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Beatrix Reiterer Interview – Musical1 Podcast 1

Musical-Darstellerin Beatrix Reiterer eröffnet die brandneue Podcast-Reihe auf Musical1.de. Reiterer geht ab November mit dem Musical 3 MUSKETIERE auf Tour. Mit Christian Demme plaudert sie über ihre bisherigen Rollen, die Vereinbarkeit von Tour und Familienleben und ihre schönsten Musical-Erlebnisse.

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Beatrix Reiterer als Königin Anna
Beatrix Reiterer als Königin Anna im Tourmusical Die drei Musketiere (Foto: MIGA GmbH)

Die in Südtirol geborene Beatrix Reiterer lebt nun seit einigen Jahren in Deutschland. Nachdem sie ihr 3-jähriges Studium an der Stage School in Hamburg absolviert hat zog es sie nach Köln. Dort lebt sie gemeinsam mit ihrer Familie. Beatrix Reiterer war bereits in vielen namhaften Produktionen zu sehen, so unter anderem in DAS PHANTOM DER OPER, EVITA und WEST SIDE STORY. Ab November diesen Jahres geht sie mit dem Musical 3 MUSKETIERE auf große Deutschlandtour.

Das Interview als Abschrift

Heute ist es nun endlich soweit, dass ich das erste Musical1 Interview führen darf. Hierzu heiße ich Frau Reiterter herzlich willkommen. Ich freue mich sehr, dass ich Sie heute Nachmittag bei solch tollem Wetter begrüßen darf und Sie sich die Zeit dafür nehmen, ein wenig mit mir zu plaudern.

Sehr gerne. Ich freue mich auch sehr, dass ich dieses Interview führen kann und für’s schöne Wetter haben wir ja danach noch immer genügend Zeit.

Vollkommen richtig. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich erst einmal für unsere Hörer kurz vorstellen könnten.

Mein Name ist Beatrix Reiterer, ich komme ursprünglich aus Südtirol in Italien, bin jetzt aber schon sehr, sehr, sehr viele Jahre in Deutschland, weil ich ich hier in Hamburg meine Musical Ausbildung gemacht habe. Seitdem arbeite ich größtenteils hier in Deutschland. Ich habe wie gesagt Musical studiert an der Stage School in Hamburg, habe inzwischen zwei Kinder, lebe in Köln und bin viel unterwegs.

Wie und wann sind Sie zum Musical gekommen? Gab es dafür einen bestimmten Anlass oder sogar ein besonderes Erlebnis oder war es ein Kindheitstraum von Ihnen, Darstellerin in einem Musical zu werden?

Als ich noch Kind war, gab es Musical noch nicht so in dem Maße in Europa. Als ich etwas älter war, so ungefähr mit 16, gab es irgendwann die Premiere von ELISABETH. Die habe ich in Südtirol mitbekommen, weil das in Wien stattgefunden hat. Ich kann mich an diesen Bericht im Fernsehen erinnern. Ich habe schon immer gesungen und getanzt und mein heimlicher Traum war schon immer irgendwie auf der Bühne zu stehen. Konkret Musical-Darstellerin, da wusste ich gar nicht, dass es das gibt, aber als ich den Bericht zum Musical ELISABETH gesehen habe, da war mir klar: Das muss ich machen! Ich bin schon immer ein totaler Sissi-Fan gewesen und als ich plötzlich gesehen habe, es gibt ein Musical über ELISABETH, war klar: Diesen Job will ich machen! Ein paar Jahre später habe ich eben die Ausbildung in Hamburg angefangen.

In Ihrer Laufbahn als Musical-Darstellerin haben Sie schon in vielen namhaften Produktionen mitgespielt. Welche waren das und welche Rollen haben Sie dort jeweils besetzt?

Die größten, in denen ich mitgespielt habe: Angefangen habe ich mit CHICAGO  im Theater an der Wien und im Ronacher, da habe ich die „Go to Hell Kity“ gespielt, aber auch die „Roxy“, als Cover. Danach bin ich dann zu LES MISÉRABLES nach Duisburg gegangen, da habe ich das „Factory Girl“ gespielt. Dann habe ich in Düsseldorf die „Sally Bowles“ in CABARET gespielt und danach habe ich die „Maria“ in WEST SIDE STORY an der Oper in Düsseldorf gespielt. Danach die “Christine Daaé” im PHANTOM DER OPER in Essen. Dann habe ich die „Eliza“ gespielt, aus MY FAIR LADY, bei mir zuhause in Südtirol. Und ich habe auch in JEKYLL & HYDE mitgespielt, da unter anderem die Lisa Carew. Jetzt vor kurzem habe ich die EVITA im gleichnamigen Stück gespielt, im Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. Und ich war gerade als „Schwester Amnesia“ in NON(N)SENSE zu sehen. Das sind so die wichtigsten Sachen.

Was war für Sie das bis jetzt schönste Erlebnis in Ihrem Leben und als Musical-Darstellerin?

Ich muss ganz ehrlich sagen, mein aller-allerschönstes Erlebnis hat gar nichts mit meinem Job zu tun, das war jeweils die Geburt meiner beiden Kinder. Kinder auf die Welt zu bringen und die dann zu haben und mit denen zu leben und zu sehen, wie sie wachsen – das ist wirklich das Allerschönste.
Aber wenn es um mich als Musical-Darstellerin geht, gibt es natürlich auch ganz tolle Erlebnisse: Zum Beispiel als ich die „Christine“ im PHANTOM DER OPER spielen durfte vor knapp 2.000 Leuten, das war schon sehr erhebend. Eigentlich jedes Mal, wenn man den Anruf kriegt, dass man eine tolle Rolle spielen darf, ist das jedesmal ein „Juchu! Ich freu mich!“ Also ist mein Leben voller schöner Erlebnisse.

Ab November diesen Jahres gehen Sie mit 3 MUSKETIERE auf Tour durch ganz Deutschland. Wenn Sie das Musical in ein bis drei Sätzen beschreiben sollten, welche wären dies?

Ich finde, es ist ein ganz tolles Musical, das sehr humorvoll ist. Ich habe bei den Proben oft sehr gelacht und ich finde, das ist das Tolle: Dass es mit einem Augenzwinkern dargestellt wird, diese Geschichte der drei Musketiere. Es gibt natürlich ganz spektakuläre Fechtszenen und mitreißende Melodien und einfach ganz große Emotionen, die schön zum Zugucken sind, aber auch toll zu spielen.

Wie kam es dazu, dass Sie für 3 MUSKETIERE engagiert wurden? Welche Rolle werden Sie in diesem Stück verkörpern und was macht genau diesen Charakter für Sie aus?

Ich werde die Königin Anna spielen. Das Schöne an dieser Rolle ist, dass sie sehr menschlich ist, dass sie versucht, trotz dieser Aufgabe, die sie als Königin hat, sehr menschlich zu sein. Sie ist auch ihrem Mann sehr loyal und versucht, ihm zu helfen und treu zu bleiben, obwohl er sich eine Zeit lang sehr abwendet. Genau dieses Spiel, dass er sich von ihr abwendet, sie aber um ihn kämpft, und am Ende gibt es ein Happy End – das ist einfach sehr schön, weil man durch diese verschiedenen Emotionen durchgehen kann. Das macht für mich die Rolle sehr interessant.
Zur Frage, wie ich zu dem Engagement gekommen bin: Ich war bei der letzten Tour der 3 MUSKETIERE schon als alternierende Königin Anna mit dabei. Dann wurde ich dieses Mal gefragt, ob ich denn nicht die Erstbesetzung spielen möchte. Da habe ich natürlich Ja gesagt!

Bei dem Musical 3 MUSKETIERE handelt es sich um eine Tourproduktion, welche in den zwei Monaten dieser Tour fast täglich zu anderen Spielstätten wechselt. Was macht hierbei den Unterschied zu einem Musical mit fester Spielstätte?

Der große Unterschied ist natürlich, dass man sehr viel unterwegs ist. Man sitzt viel im Bus, um von einer Spielstätte zur anderen zu kommen. Andererseits bleibt es auch sehr spannend, weil man ja jedes Mal auf einer neuen Bühne ist und sich auch diesen Gegebenheiten anpassen muss. Man sieht natürlich total viele Städte, die man sonst vielleicht nie sehen würde in seinem Leben.

Da Sie ja, wie Sie sagen, sehr viel Zeit im Bus sitzen werden und von einer Spielstätte zur anderen reisen, wird wahrscheinlich kaum Zeit für Freunde und Familie bleiben?

Diese Tour ist relativ „menschlich“, da zwischendrin immer mal wieder ein bis zwei Tage frei sind, an denen man nach Hause fahren könnte. Ich gebe zu, ich habe auch eine alternierende Besetzung, weil ab und zu will ich auch einfach nach Hause zu meinen Kindern. In der Zeit, in der wir unterwegs sind, wird mein jüngerer Sohn vier Jahre alt und an seinem Geburtstag will ich einfach zuhause sein. Man sieht die Familie natürlich nicht so intensiv wie sonst. Aber dadurch, dass es zwei Monate sind, ist es machbar. Sobald ein, zwei Tage frei sind, fahre ich auch jedes Mal nach Hause und verbringe meine Zeit mit meinen Kindern.

Starten wird die Tour am 20. November in Heilbronn. Weitere Städte, um nur ein paar zu nennen, sind Füssen, Kassel, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Flensburg. Gibt es dabei eine Stadt, auf die Sie sich besonders freuen?

Ich freue mich schon sehr auf Hamburg. Das hat den Grund, dass ich in Hamburg meine Ausbildung gemacht habe und es irgendwie toll ist, an den Ort zurückzukommen, an dem man angefangen hat. Dort habe ich ja drei Jahre gelebt und es war ein richtiges Zuhause für mich. Deswegen freue ich mich sehr, wieder in Hamburg zu sein. Es ist auch wirklich eine wunderschöne Stadt. Sagen wir fast, dass es in Deutschland wohl die schönste Stadt ist. Das ist natürlich Geschmackssache – aber für mich, rein vom Ästhetischen, würde ich schon sagen, dass Hamburg die schönste Stadt ist.

Hand aufs Herz: Wenn Sie jetzt eine Entscheidung treffen müssten, welches Ihre Lieblingsrolle der bereits gespielten Charaktere wäre: Was wäre die Antwort?

Ich glaube – ich weiß, meine Lieblingsrolle ist eindeutig die „Maria“ in WEST SIDE STORY. Warum? Ich finde, dass diese Rolle so toll geschrieben ist, sie geht durch so viele Emotionen durch: Sie fängt als Kind an und ist noch sehr naiv. Dadurch, dass sie sich verliebt und diese ganzen schrecklichen Sachen passieren, ihr Bruder umgebracht wird, wird sie innerhalb dieser kurzen Zeit zu einer Frau. Sie verliert ja dann sogar noch ihren Liebsten. Diese Rolle zu spielen war für mich total schön. Ich habe auch jedes Malgeheult am Ende, muss ich zugeben. Da konnte ich mich so richtig reinwerfen. Es ist auch eine Rolle, bei der die Abwechslung zwischen Schauspielszenen und Liedern da ist: Man singt nicht nur durch, man kann auch richtig spielen und sich auf den Text und das Schauspiel konzentrieren. Das ganze Paket macht diese Rolle einfach zu meiner Lieblingsrolle.

Frau Reiterer, ich möchte mich bei Ihnen recht herzlich bedanken, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

Ich danke Ihnen auch, es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, viele von Ihnen und Euch bei unserer Tour von 3 MUSKETIERE zu sehen. Ich würde mich sehr freuen.

Wir hoffen, der erste Musical1 Podcast hat Ihnen gefallen und Sie hören auch beim nächsten Mal wieder zu. Wir möchten auch mit den Musical-Fans plaudern. Welches sind die Lieblings-Musicals der Musical1 Leser, welche Musical-Erfahrungen haben sie schon gemacht? Oder haben Sie Fragen, Anregungen, Ideen für einen neuen Interview-Partner? Melden Sie sich einfach bei uns: Hier geht es zum Kontaktformular.

Kategorie: Podcast

Autor: C. Demme (24.07.2014)

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