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BEST OF 2017 – Stage School

Jedes Jahr hat die STAGE SCHOOL in Hamburg rund 270 Studenten, die alle das gleiche Ziel verfolgen: Sie wollen Musicaldarsteller werden. Wer bis zum Ende durchhält und die Abschlussprüfung schafft, darf von sich selbst behaupten, Talent für diesen Beruf zu haben. Die zehn besten Absolventen des Jahres 2017 haben nun die Chance erhalten, ihr Programm der Abschlussprüfung vor einem Publikum im schuleigenen Theater vorzustellen. Musical1 hat eine abwechslungsreiche und beeindruckende Show erleben dürfen. Die jungen Darsteller haben ihr Talent bewiesen und das Publikum begeistert. Einige der Absolventen haben uns netterweise einige Fragen beantwortet, dessen Antworten sie im nachfolgenden Bericht finden.

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Gruppenbild Best of 2017
Best of 2017 © Frank Linke

BEST OF 2017 der STAGE SCHOOL

Was wäre ein Musical ohne die Menschen, die die Geschichten erzählen, die sich kreative Köpfe ausgedacht haben? Musicaldarsteller verzaubern das Publikum mit ihren großartigen Stimmen, beeindruckenden Choreografien und mitreißendem Schauspiel. Doch der Beruf bringt nicht nur Anerkennung und Rum mit sich. Er bedeutet vor allem viel Arbeit und Übung, denn es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Selbst große Ikonen der Musicalbranche wie Pia Douwes oder Jan Ammann haben die Ausbildung zu einem Musicaldarsteller absolvieren müssen. Schulen, die Darsteller ausbilden gibt es viele und die Anzahl der Nachwuchstalente ist daher nicht zu unterschätzen.

Die Abschlussprüfung vor dem Publikum

Aus der Menge herauszustechen ist gerade als Neuling in der Branche schwierig doch, dass sie es verdienen gehört zu werden, haben zehn junge Nachwuchstalente der Stage School bewiesen. Vom 22. bis zum 29. Juli haben sie im Rahmen der Show BEST OF 2017 ihr Können vor einem etwa 300 Personen Publikum präsentiert.
Die Abschlussprüfung der Ausbildung beinhaltet, dass jeder Schüler ein eigenes Programm auf die Beine stellt und dieses vor einer fünfköpfigen Jury vorstellen muss. Diese zehn Jung-Darsteller haben nicht nur ihre Prüfung bestanden, sondern sind zu den Besten des Abschlussjahrgangs 2017 der Stage School gekürt worden. Bei der Show BEST OF 2017 haben diese zehn Schüler ihre Abschlussprüfung vorgestellt und darüber hinaus gemeinsam beeindruckende Tänze vorbereitet.

Die zehn Besten und ihr Programm

Maike Jacobs © Frank Linke

Den Anfang machte Maike Jacobs mit „Ruhe im Karton“. Mit viel Witz und Charm, aber vor allem grandiosem Schauspiel, erzählte sie die Geschichte einer jungen Dame, die gerade eine neue Wohnung bezogen hat. Je mehr sie sich zu entspannen versucht, desto deutlicher scheinen die Erinnerungen an den Ex-Freund zu werden, der auch noch genau unter ihr wohnt und aus seiner neuen Beziehung kein Geheimnis macht. Doch auch die anderen Nachbarn schaffen es, ihre Ruhe zu stören. Als es ihr zu viel wird, bricht es aus der sonst so geordneten jungen Dame heraus und sie behindert selbst den so geliebten Frieden.  Trotz der wenigen Minuten, die Maike Jacobs auf der Bühne hat, schafft sie es das Publikum mit ihrem verrückten Schauspiel in den Bann zu ziehen und sorgt somit für außerordentlich gute Stimmung im Zuschauerraum.

Du bist nun am Ende deiner Ausbildung. Was kannst du im Nachhinein über deine Ausbildung sagen?
“Es war nicht immer einfach. Oftmals bekommt man Feedback, das auch am Selbstbewusstsein kratzen kann. Da muss man dann selber für sich herausfiltern, was das Beste ist.
Aber ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich diese drei Jahre jetzt so erfolgreich abschließen konnte. Die Best Of’s sind natürlich nochmal das „Tüpfelchen auf dem i“.”

Welche Tipps kannst du denjenigen geben, die die Ausbildung zu einem Musicaldarsteller anfangen wollen?
“Versuchen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, immer an sich arbeiten, aber sich nicht verrückt machen. Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Wenn man nicht schon vorher viel Erfahrung in Tanz Gesang und/ oder Schauspiel sammeln konnte, kann man von seinem Körper nicht erwarten, dass er plötzlich im Spagat sitzt oder über 4 Oktaven klare Töne schmettert. Ich muss gestehen, diese Geduld habe ich selbst aber auch oft nicht. Man muss sich ab und zu auch kleine Auszeiten gönnen.”
Nun geht es für Maike Jacobs in ihre Heimat nach Braunschweig, wo sie am Staatstheater HAIRSPRAY und ab November HÄNSEL, GRETEL, FROSCH UND WOLF, sowie die Weihnachtsgeschichte für Kinder spielen wird.

Till Jochheim verwandelte die Bühne in einen Wald und absolvierte dort eine Mutprobe, zu der ihn seine Freunde aufgefordert haben. Nachdem er den Kampf mit sich selbst überwunden hat und sich dazu beschließt gegen das gefährliche Monster in Form eines Hundes zu kämpfen, beginnt der actionreiche Kampf mit dem unsichtbaren Hund auf der Bühne. So lustig und unterhaltsam seine Darstellung auch ist, Till Jochheim schafft es, etwas Tiefgang und Gefühl in seine Geschichte zu bringen. Denn wieso sollte er sich verstellen, nur um sogenannten Freunden zu gefallen? Er beschließt das zu tun, was ihm sein Herz sagt und der zu sein, der er wirklich ist und sein möchte.

Best of 2017 Tanz

Franziska Grau vorne, Mitte © Frank Linke

Franziska Grau versuchte sich ihren Ängsten auf einer Reise durch weit entfernte Länder zu stellen. Doch die Reise verläuft anders, als geplant und sie muss sich einigen Hürden stellen. Mit den hervorragend eingebauten Choreografien und Humor, schafft sie es, das Publikum zu überzeugen

Gibt es einen besonderen Moment, den du niemals vergessen wirst?
“Die Ausbildung hat viele besondere Momente mit sich gebracht. Aber ein wirklich toller Moment  war es meine ersten eigenen Choreographien zu präsentieren. Es ist ein Teil der Ausbildung eigene Tänze zu erarbeiten und vorzuzeigen. Ich habe zusätzlich noch die Möglichkeit  bekommen  es vor Publikum zu zeigen und es  ist wirklich ein gutes Gefühl etwas eigenes zu tanzen und zu erfahren , wie es beim Publikum ankommt.”

Nathanael Anderfuhren © Frank Linke

Nathanael Anderfuhren erzählte die Geschichte eines Obdachlosen, der es auf der Straße gar nicht mal so schlecht findet. Doch der Winter naht und er hat Angst vor der Kälte. Als er durch Zufall an eine Waffe gelangt, sieht er seine Chance den Winter im Gefängnis zu überleben. Doch niemand scheint ihn Ernst zu nehmen und er fühlt sich von der Gesellschaft nicht wahrgenommen. Mit viel Stimmgewalt und vor allem einem beeindruckenden Tonumfang begeistert er die Zuschauer mit seinem Auftritt und Liedern wie zum Beispiel “Bring ihn Heim”.

Welche Rollen hoffst du einmal im Laufe deiner Karriere spielen zu können?
“Jean Valjean aus Les Misérables würde ich sehr gerne Spielen oder Jesus in Jesus Christ Superstar. In beiden Fällen, weil die entsprechenden Lieder zu meinen grossen Favoriten gehören.”

Gibt es einen ganz besonderen Moment, den du niemals vergessen wirst?
“Als ich das erste Mal Bring ihn Heim aus Les Misérables gesungen habe. Als ich Les Misérables ungefähr 2 Jahre vor meiner Musicalausbildung sah, dachte ich, diesen Song möchte ich einmal auf einer Bühne singen. Jetzt habe ich dieses Lied auch in mein Soloprogramm gepackt.”

Dominik NiedermaierAuf einen lustigen Ausflug in die Welt von Juri, einer russischen Reinigungskraft einer öffentlichen Toilette, ludt Dominik Niedermaier ein. Er würde so gerne etwas anderes machen, doch sein Akzent scheint ihm im Weg zu stehen. Als er auf wundersamer Weise den Akzent verliert, versucht er sein Talent und seine Berufung zu finden. Doch am Ende bemerkt er, dass er am Besten einfach sich selbst treu bleibt. Dominik zeigt mit seinem humorvollen Programm seine Spielfreude und herausragende Bühnenpräsenz.

Gibt es einen ganz besonderen Moment, den du niemals vergessen wirst?
“Als ich meinen Stundenplan im zweiten Jahr in den Händen hielt. Und als der Anruf für die BEST OF gekommen ist.”

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
“Ab November spiele ich den Freddy in MY FAIR LADY. Darauf freue ich mich sehr und ich bin sehr gespannt was die Zukunft noch so bringt.”

Sebastian PrangeNach der Pause schwärmte Sebastian Prange als Paul von seiner angebeteten Sarah. Doch noch mehr Liebe scheint der Musiker für sein Kontrabass zu empfinden und so versucht er jeden zu überzeugen, dass das Kontrabass das Herz und die Seele eines Orchesters ist. Sebastian Prange schafft es mit Bravour seine Freude am Schauspiel zu zeigen und bringt das Publikum mehr als nur einmal zum Lachen.

Das First Stage Theater bietet den Schülern der Stage School die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln. Hast du das Gefühl von dieser Möglichkeit profitiert zu haben?
 “Ja definitiv! Es ist sehr vorteilhaft, so früh wie möglich eine gewisse Routine des Ablaufs am Theater in den Körper zu bekommen. Das verhilft einem ungemein, dem Berufsstart etwas entspannter entgegenzusehen!”

Du bist nun am Ende deiner Ausbildung. Was kannst du im Nachhinein über deine Ausbildung sagen?
“Es war einfach eine unbeschreiblich tolle Zeit mit vielen Hochs und Tiefs. Ich habe sehr viel gelernt, sowohl fachlich bezogen als auch fürs Leben!”

Hannah LeserAnschließend verzauberte Hannah Leser das Publikum mit ihrer schönen Stimme und beeindruckenden Tanzszenen. Sie erzählte die Geschichte einer jungen Frau, die vor dem Altar auf ihren Bräutigam wartet, der wiederum im Stau steckt und somit zu spät zu der Hochzeit kommt. Diese gewonnene Zeit nutzt die Braut, um ihren Zweifeln an der Hochzeit und ihren sogenannten kalten Füßen freien Lauf zu lassen. Als ihr Bräutigam endlich auftaucht, scheinen alle Zweifel jedoch wie in Luft aufgelöst zu sein.

Christine LeckerAber nicht nur Hannah Leser, sondern auch Christine Lecke bewies ihr außerordentliches Tanztalent. Sie stellte eine Situation dar, der sich die Darstellerin in Zukunft noch öfters stellen muss. Sie ist auf einer Audition und versucht die Jury von ihrem Talent zu überzeugen. Doch möchte die junge Dame nicht eine gewöhnliche Rolle spielen. Sie hat es auf den Delfin Flipper abgesehen. Mit dieser skurrilen Geschichte beweist Christine Lecke ihr Talent mit unglaublich grandiosem Schauspiel, viel Humor und Mut etwas Ausgefallenes zu präsentieren.

 

Lukas JanischLukas Janisch ist der Musikstudent, der hoffnungslos in Alice verliebt ist. Als er sich endlich traut seine Angebetete anzusprechen, erfährt er, dass sie schon am nächsten Tag umziehen wird. Die Darstellung des typischen Kopfkinos, welches die schlimmsten Vermutungen abspielt, gelingt ihm mehr als nur gut. Die Freude, als er plötzlich herausfindet, dass die schöne Alice nun seine neue Nachbarin ist, ist fast schon ansteckend. Lukas Janisch zeigt viel Ausdruck und Gefühl in seiner Interpretation.

Wie hast du dich auf diese Show vorbereitet?
“Die Show besteht aus den Soloprogrammen, die wir für unsere Abschlussprüfung kreiert haben. Seit etwa Januar hab ich daran gearbeitet, aber in erster Linie natürlich nicht für die Best Of Show, sondern um die Prüfung zu bestehen. Dass ich dann wirklich für die „Best Of“ ausgewählt wurde, hätte ich mir im Traum nicht gedacht, da ich noch bis vor einer Woche vor der Prüfung Teile geändert und Dinge rausgenommen habe. Selbst am Tag der Prüfung war ich mir unsicher, ob das, was ich da mache, überhaupt bei der Jury ankommen wird. Anscheinend hat es ihnen dann doch gefallen.” (lacht)

Das First Stage Theater bietet den Schülern der Stage School die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln. Hast du das Gefühl von dieser Möglichkeit profitiert zu haben?
“Ganz krass merke ich es jetzt bei meinem Soloprogramm. Es ist wie Tag und Nacht, sein Soloprogramm in einem Klassenzimmer vor einem Lehrer/einer Lehrerin und MitschülerInnen zu spielen, oder in einem Theater vor knapp 300 ZuschauerInnen.”

Christine LeckerDass Melanie Kastaun die Abschlussprüfung mit der Bestnote bestand, ist kein Zufall. In ihrem Programm „Verliebt. Verlobt. Verlassen.“ spieltesie eine junge Frau, die erst kürzlich von ihrem Mann verlassen wurde. Nun versucht sie, ihren Traummann mit einer Video-Kontakt-Anzeige zu finden. Dabei stellt sie sich jedoch nicht so gut an, und als sie immer mehr von Dingen erzählt, die man vor dem ersten Treffen eigentlich geheim halten möchte, redet sie sich immer weiter ins Dilemma, sodass sie am Ende wie ein offenes Buch ist. Melanie vereint Schauspiel, Tanz und Gesang auf einem hohen Niveau, sodass es schwer zu glauben ist, dass sie gerade erst in den Beruf einsteigt.

Welche Tipps kannst du denjenigen geben, die die Ausbildung zu einem Musicaldarsteller anfangen wollen?
“Viele wollen ihr Hobby zum Beruf machen. Aber wenn man nicht zu 100% dafür brennt, wenn man lieber einen sicheren Job haben will, mit festem Gehalt, festen Arbeitszeiten und sicherer Zukunft, dann sollte man es lieber sein lassen. Man muss risikobereit sein, denn man weiss heute nicht, was morgen kommt. Aber genau das macht den Job aus.
Hört auf eure Dozenten. Denkt nicht, nur weil ihr in eurer Heimat die Besten gewesen seid, dass euch in der Ausbildung alles in den Schoss fällt. Man muss bereit sein, sich neu kennenzulernen und hart für seinen Traum zu arbeiten. Man darf sich auch nicht zu schade dafür sein, im Supermarkt an der Kasse zu sitzen und vorerst so seine Brötchen zu verdienen.”

Welche Rollen hoffst du einmal im Laufe deiner Karriere spielen zu können?
“Ich weiss, dass ich für die Rolle noch viel zu jung bin, aber die Rolle der „Donna“ aus „Mamma Mia!“ würde mich sehr interessieren. Ausserdem fände ich es grossartig, einmal im Ensemble von „Elisabeth“ tanzen zu dürfen. Das Musical ist einfach ein Traum und die Musik herausfordernd.”

Hervorragende Nachwuchstalente

Mit der Show BEST OF 2017 hat die Stage School bewiesen, dass ihre Schüler auf einem hohen Niveau ausgebildet werden und mit guten Voraussetzungen in die Berufswelt eines Musicaldarstellers entlassen werden. Wer nun mehr von den Schülern der Stage School erleben möchte, kann sich das selbst erarbeitete Stück des zweiten Jahrgangs anschauen. Die Premiere der ADDAMS FAMILY fand am 4. August statt. Das Musical läuft noch bis zum 12. August 2017.

Kategorie: Interviews,Kritiken,Theater Eigenproduktionen

Tags:

Autor: S. Müller (05.08.2017)

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