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ARTUS EXCALIBUR auf der Felsenbühne in Staatz

Eine bessere Location als die Felsenbühne Staatz gibt es für das Musical ARTUS EXCALIBUR wohl kaum. Unterhalb der malerisch gelegenen Burgruine Staatz inszeniert Werner Auer das Musical von Frank Wildhorn, welches 2014 Uraufführung im schweizerischen St. Gallen feierte. Musical1 war bei der österreichischen Erstaufführung des Mittelalter-Musicals und hat die Highlights aus dem sagenumwobenen Camelot mitgebracht.

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Artus Staatz Ensemble
Artus Staatz Ensemble © Harald Schillhammer

Perfekte Symbiose

Das Musical rund um das Schwert Excalibur, das Schloss Camelot und König Artus passt perfekt in die traumhafte Kulisse der Felsenbühne Staatz, unweit von Wien. Schon beim Betreten des Vorplatzes fühlt sich der Open-Air-Besucher fast wie auf einem mittelalterlichen Marktplatz. Ein buntes Treiben herrscht an zahlreichen Essens- und Getränkeständen. Die Holzbuden strahlen ein Ambiente aus und versetzen den Besucher in die Zeit von Artus und seinen Rittern. Auf natürliche Weise wird dies auch durch die Burgruine unterstützt, welche automatisch das notwendige Camelot-Feeling aufkommen lässt.

Die Sage von Excalibur und den Rittern der Tafelrunde

Christoph Apfelbeck als Artus

© Harald Schillhammer

Ein gespaltenes Britannien im Kriegszustand und ein leidendes Volk, das nur den Frieden und einen gütigen König herbeisehnt – das ist die Sage hinter dem Musical. Unverhofft wird dabei Artus (Christoph Apfelbeck) zum neuen König. Ihm war es als einzigem gelungen das vom Zauberer Merlin verwunschene Schwert Excalibur aus einem Stein zu ziehen. Christoph Apfelbeck ist stimmlich top, benötigt aber in mancher Szene noch etwas mehr Spielpraxis wie zum Beispiel beim Schwertkampf. Intendant, Regisseur und Bühnenbildner Werner Auer nutzt das symbolträchtige Schwert als riesiges 18 Meter hohes Bühnenelement, welches neben der Kulisse des dreistöckigen Burg Camelot eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Gleichzeitig steht Auer auch als Merlin auf der Bühne, der es – mithilfe von Magie –  versteht den Lauf der Geschichte zu beeinflussen. Auer verkörpert den Zauberer mit eindrucksvoller Stimme und schafft es, seinem Merlin auch mit reduziertem Spiel den notwendigen mystischen Charakterzug zu verleihen.

Gemeinsam mit seinem Freund Lancelot (Philipp Dietrich) macht sich Artus auf Richtung Camelot, um dort mit den Rittern der Tafelrunde für eine friedvolle Zukunft zu sorgen. Bei der Inszenierung wurde das Potential der Umgebung der Felsenbühne leider nicht in vollem Umfang ausgeschöpft. Als Artus bei der Ankunft in Camelot die Erkenntnis hat, dass es sich dabei nur um eine Ruine handelt, hätte dies von der Lichttechnik unterstützt werden können, indem einige Spots die vorhandene Burgruine erleuchten. Auch die verwendeten “Fototapeten” mit Waldmotiven wären nicht notwendig gewesen, da dahinter durchaus echte Bäume zu finden waren.

Artus und Guinevere

© Harald Schillhammer

Doch Artus erringt nicht nur die Königswürde, er gewinnt auch das Herz der schönen Guinevere (Tanja Petrasek) und macht sie zu seiner Königin.  Tanja Petrasek spielt die Guinevere gutherzig und ist auch auf einer leeren Bühne sehr präsent. Ihre Rolle verkörpert sie glaubhaft und ihre Stimme klingt klar und rein. Philipp Dietrich als Lancelot stellt authentisch den Kampf zwischen der Liebe zu der schönen Guinevere und der Treue zu Artus dar. Dabei überzeugt er besonders mit “Nur sie allein”.

Artus Halbschwester Morgana (Regina Mallinger) will Rache für ihre leidvolle Kindheit und möchte selbst den Thron besteigen. Dafür setzt sie ihre erlernten magischen Kräfte ein und verbündet sich mit dem Tyrannen Loth. Sie enthüllt auch das Verhältnis von Lancelot und Guinevere und entzieht Merlin seine geheimnisvollen Kräfte. Nur das beherzte Eingreifen von Guinevere verhindert den Geschwistermord den Morgana geplant hat. Regina Mallinger singt ihre Songs gut und durch die unterstützenden Ensemble-Tanznummern wirken die Szenen sehr düster und geheimnisvoll. Vereinzelt wirkt sie in ihrem Spiel zu modern und will nicht so recht in das Mittelalter passen.

Einwandfreier Sound und tolles Licht

Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die hervorragende Tontechnik. Einen gut abgestimmten Sound ohne Knacken und Knistern sucht man selbst auf vielen Indoor-Bühnen vergeblich. Hier jedoch passte einfach alles und der Musicalbesuch wurde zu einem Ohrenschmauss. Und auch die Lichttechnik überzeugte und zauberte bei einsetzender Dunkelheit eine tolle Stimmung auf und um die Bühne.

Niveauvolles Sommermusical unter freiem Himmel

Die traumhafte Kulisse, die einwandfreie Tonqualität sowie die eingängigen und sehr gut performten Songs von Frank Wildhorn machen ARTUS EXCALIBUR auf der Felsenbühne in Staatz zu einem unvergesslichen Open-Air Musicalbesuch auf hohem Niveau. Trotz der ein oder anderen verpassten Chance steht dennoch fest, das Musical ARTUS EXCALIBUR in Staatz ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Kreativteam:

  • Musik: Frank Wildhorn
  • Buch: Ivan Menchell
  • Songtexte: Robin Lerner
  • Regie: Werner Auer
  • Musikalische Leitung: Gregor Sommer
  • Choreinstudierung: Doris Graf-Sommer
  • Choreographie: Eva Klug
  • Bühnenbild: Werner Auer & Jack Hamal
  • Kostüme: Gitti Hamal & Team
  • Tongestaltung: Georg Hrauda, TONSTUDIO HOERNIX
  • Lichtgestaltung: Jürgen Erntl, EJ LIGHTING & STAGE DESIGN

Besetzung:

  • Artus: Christoph Apfelbeck
  • Guinevere: Tanja Petrasek
  • Morgana: Regina Mallinger
  • Lancelot: Philipp Dietrich
  • Merlin: Werner Auer
  • Ector: Ludwig Flessl
  • Lot von Orkney: Lawrence Karla
  • Sir Gareth: Michael Postmann
  • Lucan: Daniel Hauser
  • Tristan: Markus Hareter
  • Bedwyr: Martin Enenkel
  • Kay: Rico Salathe
  • Lamorak: Korbinian Reile
  • Uther Pendragon: Wolfgang Fahrner
  • Igraine: Anna Burger
  • Mutter Oberin: Steffi Regner
  • Priester: Daniel Eckert
  • 1.Soldat: Stefan Ulreich
  • 2.Soldat: Wolfgang Fahrner
  • 1.Frau: Angelika Ratej
  • 2.Frau: Petra Niedermayer
  • Frauenstimmen: Laura Friedrich, Cassandra Schütt

Ensemble:

Alexandra-Yoana Alexandrova, Anna Burger, Paul Csitkovics, Daniel Eckert, Martin Enenkel, Enny de Alba, Wolfgang Fahrner, Ludwig Flessl, Laura Friedrich, Markus Hareter, Daniel Hauser, Lawrence Karla, Petra Niedermayer, Michael Postmann, Angelika Ratej, Steffi Regner, Korbinian Reile, Rico Salathe, Cassandra Schütt, Anja Štruc, Stefan Ulreich

Spieltermine:

  • Donnerstag, 28. Juli 2016
  • Freitag, 29. Juli 2016
  • Samstag, 30. Juli 2016
  • Donnerstag, 4. August 2016
  • Freitag, 5. August 2016
  • Samstag, 6. August 2016
  • Freitag, 12. August 2016
  • Samstag, 13. August 2016

Beginn der Vorstellung ist jeweils um 20:30 Uhr.

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Kategorie: Kritiken,Open Air

Autor: M. Sommerfeld (25.07.2016)

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