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„A night full of stars“ mit Patricia Meeden und Mark Seibert

Bei herrlichem Wetter fand am vergangenen Sonntag die zweite „Night full of stars“ als drittes der Cityring-Konzerte 2017 statt. Stargäste in diesem Jahr waren Patricia Meeden und Mark Seibert, die gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern einen Querschnitt durch die Welt des Musicals boten.

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Patricia Meeden und Mark Seibert
Patricia Meeden und Mark Seibert © Cityring

Musical-Gala auf dem Dortmunder Friedensplatz

Nach der „Sommernacht der Oper“ am Freitag und einer „Groove Symphony“ am Samstag war der dritte Abend der Dortmunder Cityring-Konzerte auch in diesem Jahr dem Musical gewidmet. Zu Beginn strahlten (noch) keine Sterne, sondern wolkenlos blauer Himmel über dem Friedensplatz. Glück gehabt, die vorbereiteten Regencapes des Veranstalters mussten nicht zum Einsatz kommen. Frisch war es trotzdem an diesem Abend. Zum Glück gaben die Stars des Abends – Patricia Meeden und Mark Seibert sowie die Dortmunder Philharmoniker unter ihremmit vollem Körpereinsatz agierenden Dirigenten  Philipp Armbruster – dem Publikum mehr als genug Grund sich immer wieder durch kräftigen Applaus aufzuwärmen.

Patricia Meeden, die auch im letzten Jahr schon dabei war, eröffnete den Abend mit Frankie Vallies wunderbarem Hit von 1967 „Can`t take my eyes off you“. Mark Seibert legte mit einem weiteren Popsong nach: Stings „Englishman in New York“.

Emotionen pur

Mit einem tollen „Maybe this time“ aus CABARET eröffnete die Sängerin mit dem unverkennbaren Lachen dann den Musical-Reigen. Mit „One moment in time“ aus BODYGUARD – THE MUSICAL wählte sie eines ihrer Paradestücke aus, mit dem sie während ihres gerade zu Ende gegangenen Engagements im Kölner Musical Dome fast zwei Jahre lang die Zuschauer begeistert hat. Jede Menge Gefühl legte Mark Seibert in seine Interpretation von Leonard Cohens „Halleluja“. Bei „Bring him home“ aus LES MISERABLES zeigte er, dass es sogar mit noch mehr Emotion geht. Wann wird man ihn endlich in der Rolle des Jean Valjean sehen und hören? Mit diesem Auftritt hat er sich einmal mehr wärmstens dafür empfohlen.

Patricia Meeden beim Cityringkonzert 2017

© Cityring

Das Traumpaar lädt zum Träumen ein

Zum Abschluss der ersten Hälfte blieb es mit „Solang ich dich hab“ aus WICKED und dem wunderbaren „Falling slowly“ aus ONCE gefühlvoll. Die als „Traumpaar des Musicals“ angekündigten Darsteller zeigten, dass sie auch im Duett perfekt harmonieren.

Die beiden Sänger hatten auch die Moderation übernommen und führten charmant und unterhaltsam durch den Abend.

In der Pause konnte man sich an den bereitstehenden Foodtrucks stärken und sich etwas durch Bewegung aufwärmen. Für Patricia Meeden hoffte man, dass hinter der Bühne jemand mit einer dicken Jacke auf sie wartete. Ihre Kleider waren perfekt für einen Galaauftritt, nur leider nicht sehr warm.

Schwungvoll weiter

Nach der Pause ging es schwungvoll weiter. An „You`re the one that I want“ aus GREASE hatten die beiden Musicalsänger, die sich vor zehn Jahren während eines gemeinsamen Engagements bei AIDA kennengelernt haben, sichtlich Spaß. Auch mit „Footloose“ aus dem gleichnamigen Musical zeigte Mark Seibert, dass ihm Uptempo-Nummern ebenso gut liegen wie die ruhigen Töne.

Ein absoluter Klassiker der Popmusik – aber eben auch ein Musicalsong – läutete die nächste Runde der großen Gefühle ein. „Who wants to live forever“ aus WE WILL ROCK YOU als Duett zweier großer Stimmen – einer von vielen tollen Momenten des Abends.

Fantastisch auch das einzige Instrumental-Stück auf dem Programm. Mit einem Medley aus dem James Bond-Film „Skyfall“ zeigten die mehr als 60 Musiker der Dortmunder Philharmoniker, dass sie weit mehr sind als nur Begleitung – auch wenn sie dieser Aufgabe an diesem Abend hervorragend nachgekommen sind. Auch den beiden Sängern machte es ganz offensichtlich riesigen Spaß mit einem so großen Orchester auf der Bühne zu stehen. Es ließ so manchen oft gehörten Titel in positivem Sinn in neuem Gewand und Klang erscheinen, auch wenn die Arrangements erfreulich nah am Original waren.

Die unverzichtbare Gier

Nicht fehlen durfte die „Unstillbare Gier“, aus Mark Seiberts letztem und auch nächstem Engagement in TANZ DER VAMPIRE. Nach seinem Engagement in Stuttgart im Juli dieses Jahres wird er nach verschiedenen Konzertauftritten ab 10. November bis Ende Dezember 2017 auch im Wiener Ronacher als Graf von Krolock zu sehen sein.

Patricia Meedens Befürchtung diesen Auftritt nicht toppen zu können, spornte sie offensichtlich besonders an. Ihre Version des „Impossible Dream“ aus dem MAN OF LA MANCHA zählt zu den absoluten Highlights des Abends. Und es ist nicht einfach hier überhaupt ein Highlight herauszudeuten, da jeder Auftritt für sich genommen etwas Besonderes war. Passend somit der letzte Titel vor den obligatorischen Zugaben: „I*ve had the time of my life“ aus DIRTY DANCING.

Mark Seibert beim Cityringkonzert 2017

© Cityring

Für jeden etwas dabei

Allerspätestens bei den Zugaben waren dann auch diejeinigen versöhnt, die nur dem Partner zuliebe mitgekommen waren und die viel lieber ins Fußballstadion als zum Musical-Konzert gehen. Mit Andreas Bouranis „Auf uns“ und dem Klassiker „You`ll never walk alone“ aus „CAROUSEL“ gab es gleich zwei Fußballhymnen zu hören.

Am Ende bleibt ein Abend mit vielen Gänsehautmomenten, die bei weitem nicht alle den wenig sommerlichen Temperaturen geschuldet waren. Patricia Meeden und Mark Seibert haben einmal mehr bewiesen, warum sie zu den Stars des Business gehören. Ein riesiges Kompliment auch an die Dortmunder Philharmoniker, die sich sowohl am zweiten als auch am dritten Abend der Cityring-Konzerte einem Genre gestellt haben, das nicht ihre “Kernkompetenz” ist und die dabei weit mehr als eine gute Figur gemacht haben.

Auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Cityring-Chef Dirk Rutenhofer zeigten sich begeistert und haben bereits zugesichert, dass die Reihe in 2018 fortgesetzt wird.

Wir würden uns freuen und wünschen den Veranstaltern, dass der (mit immerhin rund 1.900 Zuschauern am Sonntag) nicht vollbesetzte Friedensplatz dann noch etwas besser gefüllt ist. Das Konzertformat hätte das auf jeden Fall verdient.

Kategorie: Galas,Kritiken,Open Air

Autor: M. Kanz (05.09.2017)

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