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Bei jeder Arbeit kommt die Zeit… Servus Wien – Dernière von MARY POPPINS

Nach rund 380 Vorstellungen fiel am 31. Januar 2016 im Wiener Ronacher tränenreich der letzte Vorhang von MARY POPPINS. Der Wind hat sich endgültig gedreht eine erfolgreiche Produktion nimmt Abschied. Musical1 Redakteur Manuel Sommerfeld hat sich die Dernière angesehen und einige Stimmen bei der Abschlussfeier eingeholt.

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Mary Poppins Schriftzug Ronacher © Manuel Sommerfeld

Erfolgreiche Disney-Produktion

Fast 370.000 Menschen haben die Geschichte der Familie Banks und dem zauberhaften Kindermädchen, das plötzlich in ihr Leben eingeflogen kommt, in den vergangenen eineinhalb Jahren gesehen. Die Inszenierung in Wien war von einer außerordentlich guten Qualität, sagt Christian Struppeck, Musical Intendant der VBW: „Viele internationale Produzenten und auch Original-Regisseur Richard Eyre haben die Wiener Fassung als Vorzeigeproduktion bezeichnet. Aus der ganzen Welt kamen Theatermacher, um sich das Musical in unserem Haus anzuschauen. Auch die Stuttgarter waren zu Gast und zeigen das Musical ab Herbst 2016 im Stage Apollo Theater.“

Spezielle Dernière

Die Schwaben erwartet ein Musical, dass die Wiener mit viel Applaus verabschiedet haben. Zu jeder sich bietenden Gelegenheit brauste bei der letzten Vorstellung Jubel auf oder es wurde kräftig geklatscht. Schon zu Beginn als Hauptdarstellerin Annemieke van Dam als Mary Poppins zum ersten Mal auf der Bühne erschien, wollte der Applaus kaum enden und Vater George Banks, gespielt von Reinwald Kranner, musste energisch „Korrektheit und Ordnung“ wieder herstellen. „Wir Darsteller hinter der Bühne haben den Jubel und die Freude vom Publikum natürlich gehört und wir bekamen dadurch sehr viel Energie“, erzählt Bert-Darsteller David Boyd nach dem letzten Vorhang. „ Schwierig ist es dann nicht zu überdrehen, die Show muss trotzdem auf dem Level bleiben, wie sie sein soll und nicht einfach nur Spaß für uns Darsteller bringen“ sagt der sympathische Schotte im Interview über die Herausforderungen bei der Dernière.

Besondere Momente

© Manuel Sommerfeld

© Manuel Sommerfeld

Dennoch war die Show mit einigen Besonderheiten und rührenden Momenten gespickt. In der Küchenszene sang Niklas Abel als Robertson Ay von Mary Poppins Wundermedizin gestärkt statt einem einfachen Ton vermutlich zum ersten Mal einen Text: „Zum letzten Mal“. Fast melancholisch wurde es als George Banks sich an seine Kindheit erinnerte. Wie im Drehbuch vorgeschrieben streckte er Rauchfangkehrer Bert die Hand entgegen um ihm viel Glück zu Wünschen. David Boyd lässt den Handschlag aus und umarmt stattdessen seinen Kollegen herzlich. Zahlreiche andere kleine Einfälle und Gesten waren außerdem zu erkennen. Höhepunkt der Show war natürlich der Flug von Mary Poppins über das Publikum, bei dem auch Annemieke van Dam selbst glasige Augen hatte. „Es war sehr emotional schon in den letzten Wochen Stück für Stück Abschied zu nehmen, aber ich war nicht allzu traurig, sondern habe die letzte Show noch einmal richtig genossen“, erzählt die Hauptdarstellerin nach der Show im Ronacher. Beim Schlussapplaus wurden alle Darsteller-Kinder noch einmal auf die Bühne geholt und es gab Blumen und Geschenke von den Fans.

 

Ein weinendes und ein lachendes Auge

Abschiede sind immer nicht einfach. „Heute ist es noch trauriger als sonst“ sagt VBW-Intendant Struppeck sichtlich gerührt. Er war sehr stolz ein Teil dieser tollen Produktion gewesen zu sein. Viele der Darsteller sind einerseits traurig, dass es vorbei ist, aber freuen sich auch wieder auf neue Aufgaben. „Die letzte Vorstellung war total schön ich bin sehr dankbar. Das Publikum war toll, fast besser als wir, aber andererseits musste ich schon auf dem Weg zu meiner Garderobe leicht weinen“, berichtet Milica Jovanovic, die Mutter Winifred Banks spielte. Sie werde die Cast, ihre Kollegen der vergangenen Monate, vermissen, freue sich aber sehr auf ihren Mann in Hamburg und auf die kommenden Aufgaben wie zum Beispiel ARTUS in Tecklenburg, , wo sie bei den Freilichtspielen die Rolle der Königin Guinevere übernimmt. Auch David Boyd denkt etwas wehmütig an seine tollen Kollegen zurück, hat aber schon ein Flugticket nach Hamburg gebucht und kann es kaum erwarten dort seine Frau und seine Tochter in seine Arme zu schließen. Uns bleibt da nur noch zu sagen: „Au revoir – bis wir uns wiedersehen“.

 

Kategorie: Kritiken,Mary Poppins

Tags:

Autor: M. Sommerfeld (01.02.2016)

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