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IntensivTheater zeigt DER KLEINE HORRORLADEN

Wie schafft man es ein Theatererlebnis wirklich intensiv umzusetzen? Die jungen Nachwuchskünstler von IntensivTheater setzen alles daran den Besuchern ein Erlebnis, das noch mehr Sinne ansprechen soll, zu bieten. Musical1 hat die Aufführung von DER KLEINE HORRORLADEN am 13. Januar in Pirmasens besucht.

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Der kleine Horrorladen in einer Inszenierung des IntensivTheater
Der kleine Horrorladen Finale © Tim Ganter

Wenn man Theater auch schmecken kann…

Was einen Theaterabend doch erst so rundum gelungen macht, ist auch das Drumherum neben dem Stück an sich. Das haben sich auch die Künstler und das Leitungsteam von IntensivTheater gedacht und es sich deshalb zum Ziel gemacht nicht nur beliebte Musicalstücke auf die Bühne zu bringen, sondern ein insgesamt “inspirierendes” und “intensives” Theatererlebnis zu kreieren. Zu sehen und auch zu schmecken bekommt man dies bereits im Foyer, in dem man an manchen Ecken die Auswüchse der Audrey Zwo sehen kann und einen Aperitif gereicht bekommt, der zumindest aus etwas ähnlich grünem wie der fleischfressenden Pflanze gemixt wurde. Genau dieses mehr macht einen Theaterabend bei IntensivTheater schon zu etwas Besonderem, auch wenn man sich fragt, ob der Ticketkontrolleur ein Doppelgänger von Seymour ist und man am Merchandise-Stand, der sehr liebevoll als kleiner Blumenladen hergerichtet wurde, eine Miniausgabe der Audrey Zwo lautstark angepriesen bekommt.

Neue Produktion DER KLEINE HORRORLADEN

Nach JESUS CHRIST SUPERSTAR wagte sich IntensivTheater an das Stück DER KLEINE HORRORLADEN, das an mehreren Terminen im Saarland und zuletzt in Pirmasens zu sehen war. Das Musical rund um den Hauptprotagonisten Seymour, der Gefallen an seiner Arbeitskollegin Audrey findet und um sie zu beeindrucken eine besondere, fleischfressende Pflanze, die Audrey Zwo züchtet, war in den letzten Jahren auf vielen Bühnen zu sehen. IntensivTheater setzt das Stück sehr klassisch um, ohne viel Modernisierungsschnickschnack oder sensationelle Bühnentechnik. So findet sich auf der rechten Seite Mr. Mushniks Blumenladen, auf der linken Seite ist das Orchester geschickt ins Bühnenbild integriert. Ein schönes Bild, das deutlich macht, wie bei einem Musical die Künstler an den Musikinstrumenten und diejenigen, die ihre Stimme benutzen, zusammenarbeiten.

Die Reihe der Hauptdarsteller ist überschaubar. Kristin Backes und Dennis Klein spielen die Rollen von Audrey und Seymour jung und frisch. Stimmlichen Kontrast bietet Martin Herrmann als teilweise cholerischer Ladenbesitzer Mr. Mushnik. Rouven Wildegger Bitz fällt mit seiner langen Mähne auch optisch auf, er schlüpft unter anderem in die Rolle des Zahnarztes Orwin Scrivello und hinterlässt wie bei seinem Auftritt in DIE PÄPSTIN vor kurzer Zeit in Neunkirchen vor allem in den schauspielerischen Szenen einen bleibenden Eindruck. Sebastian Weber leiht der wohl bekanntesten singenden fleischfressenden Pflanze seine Stimme. Die drei Downtowngirls, gespielt von Lisa Helfer, Sophia Buhl und Bianca Basler, begleiten das Geschehen auf der Bühne und fallen durch häufige Kostümwechsel auf. Alle Beteiligten von IntensivTheater bieten mit DER KLEINE HORRORLADEN einen Abend mit gelungenem Bühnenprogramm und den gewissen Extras Drumherum. Bei einigen Feinheiten bleibt noch ein bisschen Luft nach oben, aber das soll für die jungen Künstler umso mehr ein Ansporn für die folgenden Produktionen sein.

Engagement für die Kultur

Kürzlich wurde IntensivTheater mit dem Kulturpreis für Musik 2017 des Regionalverbandes Saarbrücken ausgezeichnet, eben auch, weil der eingetragene Verein mehr tut, als nur Nachwuchskünstlern eine Bühne zu geben. IntensivTheater setzt sich darüber hinaus auch für soziale Projekte und die Förderung der Kulturlandschaft insgesamt auch. Ein weiterer besonderer Programmpunkt ist das “Education Programm”, das theaterpädagogische Workshops für Schulklassen und gemeinnützige Institutionen anbietet. Man darf sich überraschen lassen, was das IntensivTheater im Jahr 2018 alles veranstalten wird. Bereits fest steht ein besonderes Musicalprojekt mit seh- und hörbehinderten Schülern. Informationen über das Projekt WUNDERBAR.BESONDERS.GUT. und viele weitere Informationen über IntensivTheater finden sich auf der Homepage.

Kategorie: Kritiken

Autor: N. Kroj (17.01.2018)

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