noch Französisch und Spanisch spricht, am liebsten Bücher in Deutsch, schaue aber TV-Sendungen am liebsten in Originalsprache.

Abschließend wünscht Betty nun allen Hörern frohe Weihnachten und hofft, dass das nächste Jahr mehr gute Botschaften und mehr Frieden für alle bereit hält. Dem schließen wir uns an.

Kategorie: Podcast

Autor: B. Hake (24.12.2014)

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