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ARTUS in Tecklenburg gefeiert

Am gestrigen Samstag (18.06.2016) feierte das Musical ARTUS - EXCALIBUR in Tecklenburg bei den Freilichtspielen seine Premiere. Die namenhafte Darstellerriege vermochten das Publikum auf ganzer Linie zu begeistern und trozten dem einsetzenden Regen. Keltische Klänge, die im Ohr bleiben, viele Balladen und eine ausgefeilte Choreografie zogen die Zuschauer in den Bann. Noch bis Ende August ist das Stück in Tecklenburg zu sehen.

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Artus Ensemble
Artus Ensemble © Holger Bulk

Gelungener Auftakt in Camelot

Diverse rivalisierende Stämme bekämpfen einander in Britannien. Nachdem König Uther in einer blutigen Schacht von Loth von Orkney besiegt wurde, herrscht große Trauer. Zauberer Merlin taucht mysteriöser Weise auf und versenkt das sagenumwogene Schwer „Excalibur“ in Stein. Alle Männer versuchen, es herauszureißen, doch nur der zukünftige König Britanniens soll hierzu in der Lage sein. Ungewollt in einen Kampf verwickelt, sieht sich Artus dazu genötigt an dem Schwer zu ziehen und mühelos rutscht es in seine Hand. An sich selbst zweifelnd, bestreitet Artus zunächst die Königswürde.  Im weiteren Verlauf der Geschichte zeichnet sich Artus zunächst durch Vergebung statt Rache aus, ist rechtschaffen und verliebt sich in Guinevere. Mit der Unterstützung Merlins baut er Camelot auf und formt die Tafelrunde mit ihren Rittern. Auch sein Freund Lancelot, der heimlich in seine Frau verliebt ist, und sein Ziehvater gehören hierzu. Als dieser von seinem Rivalen Loth von Orkney getötet wird, schwört Artus Rache. Hiermit spielt er unfreiwillig seiner Halbschwester Morgana in die Hände, die sich mit Loth gegen Artus verbündet hat. Morgana spinnt eine Intrige und zeigt Artus eine Vision auf, in der seine Frau ihn mit Lancelot betrügt. Blind vor Wut verbannt der junge König die Beiden bei Todesstrafe. In einer abschließenden Auseinandersetzung kommt es zum finalen Kampf zwischen Artus und Loth. Der verbannte Lancelot kommt seinem Freund zur Hilfe, stirbt jedoch genauso wie Loth und dessen Sohn. Am Grabe Lancelots erscheint Morgana in der Erscheinung von Artus Frau Guinevere, in der Absicht Artus zu töten und mittels Excalibur an die Macht zu gelangen. Die wirkliche Guinevere  hingegen wurde von Merlin ins Bild gesetzt und eilt ihrem Mann zur Hilfe. Während Morgana versucht Artus zu töten, stirbt sie selbst durch einen Pfeil der Königin.

Hochkarätige, homogene Cast

Wie schon in den letzten  Jahren zeichnet sich die Tecklenburger Inszenierung durch ihre hochkarätige Besetzung aus. Ob Armin Kahl als Artus und Milica Jovanovic als seine Frau, Roberta Valentini als intrigante und verführerische Morgana oder Kevin Tarte als ihr Gegenspieler Merlin sowie alle Anderen – die namenhafte Darstellerriege begeistert sowohl schauspielerisch als auch gesanglich. Das gesamte Ensemble zeigt ein herrliches, aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. Imposant zeigt sich ebenfalls der Chor und die Statisterie der Freilichtspiele, die die Bühne mit Präsenz erfüllten, aber trotzdem nicht überfrachteten.

Ununterbrochenes Staunen

Tjard Kirsch leitet mit Hingabe die keltischen Klänge, Chöre und viele hörenswerte Balladen. Regie (Ulrich Wiggers), Choreografie (Kati Heidebrecht), Kostüme (Karin Alberti) und Bühnenbild (Susanna Buller) sind wunderbar auf einander abgestimmt: mehrfach führen Wallküren die Einherjer nach Wallhall. Somit konnten sich die Gefallenen ohne Irritation des Publikums erheben und abgehen. Die Kamfszenen (Klaus Figge) sind spannend bis ins letzte Detail, selten kann der Zuschauer alles überblicken und dennoch kommt er aus dem Staunen nicht heraus. Das etwas später aus fünfzehn Schildern der Tafelritter mit einem Handgriff die eigentliche Tafelrunde wird, ist ein genial einfacher wie auch sehenswerter Einfall! Das Gleiche gilt für die „Visionen“ die Merlin wie auch Morgana heraufbeschwören. Erneut wird bei einer Tecklenburger Inszenierung nicht nur die Bühne bespielt, sondern die Darsteller agieren ebenfalls an den Seiten oder laufen die langen Treppen beidseits herunter.

Camalot begeistert

Artus, seine Tafelritter und Guinevere hoffen auf ein neues Zeitalter des Friedens, wenn der letzte Ton verklingt. Dieser war noch nicht vollends verklungen, da erklang bereits frenetischer Jubel. Das Premierenpublikum feierte die gesamte Besetzung. Manch einer fragte seine Begleitung, wann man Zeit fände, nochmals nach Camelot zu kommen, um die Einzelheiten zu sehen, die man heute vielleicht verpasst hat.

Sommerspielzeit

Mit Ausnahme des Premierenwochenendes von Saturday Night Fever (22.-24.07.), wird ARTUS mit 2 bis 3 Vorstellungen jedes Wochenende noch bis zum 28.08. gezeigt. Karten gibt es noch im Vorverkauf.

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Kategorie: Kritiken,Open Air

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Autor: R. Imping (22.06.2016)

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